DER ROSENKRANZ

 

Betet täglich den Rosenkranz!

DER LEBENDIGE ROSENKRANZ

        Herbst-Rundbrief 2003        Rundbrief Juni 2004 / Kurzinfo "Neue Geheimnisse"   

 Herbst-Rundbrief 2005    Herbst-Rundbrief 2006

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Wie GEBETSNACHMITTAGE organisieren         MESSINTENTIONEN / Hinweis zu den 6 Leidensmessen  

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Anmeldung zum LEBENDIGEN ROSENKRANZ     Die Aufgabe der Förderer/innen

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Leben und Werk der Gründerin des Lebendigen Rosenkranzes: Höhen und Tiefen einer heldenhaften Frau  

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Der Rosenkranz in lateinischer Sprache

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Zu jedem Geheimnis ein  weiterführender Gedanke. Eine einfache Art, den Rosenkranz verinnerlicht zu beten

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DER LEICHTREICHE ROSENKRANZ zum Beten in der Gemeinschaft 

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Pfr. Dr. Erwin Keller: Meditationen zum Lichtreichen Rosenkranz 

 

Der Lebendige Rosenkranz.  Seine Geschichte in Kürze.

Pauline-Marie Jaricot, die Gründerin des Lebendigen Rosenkranzes, wurde 1799 als Tochter armer Leute in Lyon geboren und daselbst 1862 im Ruf der Heiligkeit gestorben. Sie rief zwei große Werke ins Leben: "Das Werk der Glaubensverbreitung" (1819) und "Den Lebendigen Rosenkranz"(1826). Mit beiden Werken verfolgte sie ein einziges Ziel: Die Verbreitung des katholischen Glaubens in den Missionen und die Erhaltung desselben in ihrer Heimat. Das erste wurde zum "Päpstlichen Missionswerk "MISSIO" (1822 durch Papst Pius VII.), das zweite verbreitete sich weltweit als Gebetsgemeinschaft aus. Das von der Gründerin vorgegebene Ziel ist in beiden Werken erhalten geblieben. Bei ihrem Tod waren es allein in Frankreich über 2 Millionen eingeschriebene Mitglieder, die im Lebendigen Rosenkranz für die Verbreitung und Erhaltung des Glaubens beteten. Am 27. Januar 1832 approbierte Papst Gregor XVI. diese "neue Gebetsform" des Rosenkranzes. Durch das "Breve" Papst Pius IX. "Quod iure" vom 17. August 1877 erhielt der Lebendige Rosenkranz "für alle künftigen Zeiten" einen Generaldirektor in der Person des Generals des Dominikanerordens, der dann am 15. November1877 und am 5. Juni 1879 im Auftrag des Papstes eine Reihe organisatorischer Erlasse veröffentlichte, um die schon in mehreren Kontinenten verbreitete Gebetsgemeinschaft zu vereinheitlichen. Seither muss jede Neugründung über einen geistlichen Leiter ("Director spiritualis") verfügen, der seine Beauftragung durch den zuständigen Provinzial des Dominikanerordens erhält. Im Verlauf der Zeit entstanden weitere Rosenkranzgemeinschaften, so: "Rosenkranzkreuzzug des Dominikanerordens" (1939); "Familienrosenkranz" (1942); der in Europa nebst dem Lebendigen Rosenkranz wohl bekannteste "Sühnerosenkranz um den Frieden in der Welt (Wien 1949) und einige Rosenkranzbruderschaften.

Die "Gebetsgemeinschaft Lebendiger Rosenkranz Schweiz" ist vorschriftsgemäß vom Provinzial des Dominikanerordens der Schweiz am 25. März 1989 errichtet worden. Ein Jahr danach waren es fast 100, heute  sind es rund 360 "Rosen"! Nach Einsicht sämtlicher Unterlagen der neugegründeten Gebetsgemeinschaft schrieb der Provinzial der Schweizer Dominikaner in seiner Errichtungsurkunde an den geistlichen Leiter: "Gerne erteile ich Ihnen hiermit die Erlaubnis zur Installierung des Lebendigen Rosenkranzes in der Schweiz und beauftrage Sie zu dessen ‚geistlichen Direktor‘. Die Generalkapitel unseres Ordens haben in den letzten Jahren immer wieder auf die Bedeutung des Rosenkranzes als eine Form der Predigt und des Gebetsapstolats hingewiesen. In diesem Sinne möchte ich Ihnen für Ihren unermüdlichen Einsatz danken."

Seit  1997 ist die "Gebetsgemeinschaft Lebendiger Rosenkranz" in das Verzeichnis der schweizerischen diözesanen Vereine und religiösen Gemeinschaften aufgenommen! Unsere Gebetsgemeinschaft wird in den Personalverzeichnissen alles sechs Schweizer Diözesen aufgeführt.

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Juni

 

Rundbrief Juni 2004

Im Herbst-Rundbrief letzten Jahres habe ich Ihnen versprochen, die Rosen neu zu ordnen und Sie dann im Frühjahr darüber zu informieren. Nun ist meine Arbeit soweit fortgeschritten, dass ich Ihnen diesen Rundbrief durch die Druckerei versenden lassen kann. In einigen Wochen erhalten die Förderer/innen die neuen Listen von mir. Den einzelnen Mitgliedern wird dann die NEUE LISTE vom Förderer/in zugeschickt.

 

Was ist NEU auf der NEUEN MITGLIEDERLISTE?

1)      Da sehr viele Mitgliederlisten nicht mehr vollständig sind (es sind also keine 15 Mitbeter mehr vorhanden), muss ich die verbliebenen Mitbeter aus unvollständigen Listen in eine andere Rose einteilen. Sie wissen ja: Nicht die „Rosen-Nummer“ zählt, sondern IHR GEHEIMNIS aus dem Leben Jesu. Und das bleibt dasselbe, denn das kann und darf ich nicht ändern! Wenn Sie also die Mitgliederliste von Ihrem Förderer/in erhalten, tragen Sie bitte die neue Rosen-Nummer auf Ihrem Aufnahmezeugnis ein!

2)      Nachdem der Hl. Vater, Papst Johannes Paul II., fünf neue Geheimnisse aus dem Leben Jesu der Kirche geschenkt hat, werden in Zukunft nicht 15, sondern 20 Mitbeter „eine Rose“ bilden. Jenen, welche die neuen Geheimnisse erhalten, lege ich bei der Anmeldung einen sehr schönen und sinnvollen Text zum Nachdenken über die neuen 5 Geheimnisse bei.

3)      Leider haben sich auch im letzten Jahr viel weniger neue Mitbeter angemeldet als gestorben bzw. ausgetreten sind. Was mir Kopfzerbrechen macht, sind jene Mitbeter, die mir ihre Adressänderungen nicht angeben. Nicht selten sind darunter auch Förderer/innen, deren Adresse sich geändert hat und mir dies nicht mitgeteilt haben. Ihre Rose wurde aufgelöst. Da es teilweise immer dieselben sind, die den LEBENDIGEN ROSENKRANZ  auch finanziell unterstützen – und wir deshalb nicht „auf Rosen gebettet“ sind, bei über 5'000 Mitgliedern aber eine Menge Post wöchentlich zu erledigen ist, Drucksachen zu beschaffen sind etc…- kann und will ich es einfach nicht mehr, auch jene mit teueren Drucksachen zu bedienen, von denen ich seit mehr als 2 Jahren alle Post-Sendungen retour erhalte und in vielen Fällen ein recht teures Rücksende-Porto zu bezahlen habe!. Ich werde also ALLE DIESE MITGLIEDER von den Listen streichen. Man möge mich dann nach einigen Jahren nicht zur Rechenschaft ziehen, warum man nicht mehr auf den Listen aufgeführt wird!  

Gedanken zum Rosenkranz. Verwenden Sie das Folgende auch für Ihre Mitgliederwerbung!  Bitte werben Sie neue Mitglieder – soweit dies möglich ist.  

  1. Der Name des Gebetes: Rosen-Kranz

Dem seligen Alanus da Rupe werden die Worte zugeschrieben: „Der Rosenkranz  ist eine Krone der Glorie, geschliffen aus den Edelsteinen der Verdienste und dem Gold der Liebe der allerseligsten Jungfrau Maria.“

Hat die katholische Welt bis vor einiger Zeit in Verbindung mit dem Rosenkranz über den „Psalter“ gesprochen und ihn, wegen der 150 AVE MARIA in einer Parallelen zu den 150 Psalmen der hl. Schrift gesehen, so  muss wohl seit der Veröffentlichung des „Lichtreichen Rosenkranzes“ durch Papst Johannes Paul II. bei der Erklärung dieses Gebets der wohl ursprüngliche Name erneut in den Vordergrund treten.

In der Tat geht es hier um einen „Kranz von Rosen“, den wir der seligsten Jungfrau Maria täglich anbieten. Gleichwie unter allen Blumen die Rose die symbolträchtigste ist und wegen ihrer Schönheit, Vielfalt, glänzenden Farben und unüberbietlichem Duft einen besonderen Vorrang unter den Blumen geniesst, ebenso nimmt der heilige Rosenkranz unter allen Andachtsübungen  den ersten Platz ein, insbesondere wenn es um die Verehrung der Gottesmutter Maria geht.

Ein Rosenstock besteht

- aus jährlich neu spriessenden Zweigen – Sinnbild für den freudenreichen Rosenkranz;

- aus grünen Blättern – Sinnbild für den lichtreichen Rosenkranz;

- aus spitzen Dornen – Sinnbild für den schmerzhaften Rosenkranz

- und die herrlich duftenden Blüten stehen als Sinnbild für den glorreichen Rosenkranz.

Beim Lebendigen Rosenkranz spricht man deshalb von einer „ROSE“ oder einem „ROSENSTOCK“ und versteht darunter jeweils 20 Personen, von denen jeder täglich ein Geheimnis aus dem Leben Jesu betet beziehungsweise betrachtet.

 

In einem weiteren Vergleich könnten wir sagen:

- Das Kreuz des Rosenkranzes in unseren Händen ermahnt uns andauernd, dem Kreuze Christi – Ursprung unserer Erlösung – treu zu bleiben und mit dem hl. Apostel Paulus uns und jedem Menschen zuzurufen: „Wir aber verkünden Christus, den Gekreuzigten!“ (1 Kor 1,21);

- die 12 Thesen des Apostolischen Glaubensbekenntnisses, die wir beim Kreuz beten,  deuten auf die Verehrung Mariens durch die Apostel und zugleich auf unser eigenes „Ja“ zum Glauben und zur Erlösung hin;

- die 24 Vaterunser mit seinen sieben Aussagen lassen auf die Dankbarkeit des Betenden über die Erlösung und die sieben Gnadenströme der Sakramente schliessen;

- die 212 Ave Maria sind mit den unzähligen hell leuchtenden Sternen am Himmel vergleichbar, die wir in kindlicher Hingabe unserer himmlischen Mutter als einen Kranz von wohlduftenden Rosen darbringen, ihr, die von der Kirche in der lauretansichen Litanei als „geistige Rose“ – Rose mystica – angerufen wird.

 

  1. Der Lebendige Rosenkranz. Gründung in Lyon und Einführung in der Schweiz

Pauline-Marie Jaricot, die Gründerin des Lebendigen Rosenkranzes, wurde 1799 als Tochter armer Leute in Lyon geboren und ist daselbst 1862 im Ruf der Heiligkeit gestorben. Sie rief zwei große Werke ins Leben: „Das Werk der Glaubensverbreitung“ (1819) und „Den Lebendigen Rosenkranz“(1826). Mit beiden Werken verfolgte sie ein einziges Ziel: Die Verbreitung des katholischen Glaubens in den Missionen und die Erhaltung desselben in ihrer Heimat. Ihr erstes Werk wurde zum „Päpstlichen Missionswerk „MISSIO“ (1822 durch Papst Pius VII.), das zweite verbreitete sich weltweit als Gebetsgemeinschaft aus. Das von der Gründerin vorgegebene Ziel ist in beiden Werken erhalten geblieben. Bei ihrem Tod waren es allein in Frankreich über 2 Millionen eingeschriebene Mitglieder, die im Lebendigen Rosenkranz für die Verbreitung und Erhaltung des Glaubens beteten. Am 27. Januar 1832 approbierte Papst Gregor XVI. diese „neue Gebetsform“ des Rosenkranzes. Durch das „Breve“ des Immakularta-Papstes Pius IX. „Quod iure“ vom 17. August 1877 erhielt der Lebendige Rosenkranz „für alle künftigen Zeiten“ einen Generaldirektor in der Person des Generals des Dominikanerordens, der dann am 15. November1877 und am 5. Juni 1879 im Auftrag des Papstes eine Reihe organisatorischer Erlasse veröffentlichte, um die schon in mehreren Kontinenten verbreitete Gebetsgemeinschaft zu vereinheitlichen. Seither muss jede Neugründung über einen geistlichen Leiter („Director spiritualis“) verfügen, der seine Beauftragung durch den zuständigen Provinzial des Dominikanerordens erhält. Im Verlauf der Zeit entstanden weitere Rosenkranzgemeinschaften, so: „Rosenkranzkreuzzug des Dominikanerordens“ (1939); „Familienrosenkranz“ (1942); der in Europa nebst dem Lebendigen Rosenkranz wohl bekannteste „Sühnerosenkranz um den Frieden in der Welt (Wien 1949) und einige Rosenkranzbruderschaften.

Die „Gebetsgemeinschaft Lebendiger Rosenkranz Schweiz“ ist vorschriftsgemäß vom Provinzial des Dominikanerordens der Schweiz am 25. März 1989 errichtet worden. Ein Jahr danach waren es fast 100, heute  sind es rund 360 „Rosen“! Nach Einsicht sämtlicher Unterlagen der neu gegründeten Gebetsgemeinschaft schrieb der Provinzial der Schweizer Dominikaner mit Sitz in Zürich in seiner Errichtungsurkunde an den geistlichen Leiter: „Gerne erteile ich Ihnen hiermit die Erlaubnis zur Installierung des Lebendigen Rosenkranzes in der Schweiz und beauftrage Sie zu dessen ‚geistlichen Direktor‘. Die Generalkapitel unseres Ordens haben in den letzten Jahren immer wieder auf die Bedeutung des Rosenkranzes als eine Form der Predigt und des Gebetsapstolats hingewiesen. In diesem Sinne möchte ich Ihnen für Ihren unermüdlichen Einsatz danken.“

Im Herbst 1997 hat der Diözesanbischof von Basel, Dr. Kurt Koch, die Unterlagen wohlwollend geprüft und als „Gebetsgemeinschaft Lebendiger Rosenkranz“ in das Verzeichnis der diözesanen Vereine und Gemeinschaften aufgenommen! Unsere Gebetsgemeinschaft wird seither im Diözesanverzeichnis aller sechs Schweizer Bistümer  aufgeführt.

Sind auch Sie davon überzeugt, dass nur das Gebet dem Glaubens- und Sittenzerfall in unserer Heimat Einhalt gebieten kann? Sind Sie bereit, täglich ein Geheimnis aus dem Rosenkranz zu beten? Melden Sie sich zu unserer Gebetsgemeinschaft schriftlich an. Schicken Sie Ihre Anmeldung an den geistlichen Leiter mit Ihrer genauen Adresse

 

3.       Kurzinformationen über unsere Gebetsgemeinschaft

In ein paar Worten soll die Funktionsweise des Lebendigen Rosenkranzes erklärt werden.

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 Eine „ROSE“ besteht aus 20 Mitbetern (Mitgliedern), entsprechend den 20 Geheimnissen der vier Rosenkränze. Das einzelne Mitglied einer „Rose“ betet täglich nur ein Rosenkranzgeheimnis, gemeinsam jedoch beten sie täglich den ganzen und vollständigen Rosenkranz, das heisst alle 20 Geheimnisse.

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 Jede Rose hat einen Förderer oder eine Förderin, die täglich stellvertretend für alle 20, das heißt im Namen „ihrer Rose“, das apostolische Glaubensbekenntnis beim Kreuz und bei den ersten drei Perlen um Glaube, Hoffnung und göttliche Liebe beten. Die Mitglieder des Lebendigen Rosenkranzes dürfen sich – obwohl sie täglich nur ein Geheimnis beten - anhand der von den Päpsten diesem Gebet verliehenen Privilegien, eines ganzen und vollständigen Rosenkranzes, das heißt der Gnaden aller vier Rosenkränze, erfreuen. Nicht zuletzt sei bemerkt, dass die Kirche den Mitgliedern des Lebendigen Rosenkranzes eine Anzahl von Möglichkeiten bietet, den vollkommenen Ablass zu gewinnen. Diese sind auf dem Aufnehmezeugnis angegeben.

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 Und nun das Wichtigste, was diese Gebetsform vor allen anderen auszeichnet: Der Lebendige Rosenkranz geht einen Schritt über das nur Beten des Rosenkranzes hinaus: Wir stellen uns ein Leben lang ganz und vorbehaltlos unter das „Geheimnis aus dem Leben Jesu“, das uns im Heiligen Geiste zugeteilt wurde und deuten alles, was uns freut oder was wir ertragen müssen, im Lichte und im Sinne dieses Geheimnisses. So entsteht mit der Zeit ein lebendiger Austausch zwischen dem Beter und „seinem Geheimnis aus dem Leben Jesu“; indem wir immer mehr in das geheimnisvolle Erdenleben Jesu eindringen, versuchen wir, unser eigenes Leben zu verstehen. Das Leben Jesu war für uns Menschen etwas Geheimnisvolles; wir werden es hier auf Erden nie verstehen können. An diesem geheimnisvollen Leben nehmen wir durch „unser persönliches Geheimnis“ aktiv teil. Wie die Apostel, denen es gegeben war, das geheimnisvolle Leben Jesu auf Erden zu begleiten, so soll „unser Geheimnis“ unser Leben begleiten und uns zu Aposteln unserer Zeit für unseren göttlichen Erlöser Jesus Christus machen!

Wer schon täglich den Rosenkranz betet, sollte jetzt den nächsten Schritt wagen, was darin besteht, dass wir das geheimnisvolle Leben Jesu in den eigenen Alltag mit einbeziehen! Die Kürze dieser Form des Rosenkranzes trägt dazu bei, die Familie im Gebet zu einen und zu umschließen. Daher können auch schon Kleinkinder angemeldet werden, wenn die Eltern (in Gegenwart des Kindes) das Gesätz stellvertretend für das Kind beten. So wächst Ihr Kind schon früh in „sein“ Gebet hinein!

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 Zurzeit sind es rund 5'500 Personen, die in unserer Gebetsgemeinschaft täglich füreinander beten. Jeder betet für jeden – und natürlich für sich selbst. Ihre Freude, Ihr Leid ist täglich in eine große Beterschar eingebettet. Der geistliche Leiter zelebriert jeden Samstag das heilige Messopfer für alle lebenden und verstorbenen Mitglieder und sendet allen Mitgliedern durch die Vermittlung der Schutzengel täglich den priesterlichen Segen.

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Mit unserer Gebetsgemeinschaft wollen wir ein nationenumgreifendes Netz des Gebetes für die Gottesmutter aufbauen. Wir sind kein Verein und haben auch keine Vereinskasse oder Statuten. Unsere „Jahresversammlungen“ sind die Gebetsnachmittage. Diese bestehen aus Anbetung vor dem Allerheiligsten, Beichtgelegenheit und Rosenkranzgebet sowie zum Abschluss dem sakramentalen Segen. Wir sind der Botschaft von Fatima, der Treue zur Römisch Katholischen Kirche und ihrer rechtmässigen Hierarchie, sowie der christlichen Lehre, wie sie in den Dogmen verankert ist, verpflichtet. Unser besonderes Gebet gilt jederzeit dem Heiligen Vater!

 

  1. Schlusswort

Ich möchte mit einem Wort des 33-Tage Papstes Johannes Paul I. schliessen, der sich dagegen wendet, der Rosenkranz sei ein „armselig langweiliges Gebet“.

„Langweiliges Gebet?“, schreibt der Papst, und fährt fort: „Kommt darauf an. Vielmehr kann es dagegen ein Gebet voller Freude und Frohsinn sein. Wenn man sich darauf versteht, wird der Rosenkranz zu einem Blick auf Maria; einem Blick, der immer intensiver wird, je weiter man voranschreitet. Er kann auch zu einem Refrain werden, der aus dem Herzen sprudelt, der die Seele wie ein Lied hinschmelzen lässt...“ In einer Zeit, so Papst Johannes Paul I., in der „das Lesen der Bibel nur als akademisches Studium geschätzt wird, sind die meditierten Geheimnisse des Rosenkranzes das Herz der Bibel, werden zu deren geistlichem Saft und Blut...

Der Rosenkranz – ein armes Gebet? Und was soll dann das reiche Gebet sein? -  Der Rosenkranz ist eine Reihe von Vaterunser, ein von Jesus gelehrtes Gebet, von Ave Maria, der Gruß Gottes an die Jungfrau Maria durch den Engel, von Gloria Patri, ein Lob der Heiligsten Dreifaltigkeit. Oder soll ich vielleicht noch mit anderen theologischen Austüftelungen fortfahren? Doch die wären wenig geeignet für die Armen, die Alten, die Demütigen, die Einfachen, die Leidenden. Der Rosenkranz drückt den Glauben aus ohne falsche Probleme, ohne Gekünsteltes, ohne Wortspiele und er hilft bei der Hingabe an Gott, in der großzügigen Annahme des Schmerzes.“

(Aus: Albino Luciani – Papst Johannes Paul I., Opera omnia VI Bd)

 

AVE MARIA!

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GEBETSNACHMITTAGE organiseren

Förderer/innen organisieren dieses Gebetstreffen. Spätestens bis zum Jahresende sollte der geistliche Leiter über das Vorhaben informiert werden. Jeder Förderer/in hat das Recht, vom geistlichen Leiter die Namen der Förderer/innen aus der Umgebung anzufordern, damit die Mitglieder der Umgebung rechtzeitig informiert werden können. Unterlagen erhalten alle, die ein Gebetstreffen organisieren, vom geistl. Leiter.

Der Ablauf 

14.00    Aussetzung des Allerheiligsten. Kurze eucharistische Anbetung. Zwei Rosenkränze je nach der Zeit des Kirchenjahres (einer davon ist der LICHTREICHE ROSENKRANZ). Inzwischen Beichtgelegenheit

15.15    Hl. Messe mit Predigt und  MARIENWEIHE (Weihegebet vom Aufnahmezeugnis. Bitte mitbringen!)

Nach der hl. Messe: Wir legen uns und die Menschheit in die barmherzigen Hände Gottes

- Litanei zum Kostbaren Blut Christi (vom sel. Papst Johannes XXIII.)

- Barmherzigkeitsrosenkranz

- Eucharistischer Schluss-Segen.

Falls vorhanden: Gemütliches Beisammensein in einem Saal bei der Kirche, um sich kennen zu lernen und Gedanken auszutauschen.

"Das Evangelium ruft euch auf, jene ursprüngliche Einheit der Menschheitsfamilie wiederherzustellen, die in Gott, Vater, Sohn und Heiligem Geist, ihre Quelle hat. (Papst Johannes Paul II. in seiner Neujahrsansprache, 1. Januar 2001)
"Zu Beginn des neuen Jahrtausends, während das Große Jubiläum zu Ende geht, in dem wir die
zweitausend Jahre zurückliegende Geburt Jesu gefeiert haben, und sich für die Kirche ein neuer
Wegabschnitt eröffnet, hallen in unserem Herzen die Worte wider, mit denen einst Jesus, nachdem er vom Boot des Simon aus zur Volksmenge gesprochen hatte, den Apostel aufforderte, zum Fischen auf den See hinauszufahren: »Duc in altum!« (Lk 5,4). Petrus und die ersten Gefährten vertrauten dem Wort Christi und warfen ihre Netze aus. »Das taten sie und fingen eine große Menge Fische« (Lk 5,6). »Duc in altum!«. Dieses Wort erklingt heute für uns und lädt uns ein, dankbar der Vergangenheit zu gedenken, leidenschaftlich die Gegenwart zu leben und uns vertrauensvoll der Zukunft zu öffnen: »Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit«" (Hebr 13,8)
. (Papst Johannes Paul II.: Apostolisches Schreiben "Novo millennio ineunte" - "Zum Beginn des neuen Jahrtausends" - an die Bischöfe, den Klerus, die Ordensleute und an die Gläubigen).

 "Duc in altum - "Wirf dein Netz in die Tiefe aus!"  Diese Worte des Hl. Vaters gilt es in diesem Jahr zu beherzigen. Gebe Gott, dass mit dem alten Jahrtausend auch die Zeit der Oberflächlichkeit im Glauben ihr Ende gefunden hat. In unseren Gebetsnachmittagen wollen wir den Ruf des Heiligen Vaters ernst nehmen: "Duc in altum!" - Gehe in die Tiefe!

 

Zu unseren Gebetsnachmittagen sind alle, auch Nichtmitglieder, herzlich eingeladen!

"Mutter, du kennst die Leiden und Hoffnungen der Kirche und der Welt. Steh deinen Söhnen und Töchtern in den Prüfungen bei, die der Lebensalltag für jeden bereithält. Gib, daß dank des gemeinsamen Bemühens aller, die Finsternis nicht über das Licht siegt!

Dir, MORGENRÖTE DER ERLÖSUNG

vertrauen wir unseren Weg ins neue Jahrtausend an, damit alle Menschen unter deiner Führung Christus finden, das Licht der Welt und den einzigen Erlöser, der herrscht mit dem Vater und dem Heiligen Geist in Ewigkeit. Amen." (Papst Johannes Paul II. bei der Weltweihe, Rom am 8. Oktober 2000).

"Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren!" (Fatima 1917)

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Anmeldung zum LEBENDIGEN ROSENKRANZ

Ich melde mich an zum LEBENDIGEN ROSENKRANZ. Ich bin davon überzeugt, dass nur das gemeinsame Gebet dem Glaubens- und Sittenzerfall in unserer Heimat Einhalt gebieten kann. Ich verpflichte mich, täglich ein Geheimnis aus dem Rosenkranz zu beten. Wenn ich den Rosenkranz am selben Tag schon bete, in dem auch mein Geheimnis enthalten ist, muss ich das mir im Heiligen Geist zugeloste "Geheimnis aus dem Leben Jesu" an diesem Tag nicht noch einmal beten.

Hier anmelden

Bitte genaue Angaben von Namen, Strasse, LAND, Postleitzahl und Ort. Bitte keine Abkürzungen in Namen und Vornamen! Danke!

Bitte nicht zweimal anmelden! DANKE!

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MESS-INTENTIONEN

MERKBLATT

Es werden gerne und dankbar Mess-Intentionen entgegen genommen. Ich garantiere für die pünktliche und schnelle Zelebration derselben. Sollte ich selber nicht alle bestellten hl. Messen lesen können, gebe ich sie an mir bekannte und gute Priester im ehem. Ostblock auf schnellstem Wege weiter. Die Priester dort sind sehr dankbar für diese Hilfe, haben doch so manche Priester nur einen Monatsgehalt, der etwa 20 Mess-Intentionen entspricht!

Als Stipendium (Beitrag zur Mess-Intention) gilt folgende Regelung:

1) Einzelne hl. Messen auf verschiedene Meinungen, die nicht an aufeinander folgenden Tagen zelebriert werden, für Lebende oder Verstorbene: à Fr 10.- / € 7.-

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Hinweis zu den 6 Leidensmessen:

Der unendliche Verdienst der hl. Messen wird für Lebende und Verstorbene zelebriert: Zu Gottes höchstem Lob, zu Seiner Ehre, zur Danksagung für die Erlösung durch Jesus Christus und für die Armenseelen in Fegfeuer.

 Die hl. Messen werden in folgender Reihenfolge und Meinung vom Priester gelesen:

Die 1. hl. Messe: Zu Ehren der Gefangennahme unseres unschuldigen Herrn Jesus Christus. Die Seele des Lebenden (wenn die hl. Messe für Lebende aufgeopfert wird) möge von ihrem sündhaften Weg, in dem sie gefangen ist, befreit werden. Die Seele des Verstorbenen (wenn für Verstorbene die hl. Messe aufgeopfert wird)  möge von der schmerzlichen Pein des Fegfeuers erlöst werden.

2) Zu Ehren des ungerechten Gerichts, welches unser Herr Jesus Christus über sich hat ergehen lassen. Die Seele des Lebenden (wenn die hl. Messe für Lebende aufgeopfert wird) möge den Weg zur hl. Beichte - dem Gericht Gottes über die Sünden - hinfinden. Die Seele des Verstorbenen (wenn für Verstorbene die hl. Messe aufgeopfert wird)  möge vor dem strengen Gericht Gottes von der Verdammnis bewahrt bleiben.

3) Zu Ehren der demütigenden Verspottung unseres Herrn Jesus Christus, die er in seinem Leben und ganz besonders in seinem schmerzhaften Leiden und in der Kreuzigung für uns erduldet hat.  Die Seele des Lebenden (wenn die hl. Messe für Lebende aufgeopfert wird) möge den Weg der Umkehr und der Treu zum Erlöser finden. Die Seele des Verstorbenen (wenn für Verstorbene die hl. Messe aufgeopfert wird)  möge von allen Sündenstrafen, die sie im Fegfeuer abbüsst, erlöst werden.

4) Zu Ehren der heiligen Wunden unseres Herrn Jesus Christus und des Elends seines Todes am Stamm des Kreuzes.  Die Seele des Lebenden (wenn die hl. Messe für Lebende aufgeopfert wird) möge von den Wunden, welche die Todsünde der unsterblichen Seele geschlagen hat, sich befreien können. Die Seele des Verstorbenen (wenn für Verstorbene die hl. Messe aufgeopfert wird)  möge von allen tödlichen Wunden der grossen Sünden und der verdienten Strafe in der Ewigkeit freigesprochen werden.

5) Zu Ehren des Begräbnisses unseres Herrn Jesus Christus und die grosse Trauer der Gottesmutter Maria, welche sie dabei empfunden hat.  Die Seele des Lebenden (wenn die hl. Messe für Lebende aufgeopfert wird) möge ihren bisherigen sündhaften Weg der unendlichen Göttlichen Barmherzigkeit anvertrauen können.  Die Seele des Verstorbenen (wenn für Verstorbene die hl. Messe aufgeopfert wird)  möge von den auf Erden begangenen Sünden und Missetaten in die unendliche Barmherzigkeit Gottes begraben und so von der verdienten Strafe erlöst werden.

6) Zu Ehren der glorreichen Auferstehung und Himmelfahrt unseres Herrn Jesus Christus.  Die Seele des Lebenden (wenn die hl. Messe für Lebende aufgeopfert wird) möge aus dem Schatten der Sünde heraustreten und ihre Augen auf die ewige Seeligkeit richten können, damit sie bei der "Auferstehung der Toten" einst vom Richter auf die Seite der Erlösten gerufen werde. Die Seele des Verstorbenen (wenn für Verstorbene die hl. Messe aufgeopfert wird)  möge durch Gottes unendliche barmherzige Liebe aus dem Schatten des Todes  und der Läuterung ins ewige Licht des Himmels geführt, und bei der Auferstehung den Erlösten zugezählt werden.

>>> Es ist von grossem Nutzen für die Seele in der Todesstunde, wenn ein Mensch diese sechs hl. Messen schon zu Lebzeiten für sich selbst zelebrieren lässt <<<

2) Die 6 Leidensmessen: Sechs hl. Messen, die an sechs aufeinander folgenden Tagen zu Ehren des bitteren Leidens Jesu zelebriert werden: Fr 60.- / € 42.- Diese hl. Messen können aufgeopfert werden:

- für Lebende

-  für die Armen Seelen im Fegefeuer 

- für Verstorbene 

- für eine gute Todesstunde

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3) Eine Mess-Novene. Neun hl. Messen an neun aufeinander folgenden Tagen, aufgeopfert für eine oder mehrere verschiedene Meinungen (für Lebende oder Verstorbene): Fr 100..- / € 65.-

4) Der gregorianische Mess-Zyklus" besteht aus 30 hl. Messen an 30 aufeinander folgenden Tagen und wird für die Armen Seelen (oder für namentlich bestimmte Verstorbene - auch mehrere -) aufgeopfert. Fr 350.- / € 235.-

Bitte geben Sie auf der Überweisung an, welche Art der hl. Messen Sie wünschen und auf welche Meinung! Danke!

Konten Inland/Ausland auf Anfrage per Post oder eMail (<-anklicken)

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Die Aufgabe der Förderer/innen

Wenn Sie bei der Anmeldung Ihre Bereitschaft kundtun, falls notwendig, auch das Amt der Förderer/innen zu übernehmen, dann erhalten Sie mit den Unterlagen zu Ihrem Aufnahmezeugnis folgenden Ernennungsbrief, aus dem Sie ersehen können, welche Aufgabe Sie zu verrichten haben.

Gerne möchte ich Sie bitten, die

ERNENNUNG ZUM FÖRDERER DER ROSE Nr....

anzunehmen.

Ich danke Ihnen für Ihre Bereitschaft, zum Kreis meiner engeren Mitarbeiter zu gehören!

Hier ein kleiner Hinweis auf Ihre Aufgaben als FÖRDERER/IN:

1) Sie beten zusätzlich zu Ihrem Geheimnis täglich noch die Einleitung zum Rosenkranz, das heißt: beim Kreuz das Glaubensbekenntnis und dann um Glaube – Hoffnung – göttliche Liebe stellvertretend für alle Mitglieder Ihrer Rose.

2) Sie erhalten einmal im Jahr (ausnahmsweise könnte es auch ein weiteres Mal sein), in der Regel im Herbst, einen Rundbrief von mir, den Sie dann an die Mitglieder Ihrer ROSE weiterleiten.

3) Es steht Ihnen jederzeit frei, die Adressen der anderen Förderer oder Mitbeter Ihrer Umgebung bei mir anzufordern, besonders wenn Sie z. B. gemeinsam ein Gebetstreffen des

LEBENDIGEN ROSENKRANZES in Ihrer Pfarrkirche oder in der Umgebung organisieren möchten.

PS. Die Mitgliederliste "Ihrer Rose" ist nur für Sie bestimmt!

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OKTOBER-RUNDBRIEF 2003

Liebe Mitbeterinnen, liebe Mitbeter!

Das JAHR DES ROSENKRANZES neigt sich seinem Ende zu. Der Heilige Vater hat den Gläubigen einen neuen Rosenkranz – den „Lichtreichen Rosenkranz" – geschenkt und damit mehr als eindeutig gezeigt, was bzw. wen er mit seinem Wahlspruch: Totus tuus – Ganz Dein! meint. Am 16. Oktober wird er sein Jubiläum feiern – und der ganze Erdkreis mit ihm. Weltweit sind Tausende Priester einem Aufruf aus England gefolgt und werden am 16. Oktober die hl. Messe für den Papst aufopfern. Machen auch Sie mit: Gehen Sie an diesem Tag, wenn immer nur möglich, zur hl. Messe und opfern Sie die hl. Kommunion für den Heiligen Vater auf. Und ... vielleicht liegt auch noch ein Rosenkranz drinnen.... Sagen auch Sie mit der Überzeugung des Hl. Vaters: Totus tuus!

Seit dem 31. Mai 2002 sind die Botschaften der FRAU ALLER VÖLKER von Amsterdam von der Kirche offiziell als echte prophetische Botschaften anerkannt. Im Zusammenhang mit dem Jubiläumsfest des Papstes möchte ich aus der 38. Botschaft (gegeben am 31. Dezember 1951!!!) zitieren, weil sie an den Hl. Vater gerichtet ist: „Ich zeige dir, was geschehen wird. Durch furchtbaren Kampf und schreckliches Unheil wird die Welt – jene, die sich vom dreifaltigen Gott abgewendet haben, - zur Kirche zurückkommen. Darum sage ich nochmals: Rom, ergreife deine Chance! Sei großzügig und handle nur mit Liebe! Liebe kann diese zerrüttete Welt retten. Bringe alle Völker zurück zu ihrem Schöpfer! Lehre sie, wie einfach es ist, den Schöpfer zu erkennen! Die Menschen sollen ihren Nächsten behandeln wie sich selbst. Eine einfachere Lehre gibt es nicht. Diese zwei Dinge halte ein jeder fest, und ihr werdet die Kirche von Rom fest in euren Händen haben. Einfach glauben, das kann den Menschen Rettung bringen."

Eine Frage zum Überlegen: Ist der Hl. Vater wohl im Auftrag der FRAU ALLER VÖLKER zu fast allen Völkern der Erde gepilgert...? Ich kann jedem ganz herzlich empfehlen, das Buch: „Die Botschaften der Frau aller Völker" zu lesen! (Miriam-Verlag, Brühlweg 1, D-79798 Jestetten).

 

1. Drei Dinge möchte ich erwähnen, die ebenfalls zum Nachdenken Anlass geben:

a) Im August hat der Staatspräsident von Haiti den Voodoo-(lies: Wuuduu)Kult zur Staatsreligion erhoben. In Haiti sind über 80% der Bürger römisch katholisch. Voodoo aber ist ein Teufelskult. Sofort nach der Anerkennung durch den Staatspräsidenten weihten die Voodoo-Priester ihr Land dem Satan (schon zum zweiten Mal!).

Das Traurige: Der Staatspräsident ist ein (ausgetretener) ehemaliger katholischer Priester! Beten wir für diese armen Menschen – und für ihre Führung!

b) Der Rat der evangelischen Kirche in Deutschland hat Leitlinien zum Verhältnis mit anderen Religionen festgelegt. Wörtlich heißt es: „Wechselseitige Achtung und Teilhabe an der religiösen Praxis sind zwei Paar Schuhe. Die Idee einer Ökumene der Religionen, vergleichbar der Ökumene zwischen den christlichen Konfessionen, ist ein Irrweg." Das Papier unterscheidet zwischen christlichem Glauben einerseits sowie nichtchristlichen (heidnischen) Religionen, z.B. Buddhismus, und nichtchristlichen EinGott-Religionen (z.B. Islam) andererseits.

Ein mutiges Wort! Von unseren „christlichen Politikern" wird auf ein solches Papier noch gewartet, derweil sich z.B. Moscheen einseitig nur in den christlichen Ländern vermehren und zum Mord an Christen in muslimischen Ländern aufgerufen wird... Beten wir für die verfolgten Christen!

c) Die reformierte Kirche in der Schweiz steuert einen Kurs, der das Ende des ökumenischen Dialogs mit der katholischen Kirche bedeuten könnte. Die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn planen Segnungsfeiern statt Taufen, gelockerte Bestimmungen bei den Sonntagsgottesdiensten und Trauungen außerhalb der Kirche. Ihre Kirchenordnung stammt aus dem Jahr 1990. Schon nach 13 Jahren scheint eine Teilrevision nötig zu sein. Sie wird damit begründet, dass sich das Verständnis des Gottesdienstes und der kirchlichen Handlungen sowie die theologischen Anschauungen geändert haben. Segensfeiern statt Taufe soll es für jene Eltern geben, die ihre Kinder nicht taufen lassen wollen mit dem Argument, ihnen die Entscheidung für einen Beitritt zur Kirche selbst zu überlassen. Immer mehr Pfarrerinnen und Pfarrer seien bereit, Kindersegnungen zu vollziehen, schreibt der Synodalrat in der Begründung des Antrags. Theologisch sei gegen Kindersegnungen nichts einzuwenden. Weiters sollen Trauungen künftig nicht mehr strikt an Gotteshäuser gebunden sein. Sie können außerhalb der Kirche, jedoch "in einem würdigen Rahmen" stattfinden. Im reformierten Verständnis sei auch die Natur ein "kirchlicher Raum".

Hoffentlich ist sich die ref. Kirche in der Schweiz dessen bewusst, was sie hier tut! Kein theologischer Einwand??? Wer nicht getauft ist, ist kein Christ! Mit Heiden aber ist eine christliche Ökumene unmöglich (siehe Punkt b. – und das sagen evangelische Protestanten!). Werden wir langsam wach!

2. Ich lege jedem Mitglied des LEBENDIGEN ROSENKRANZES das Quartalsheft SCHWEIZER FATIMA-BOTE bei (bei mehreren Personen aus einer Familie wird der Rundbrief nur an eine Person geschickt!). Betrachten Sie die Zeitung als ein Geschenk von mir. Wenn Sie das Quartalsheft im Abo beziehen, dann haben Sie schon ein Exemplar erhalten. Bitte reichen Sie das hier beigelegte Exemplar weiter – statt an mich zurück zu schicken! DANKE!

3. Die Entwicklung war in diesem Jahr nicht so erfreulich. Leider sind viel mehr Personen „in das Reich des Vaters" heimgeholt worden, als wir Neuanmeldungen hatten. Zur Zeit fehlen etwa 170 Personen, was zur Folge hat, dass sehr viele ROSEN (= 15 Beter) nicht vollständig sind. Zusätzlich fehlen bei 14 schweizer, 2 österreichischen und 1 deutschen ROSE die Förderer. Daher bin ich gezwungen, mit einem großen Arbeitsaufwand Rosen aufzulösen – vornehmlich jene ohne Förderer/in - und die Mitglieder auf die unvollständigen Rosen aufzuteilen. Ich bitte schon jetzt alle Mitbeter/innen um großes Verständnis für diese Maßnahme! DANKE! Bitte vergessen Sie nicht, dass ich dafür sorgen muss, dass alle Rosen immer vollständig sind, damit die Beter in den Genuss der von den Päpsten dem LEBENDIGEN ROSENKRANZ verliehenen Gnaden und Privilegien kommen!

Der Ablauf ist folgender: Wenn ich mit den nötigen Umverteilungen fertig bin, sende ich an alle Förderer/innen eine neue Mitgliederliste mit der Bitte, die Mitbeter darüber zu informieren und, falls nötig, die ROSEN-Nr. auf dem Aufnahmezeugnis zu korrigieren! Um den Förderern/innen nicht zuviel zuzumuten, habe ich mich entschlossen, diesen Rundbrief an alle Mitglieder direkt zu senden – und die Mitteilung über die neuen Mitgliederlisten den Förderern/innen zu überlassen (sonst hätten sie in diesem Herbst zweimal Post versenden müssen... Dass unsere Spendenkasse durch den Versand dieses Rundbriefes wiederum um gute 6.000.- CH-Franken belastet wird, möchte ich nur am Rande erwähnen). Ich weiß nur zu gut, dass sehr viele Förderer/innen auch diesen Versand übernommen hätten – aber nicht alle! Wenn ich heute Tausende Briefe versende, dann tue ich schließlich nichts anderes, als meine Pflicht, die ich mit der Gründung des LEBENDIGEN ROSENKRANZES in der Schweiz – gerne – übernommen habe!

 

4. Zwei Dinge, die ich immer erwähnte, muss ich auch in diesem Rundbrief hervorheben:

a) Der jährliche Rundbrief ist dringend notwendig für den Fortbestand unserer großartigen Gebetsgemeinschaft! Unterliesse ich dies, gingen mir sehr viele Adressen verloren. Leider vergessen viele Mitbeter bei einem Wohnungswechsel, auch mir die neue Adresse anzugeben. Bei geschätzten 200 Adressänderungen pro Jahr kann man sich leicht vorstellen, wann die ROSEN aufgelöst werden müssten. Daher meine Bitte: Melden Sie bitte Ihren Wohnortwechsel auch mir.

b) Im letzten Jahr musste ich etwa 40 Personen streichen, weil seit mehr als drei Jahren der Rundbrief mit dem Vermerk: „verzogen" zurückkam. Da die Post alle Briefe ein Jahr lang nachsendet (bei entsprechendem Auftrag), erhalte ich in den meisten Fällen durch eben diese Rücksendungen die neue Adresse. Würde der Oktober-Brief ausfallen, gingen mir wertvolle Mitbeter-Adressen verloren. Mitbeter, von denen ich mehr als drei Jahre lang Rücksendungen erhalte, muss ich leider streichen! (Leben sie noch? Beten sie noch? Wollen sie noch mitbeten?....). Darum: Wenn Sie länger als ein Jahr lang nichts von mir hören – dann sollten Sie bei mir nachfragen. DANKE!

Da ich für verstorbene Mitglieder jeweils eine hl. Messe lese, sobald ich die Todesnachricht erfahre, müsste ich auch deren Namen erhalten. Bitte vergessen Sie nicht, heimgegangene Mitbeter zu melden! DANKE! Für die lebenden und verstorbenen Mitbeter zelebriere ich nach wie vor jeden Samstag eine hl. Messe und sende Ihnen durch die Vermittlung des Schutzengels täglich – nicht selten mit dem Altarsakrament nach der hl. Messe – den priesterlichen Segen.

Schließen Sie sich bewusst in hl. Messe und Segen mit ein. Ich bete für Sie und lege Ihre Sorge – aber auch Ihre Freude, Ihren Glauben und Ihre Zweifel, Ihr Leid und Ihre Krankheit – gerne auf die Patene beim hl. Messopfer, um sie unserem Herrn Jesus zu übergeben!

 

5. Bitte beten Sie das Weihegebet von Ihrem Aufnahmezeugnis jeden Samstag. Wenn dies alle tun, sind alle (etwa 5.500) Mitbeter wunderbar im Gebet verbunden und bereiten durch die Wiederholung unserer Hingabe der Gottesmutter sicher eine grosse Freude!

Tragen Sie eine geweihte Marienmedaille. Falls Sie welche benötigen: Ich schicke Ihnen eine gesegnete „Wundertätige Medaille" postwendend zu! Vergessen Sie die Marienweihe nicht! Sie wird immer notwendiger. Einen Vorschlag zur Marienweihe haben Sie mit der Anmeldung erhalten. Sie können jedoch denselben erneut bei mir anfordern!

6. Der Hl. Vater hat die Familie als „eine Hauskirche" bezeichnet. Bei einer Scheidungsrate von über 35%, bei der riesigen Zahl der Waisenkinder und – was das Schlimmste ist – bei den Hunderttausenden von Abtreibungen liegt es nahe, dass die Mitbeter im LEBENDIGEN ROSENKRANZ probieren, aus ihrer Familie eine Hauskirche zu machen. Zu diesem Zweck habe ich Unterlagen erarbeitet. Sie können mit weiteren 2-3 Familien etwa 1-2 mal monatlich in einem Haus abwechselnd zusammenkommen, wobei wenigstens alle Kinder bzw. erwachsenen Personen dieses Hauses dabei sein sollten. Laden Sie dazu auch Familien ein, die nicht im LEBENDIGEN ROSENKRANZ mitbeten! Vielleicht wäre die Adventszeit oder die Fastenzeit 2004 geeignet, damit zu beginnen, allerdings, dann wöchentlich. Die Gestaltung sollte sehr locker aber von tiefem Glauben geprägt sein. In den von mir ausgearbeiteten Unterlagen ist ein kurzer Teil für Erwachsene und Kleinkinder zusammen sowie ein anschließender Teil nur für Erwachsene bzw. Jugendliche. (Die Kleinkinder können dann im Nebenzimmer spielen). Das ganze sollte nicht länger als etwa eine Stunde dauern. Natürlich kann man diese „Hauskirche" auch ohne Gäste, also in der eigenen Familie abhalten. Wenn Sie damit beginnen wollen, lassen Sie es mich wissen und ich schicke Ihnen Unterlagen für 2-3 „Hauskirche-Abende".

7. MESSINTENTIONEN nehme ich gerne an. Immer wieder werde ich nach  den sog. „sechs hl. Messen zum Leiden Jesu" oder nach den „Gregorianischen hl. Messen" gefragt. Ebenso nehme ich gerne auch andere, einzelne hl. Messen entgegen. Mess-Intentionen, die ich persönlich nicht zelebrieren kann, leite ich an bedürftige Priester in Rumänien weiter. (Rumänien ist im europäischen Vergleich - was Gehälter anbelangt - laut einer Statistik der EU vom Juli 2003 das letzte Land in Europa, wobei die Schweiz, nach dieser Statistik, das erste ist!). In Rumänien hungert und friert man noch immer! Der Monatsagehalt eines Pfarrers kommt kaum über 150-200 Franken (100 bis 125 Euro) hinaus. Die Messintentionen sind eine sehr wirkungsvolle Hilfe für Priester. Ich garantiere die pünktliche und schnelle Zelebration der bestellten hl. Messen durch gute – wenn auch arme - Priester.

 

8. Bitte werben Sie Mitglieder für den LEBENDIGEN ROSNEKRANZ! Auf der Rückseite sind zwei Anmeldeformulare, die Sie entweder weitergeben oder fotokopieren können Nach wie vor nehme ich nur Anmeldungen an, die persönlich unterschrieben sind.

Bitte halten Sie dem Rosenkranz die Treue!! Bitte bleiben Sie als Marienkind der Gottesmutter treu!

Sagen auch Sie öfters mit dem Heiligen Vater: TOTUS TUUS! – Ganz Dein, MUTTER!

 

Dankend für Ihre Treue zur Gottesmutter, die in Fatima verlangt hat: „Betet täglich den Rosenkranz um den Frieden in der Welt zu erlangen!"

sende ich Ihnen und Ihren Lieben gerne einen frohen Gruß und den priesterlichen Segen!

 

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Höhen und Tiefen einer heldenhaften Frau

 

Der Weitblick von Pauline Jaricot, der Gründerin des Lebendigen Rosenkranzes

 

Pauline Marie Jaricot, die 1799 als Tochter eines Seidenfabrikanten in Lyon geboren wurde und 1862 dort im Ruf der Heiligkeit gestorben ist, war ihrer Zeit weit voraus. Wenn wir die Gründung des Lebendigen Rosenkranzes verstehen wollen, müssen wir beachten, dass ihr das Werk der Glaubensverbreitung. vorausgegangen war.

 

Das Werk der Glaubensverbreitung

Pauline wollte ihrem Bruder helfen, der Missionar werden wollte. Sie hatte gehört, dass in England gläubige Christen wöchentlich einen kleinen Geldbetrag für die Mission opferten. Es war die bahnbrechende Idee von Pauline Jaricot, das Einsammeln des Gel- des zu organisieren. Sie hat Helfer gesucht und gefunden, die das wöchentliche Geldopfer von den Spendern abholten. jeder Helfer betreute zehn Teilnehmer dieser Aktion. Zehn Helfer gaben das Geld weiter an einen, der für tausend Mitglieder zuständig war. Nach drei Jahren ist Pauline aus diesem Werk ausgeschieden und hat sich zurückgezogen. Aber ihr Werk dauert bis heute fort im päpstlichen Werk der Glaubensverbreitung. Nur wenige wissen, dass das heutige Missionswerk - Missio - auf Pauline Jaricot zurückgeht.

 

Der Lebendige Rosenkranz

Der glühende religiöse Eifer hat Pauline bald wieder zu einer neuen Aufgabe angeregt. Die Gottlosigkeit vieler Menschen nach der Französischen Revolution brannte Pauline auf der Seele. Sie wollte durch die Förderung des damals aus der Übung gekommenen Rosenkranzgebetes den Himmel bestürmen. Dabei ging sie vom Gedanken aus, dass um den ganzen Erdkreis eine Kette der Liebe gespannt wird, wenn jedes Mitglied einer Gebetsgemeinschaft täglich ein Gesätzchen des Rosenkranzes betet. Diese Gemeinschaft organisierte Pauline ähnlich wie vorher das Werk der Glaubensverbreitung. Statt einer Gruppe von zehn Mitgliedern setzte sie sich ein für die Bildung von Gruppen, zu denen fünfzehn Beter gehörten. Wenn jedes Mitglied sich verpflichtete, täglich ein bestimmtes Rosenkranzgesätzchen zu beten, wurde an diesem Tag von der Gruppe der ganze Rosenkranz gebetet. Diese Methode, die besonders auch den damals schwer und lange arbeitenden Menschen entsprach, breitete sich, wie vorher das Werk der Glaubensverbreitung, mit ungeheurer Schnelligkeit aus. Beim Tod Paulines vierzig Jahre später hatte der Lebendige Rosenkranz allein in Frankreich 2 ¼ Millionen eingeschriebene Mitglieder.

 

Pauline Marie Jaricot

Wer ist diese Frau, die weitgehend noch so gut wie unbekannt ist, obwohl ihre religiösen Ideen auch bei uns eine begeisterte Gefolgschaft gefunden haben? Warum ist sie bei uns nicht volkstümlich geworden? Die Lösung dieses Rätsels liegt nicht nur in der jahrzehntelangen Anfeindung, sondern auch in ihr selbst. Sie ist so sehr Französin, dass vielleicht nur der Franzose sie ganz verstehen kann. Schon die Frömmigkeit ihrer Jugend ist seltsam leidenschaftlich wie die Revolutions- zeit, in der sie geboren wurde. Während die rote Jakobinermütze in den Strassen ihrer Heimatstadt Lyon auftaucht und die Plünderungen beginnen, muss ihre Mutter mit den Kindern auf ein Landgut flüchten. Schrecken der Flucht, grauenhafte Nachrichten aus ganz Frankreich, flehentliches Gebet der Mutter - unter solchen Eindrücken stand die Kindheit der kleinen Pauline. Die Kinderseele vergaß rasch, aber es blieb ihr doch eine gewisse Zwiespältigkeit des Charakters, unter der sie selbst litt. Sie konnte großmütig sein wie eine Heilige, konnte viele Stunden in einer Dorfkapelle knien und hätte gerne einen Goldbrunnen besessen, um alle Armut damit auszulöschen; aber das weiche, von Liebe erfüllte Herz wurde von einem sehr eigenwilligen Kopf beherrscht, der eine führende Rolle in der Gesellschaft spielen wollte. Dies kam ihrem Ehrgeiz entgegen; sie konnte sich ausgelassen ihrer Jugend und Schönheit freuen mit dem Ziel, insgeheim den -Goldfisch- im Netz einer reichen Heirat einzufangen. Pauline ließ sich Schmeicheleien gern gefallen, tanzte manche Nacht die Sohlen durch, ritt spazieren, besuchte Konzerte und war überall zu sehen, wo sich die Jugend von Lyon zu treffen pflegte. Ein unglücklicher Sturz erst mahnte sie, über dem Trubel der Vergnügungen die ernste Welt der Religion nicht ganz zu vernachlässigen. Lange schwer nervenkrank, dein Tode nahe, wurde sie fast augenblicklich durch den Empfang der heiligen Kommunion gerettet; aber ihre Mutter war dem Kummer und den Anstrengungen der Nachtwachen erlegen. Pauline gab sich auch jetzt noch nach dem Trauerjahr für die Mutter aufs neue den früheren Zerstreuungen hin, bis ein heiligmässiger Beichtvater die guten Seiten ihres Charakters entdeckte und ihr Mut machte.

Mit dem rücksichtslosen Ungestüm ihrer siebzehn Jahre wirft sich nun Pauline Jaricot auf die schwierigsten Übungen der Vollkommenheit. In großem, ja übertriebenem Eifer rechnet sie mit ihrem vorherigen Leben ab, um sich auf jenen Weg zu begeben, der geradeaus zum Himmel führt. Ihre Bekannten schütteln entsetzt den Kopf, als sie plötzlich wie ein Dienstmädchen vom Lande mit einem groben blauen Rock, derben Schuhen, weißem Schultertuch und Häubchen auftaucht, ihre Schmucksachen verkauft und im Armenhospital die widerwärtigsten Kranken pflegt. Von der Verwunderung bis zum Vorwurf der Hysterie ist nur ein kleiner Schritt. Man muss es den Tadlern zugute halten, dass Pauline ihnen oft Anlass zu dieser Meinung gegeben hat. Ihre häufigen, unerklärlichen Krankheiten und plötzlichen Heilungen, ihre sprunghaft wechselnden Ideen und Handlungen gaben diesem Verdacht seine Berechtigung. Die abgeklärte Ruhe und namenlosen Leiden der späteren Jahrzehnte haben jedoch erwiesen, dass diese Seele stark und fromm genug war, die Anfälle krankhafter Selbstbespiegelung zu überwinden und sogar als Antriebskraft zu heroischen Leistungen zu nutzen. jedenfalls findet sie zuerst nur unter den einfachen Arbeiterinnen der Fabriken Achtung und Gefolgschaft, als sie diese zu einer Sühnekongregation für das Herz Jesu zusammenschließen will. Selbst ihre Familie gibt Skepsis und Widerstand erst auf, als ihr Lieblingsbruder Phileas eines Tages seinen Entschluss kundgibt, ins Priesterseminar einzutreten und als Kannibalenmissionar. sterben zu wollen.

Die vertrauteste Freundschaft verbindet nun Bruder und Schwester. Phileas sendet ihr regelmäßig Berichte aus den Missionen, und Pauline hilft ihm, indem sie ihm ihre Ersparnisse und den Ertrag einer von ihr angeregten wöchentlichen Freitagskollekte der Arbeite- rinnen zugunsten der Heidenmissionare übersendet. Die Idee ihres Bruders füllt mehr und mehr auch ihr eigenes Sinnen und Trachten aus. Wo aber ein Wille ist, ist auch ein Weg. Bei den zwanglosen abendlichen Beratungen in der Familie am Kamin sitzend, stößt sie auf einen praktischen Gedanken, der als Werk der Glaubensverbreitung. für die katholischen Missionen von ungeheurer Bedeutung werden sollte. Jeder soll sich verpflichten, wöchentlich einen Sou (vier Rappen) für die Heidenmission zu stiften und andere zu gleichem Zweck zu werben. In strenger Organisation, aufgebaut auf Zehner- und Hundertschaften, soll dann das Geld einer Sammelstelle zugeleitet werden, die es an die Missionen verteilt. Dies war der Plan, den Pauline sofort auf die Rückseite einer Spielkarte notiert und unter den Bekannten ihrer Vaterstadt ausprobiert. Als habe die Welt nur auf eine so einfache und geschickte Methode gewartet, bürgert sich das Werk der Glaubensverbreitung. mit überraschender Schnelligkeit ein. Papst Pius VII. segnet es mit Freuden, und als am 3. Mai 1822 ein Zentralverwaltungsrat ein- gesetzt wird, sind der Mission riesige Summen zugeflossen. Die Gründerin des Werkes aber lässt sich ohne Einspruch die Leitung der Bewegung, für die sie drei Jahre unermüdlicher Arbeit geopfert hat, aus der Hand nehmen und tritt bescheiden in die Reihe jener zurück, die mit ihren Spenden Missionare ausrüsten und Katechismen besolden. Wenn man auch ihre Verdienste um das Werk der Glaubensverbreitung nie anerkannt hat, ihre Pläne vielmehr als Hirngespinste einer Betschwester bezeichnete, diejenigen, die sich durch die geniale Idee der erst dreiundzwanzigjährigen Lyoneserin so nachdrücklich in ihrer Missionsarbeit unterstützt sahen, vergessen Pauline Jaricot nicht. Ihre stille Wohnung sah bis zu ihrem Tode unzählige Besuche von Missionaren, die allen Verleumdungen zum Trotz ihrer Wohltäterin persönlich danken wollten.

 

In Sorge um den Glauben in der Heimat

Die päpstliche Enzyklika des Jubeljahres 1825, ein Ruf der Sorge über die Gottlosigkeit der Welt, gab Pauline Jaricot einen neuen Gedanken ein: durch gemeinsames Rosenkranzgebet von vielen tausend frommen Seelen den Himmel um Gnade und Verzeihung zu bitten. Wenn jedes Mitglied täglich nur ein Gesätzchen des Rosenkranzes betete, so wäre eine Kette der Liebe um den ganzen Erdball gespannt. 1826 als Lebendiger Rosenkranz. gegründet, fand auch diese Idee Paulines rasche Verbreitung, obwohl ihre Feinde sogar ein Breve des Papstes, das die neue Andacht empfahl, auf dem Wege von Rom nach Lyon unterschlugen und Kardinal Lambruschini sie öffentlich in Schutz nehmen musste. Hätte sich nicht dieser weit- schauende Kirchenfürst, mit dem sie in regem Briefwechsel stand, für die Lauterkeit ihrer Ansichten verbürgt, wäre ihr auch die Leitung dieser Organisation entrissen worden. Ihr Tagewerk war nun geteilt in die Sorge für die Armen und Kranken und in die Verwaltung des Lebendigen Rosenkranzes. Über das Büromässige hinaus wußte sie durch immer neue Briefe und Rundschreiben den asketisch-mystischen Sinn der großen Gebetsgemeinschaft zu erklären. Wie sie selbst im Übernatürlichen lebte, so wollte sie auch ihre Mitglieder ganz in die Übernatur erheben. Alles musste ihr dazu helfen: Gebet, Nachtwachen, Fasten und andere Kasteiungen, Verbreitung von Kruzifixen, Medaillen, erbaulichen Büchern. Die Zeit konnte nicht unruhiger sein. Ihr seeleneifriger Bruder Phileas war einem Giftattentat zum Opfer gefallen, als er die skandalösen Zustände eines Krankenhauses reformieren wollte. Einige Spitalschwestern, die um Gesundheit und Ehre bangten, hatten Pauline zu sich genommen und bildeten die Gesellschaft Mariä. Kurz darauf brach die revolutionäre Arbeiterbewegung aus. Da sich die Aufständischen am Haus Loretto verschanzten, wurde es von den Regierungstruppen vier Tage und vier Nächte lang unter Granatfeuer genommen. Pauline hatte sich mit den Schwestern in die Katakombengänge des Berges zurückgezogen und entging so dem Tode, aber der Schrecken hatte ihre ohnehin lebensgefährliche Herzerweiterung so verschlimmert, dass man mit ihrem Ableben rechnete. Uni so mehr befremdete es, als sie sich in starkem Vertrauen auf die Hilfe der Märtyrin Philomena entschloss, eine Pilgerfahrt zur Grabesstätte dieser Heiligen in Mugnano bei Neapel zu machen. Das kühne Unternehmen gelang. Obwohl sie in Rom halbtot angekommen war und nicht zur Audienz erscheinen konnte, so dass Papst Gregor XVI. sie zweimal besuchte, konnte sie bei der Rückkehr von Mugnano dem Papst frohlockend von ihrer völligen Heilung berichten. Die Julirevolution des Jahres 1830 und die ihr folgenden Aufstände hatten in Pauline Jaricot den Entschluss reifen lassen, den verhetzten Arbeitern das Ideal eines christlich geführten Industrieunternehmens beispielhaft aufzuzeigen. Sie hatte tiefstes Mitleid mit den Proletariern und glaubte an ihre Redlichkeit, nachdem sie gesehen hatte, wie die aufständischen Arbeiterbataillone im Gegensatz zur großen Revolution strenge Ordnung hielten, Diebstahl bestraften und vor dem Sakrament salutierten. Sollte es unmöglich sein, den Klassenkampfparolen eine wirkliche soziale Tat entgegenzustellen? Eine Liga des Gebetes und eine Liga der Caritas bestanden bereits, auch eine sogenannte Banca Coeli. hatte sie gegründet, um mit katholischem Kapital die wucherische Ausbeutung der kleinen Leute zu verhindern.

 

Tod in bitterstem Elend

Diesem sozialen Hilfswerk glaubte sie die Krone aufzusetzen, indem sie ein Hüttenwerk mit starken Erzlagern erwarb. Viele Arbeiter, Dienstmädchen und Handwerker, die ihr vertrauten, legten ihre Ersparnisse an. Doch der Bevollmächtigte Gustav Perre, ein schlauer und heuchlerischer Verschwender, veruntreute die riesigen Summen bis auf den letzten Pfennig, so dass Pauline Jaricot nicht nur finanziell ruiniert war, sondern auch vom Gericht für die Verluste der Sparer haftbar gemacht wurde. Nie hat sie über den Verlust des eigenen Vermögens geklagt. Dass sie aber gerade diejenigen, denen sie mit allem Idealismus ihrer Seele helfen wollte, nun ins bitterste Elend stieß, war ihr eine unerträgliche Pein. Früher hatte sie einmal als echte Tochter der Märtyrerstadt Lyon nach dem blutigen Martyrium verlangt. Das Martyrium des Herzens, das sie nun fünfzehn Jahre lang erduldete, ließ alle Qualen leiblicher Tortur hinter sich. Die wenigen reichen Gläubiger bedrängten sie unaufhörlich mit Klagen, Drohungen und Schmähbriefen, die vielen armen Gläubiger schwiegen zu ihrem Verlust, aber ihre stumme Verzweiflung schien ihr die entsetzlichste Anklage. Da machte sie sich auf, siech und fiebernd, um vier Jahre lang quer durch ganz Frankreich an den Haustüren zu betteln und den kleinen Sparern wenigstens einen Teil ihrer Einlagen zurückzuzahlen. Im Alter schien sich die Weit gegen sie verschworen zu haben. Verleumdungen, wohin sie auch kam. Der Hausgeistliche behandelte sie wie eine versteckte Sünderin, zwölf Schwestern der Gesellschaft Mariä verließen sie ohne Abschied. Um nicht verhungern zu müssen, saß sie vom Morgen bis zum Abend über ihre Handarbeit gebeugt. Jeder Franc aber, der ihr geschenkt wurde, wanderte zu den Gläubigern. Am 9. Januar 1862 endete dieses Leben im Dienste der Mission und des Rosenkranzes aber auch im Dienste des Glaubens ihrer Heimat, verraten von den ehemaligen Freunden, geliebt nur von wenigen, ein tragisches Schicksal in den Augen der Welt, ein Beispiel heldenhaften Opfermutes für ihr Volk und Vaterland.

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Herbst-Rundbrief 2005

 

Gebetsgemeinschaft  Lebendiger Rosenkranz

Herbst-Rundbrief 2005. Wird nur an eingeschriebene Mitglieder versandt

Grüss Gott!

Geschätzte Mitglieder des LEBENDIGEN ROSENKRANZES,

 

wie jedes Jahr seit seiner Gründung im Jahre 1981 und der bischöflichen Anerkennung als Gebetsgemeinschaft im Jahre 1989 erreicht Sie auch dieses Jahr unser Rundbrief. Er soll uns alle mindestens einmal im Jahr im Geiste verbinden und allen die Gelegenheit bieten, den Kontakt mit dem geistlichen Leiter nicht zu verlieren!

Seit dem Herbst 2004 sind 84 Mitglieder in die ewige Heimat abberufen worden; dafür durften wir 224 neue Mitglieder aufnehmen. Es gab über 450 Adressänderungen. Die ausgeschriebene ROM-Wallfahrt 2005 konnte mangels Anmeldungen nicht durchgeführt werden.

Ebenso durften wir – unter sehr großem zeitlichem und finanziellem Aufwand – unsere ROSEN (=20 Mitbeter, die auf einer Liste aufgeführt sind) von 15 auf 20 Mitglieder ausweiten, indem wir auch den von Papst Johannes Paul II. uns geschenkten wunderbaren „Lichtreichen Rosenkranz" in den LEBENDIGEN ROSENKRANZ einbauten. So hat nunmehr eine ROSE nicht 15, sondern 20 Mitglieder. Eigentlich eine grosse Ehre für die Förderer, da sie jetzt im Namen von 20 Mitbetern das Glaubensbekenntnis und in der Einleitung zum Rosenkranz um GLAUBE – HOFFNUNG – UND GÖTTLICHE LIEBE beten dürfen!

Diesen Rundbrief erhalten Sie von Ihrem/r Förderer/in. Jeder kann sich an seinen Förderer wenden, falls er es wünscht zu wissen, wer noch in derselben Rose mitbetet. Die Förderer haben die neuesten Listen von mir erhalten. Ich möchte noch einmal mit Nachdruck betonen, dass es wichtig ist, dem geistlichen Leiter Ihre Adressänderungen bekannt zu geben – und gegebenenfalls auch das Hinscheiden eines Mitglieds melden! Der jährliche Rundbrief dient vornehmlich auch dazu, die Adressen auf dem neusten Stand zu halten, da ich in der Regel von der Post die Briefumschläge von weggezogenen Mitgliedern zurück bekomme, nicht selten auch gleich mit der neuen Adresse oder mit dem Hinweis, dass die Empfängerperson aus dem Leben geschieden ist.

 

Der hl. Pfarrer von Ars und Pauline Jaricot als Vorbilder für die Mission

Der hl. Johannes-Maria Vianney: „Wahrlich, wenn die Sünder an die Ewigkeit dächten, an dieses schreckliche Für immer: Sie würden sich auf der Stelle bekehren." Der heilige Johannes Maria Vianney († 4. August 1859) – genannt „Pfarrer von Ars" – lebte in den Wirren der Französischen Revolution ein Leben der Buße und völligen Hingabe als Seelsorger. Er wird als Patron der Priester angerufen. Am 4. August 2005 war sein 146. Todestag

Die Teilnehmer der Jahresvollversammlung der Päpstlichen Missionswerke in Lyon nahmen am 8. Mai 2005 an einer gemeinsamen Wallfahrt nach Ars (bei Lyon) zum Grab des heiligen Pfarrers von Ars teil. Nach dem Besuch in dessen Wohnhaus, nahmen die Nationaldirektoren an einem Gottesdienst teil, den Bischof Guy Bagnard von Belley-Ars als Hauptzelebrant feierte. Die Predigt hielt der Beigeordnete Sekretär der Kongregation für die Evangelisierung der Völker und Präsident der Päpstlichen Missionswerke, Erzbischof Henryk Hoser. Dieser erinnerte insbesondere an die guten Beziehungen zwischen dem Pfarrer von Ars und Pauline Jaricot, die sich mehrmals begegneten. Bei ihrer letzten Begegnung übergab der Heilige an Pauline ein Kreuz, das heute in Paulines vor kurzem neu restaurierten und am 5. Mai 2005 feierlich eingeweihten Geburtshaus aufbewahrt wird: "Sie haben sich kennen gelernt und haben sich verstanden und mit Sicherheit haben sie an der Herrlichkeit des Himmels teil", so der Erzbischof. "Drei Dinge haben sie gemeinsam: Die Teilhabe am Leiden Christi, die Fruchtbarkeit ihrer Werke und das konstante Gebet. Die Leiden der Pauline Jaricot waren viele und sie haben sie nie verlassen. Ihre geistliche und psychische Unruhe und unüberwindbare wirtschaftlichen Schwierigkeiten, ihre empfindliche Gesundheit hinderten sie jedoch nicht daran, ihr Werk zu verwirklichen. Diese überschwängliche Fruchtbarkeit wird, wie immer in der Geschichte der Kirche, durch das Gebet und die Gemeinschaft mit dem Leiden Christi garantiert. Die rein menschliche Intelligenz und eine auch noch so geeignete Seelsorge stehen erst an zweiter Stelle und können das Wesentliche im Leben der Heiligen nie ersetzen, d.h. die Liebe, die sie mit Christus verbindet und sie ihm ähnlich macht". Abschließend erinnerte der Erzbischof daran, dass "wenn wir diesen Gottesdienst verlassen, werden wir ein weiteres Mal in die Welt gesandt sein. Diese heutige Welt: Sie ist so wunderbar und so schrecklich, so hell und doch so dunkel, so erbauend und doch so zersetzend, die jedoch stets zum ewigen Glück in Gott berufen ist. Die Missionsländer stehen im Mittelpunkt dieser Suche nach Glück. Gott kommt zu uns, wir dürfen keine Angst haben, lasst uns ihm entgegen gehen".

Bekanntlich geht das Päpstliche Missionswerk MISSIO auf eine Gründung durch Pauline-Marie Jaricot zurück, die auch den LEBENDIGEN ROSENKRANZ gründete.

 

Durch den Rosenkranz bleiben wir mit Gott verbunden

Über die Vorzüge des „Herzensgebetes" im Lebendigen Rosenkranz

 

«Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Winzer... Bleibt in mir, dann bleibe ich in euch. Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern nur, wenn sie am Weinstock bleibt, so könnt auch ihr keine Frucht bringen, wenn ihr nicht in mir bleibt. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben» (Joh 15, 1. 4-5). Jesus spricht bei diesem Gleichnis über den wesentlichsten Teil des christlichen Lebens, die Taufe: sie ist gleichzeitig das geheimnisvolle Begräbnis des Menschen und seine Auferstehung zu einem neuen Leben in Gott. Die Taufe bindet uns ein in Gott und wandelt uns zu Seinen Kindern und Erben ewiger Glückseligkeit.

«Gott ist die Liebe. Gott liebt und er will nichts mehr, als geliebt werden. Die Liebe Gottes hat kein anderes als dieses Ziel. Er weiß, alle die ihn lieben, werden glücklich in dieser Liebe» (hI. Bernhard).

Es ist wahr, in unserer Welt gibt es niemanden, der nicht liebt. Die Frage ist, was man lieben darf. Wir werden folglich nicht aufgefordert, nicht zu lieben, vielmehr eingeladen, was wir lieben sollen. «Jesus antwortete ihm: Wenn jemand mich liebt, wird er an meinem Wort festhalten; mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und bei ihm wohnen» (Joh 14,23). Das bedeutet, Gott möchte das menschliche Herz besitzen und mit den Seelen leben. Gebet und Betrachtung sollen der Pulsschlag des Herzens sein, der sie jeden Augenblick beseelt und schon in dieser Welt ernährt. Beten heißt: Jedes Mal mehr in das glückliche Zusammenleben mit Gott eintauchen. «Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; und wer mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden und auch ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren» (Joh 14,21). «Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm», so lehrt uns klar der hl. Apostel Johannes.

Woher kommt uns die Fähigkeit zur Liebe? Der hl. Paulus antwortet: «Die Liebe zu Gott wurde ausgegossen in unseren Herzen durch den Heiligen Geist.» Es wird also nach der Verheißung Jesu der Heilige Geist uns zum immerwährenden Gebet unterweisen und durch das Gebet verbleiben wir bewusst in der Liebe der Heiligsten Dreifaltigkeit. Das heißt, das menschliche Herz hat durch das Gebet und die Betrachtung dauernden Zugang zu seiner inneren Wohnung, zur glücklichen Liebesbegegnung mit dem Erlöser.

«Das Drama der heutigen Welt ist das Fehlen an Innerlichkeit und die Abwesenheit der Kontemplation» bestätigt Papst Johannes Paul II. während seines Besuches am 3.Mai 2003 in Madrid. Tatsächlich gibt es ohne Innerlichkeit keine Liebe und die Welt lebt, ohne ihre Seele entdeckt zu haben.

Die Unterweisung Jesu lautet: «Betet ohne Unterlass» (Lk 21, 36) und: «Ihr sollt unablässig beten!» (Lk 18,1). Der Apostel Paulus stellt dies als Notwendigkeit für die Christen auf (vgl. 1 Tess 5,17 und Eph 6, 18). Das heißt nicht, daß wir dauernd eine äußere Gebetshaltung annehmen müssten, wohl aber dass unser Herz immer auf Gott und Seinen Sohn ausgerichtet bleibt.

Großes Ziel der Betrachtung der Rosenkranzgeheimnisse und Aufgabe jedes Christen sollte es daher sein, Jesus in seiner Menschlichkeit zu erkennen und um dadurch seinen göttlichen Glanz zu erfassen. «Das Antlitz Christi mit Maria betrachten», das schlägt der Heilige Vater uns vor für das Rosenkrangebet. Dieses Beten hilft uns, einzutauchen in das Geheimnis des göttlichen Lebens und in einer immer neuen Form die Liebe des Vaters zu erfahren und die Freude des Heiligen Geistes zu genießen.

Der LEBENDIGE ROSENKRANZ, bei dem wir uns zwar für „nur ein Geheimnis aus dem Leben Jesu" verpflichten, ist daher am besten dazu geeignet, Gottes Wille in unserem Alltag zu erkennen und das Leben Jesu in unser Leben einzubauen: Erstes und wichtigstes Ziel des Lebendigen Rosenkranzes!

«Von innen her leben» war das Lebensmotto der großen Meister des inneren Lebens. Immer wenn wir zum Rosenkranz greifen und ihn beten, werden wir uns unserer Einheit mit Gott durch Maria bewusst, ohne dass wir das so wahrnehmen können. Die Heilige Schrift stellt uns die Mutter Jesu ganz innig vereint mit ihrem Göttlichen Sohn dar, immer nimmt sie teil an seinem Los, bewegt die Ereignisse und die Worte ihres Sohnes in ihrem Herzen. Darum ist es auch die Mühe wert, diese Schule Mariens häufig zu besuchen, denn sie ist die unüberwindliche Meisterin der Betrachtung und das wunderbarste Beispiel für eine fruchtbare, frohe und bereichernde Innerlichkeit! Deswegen trugen viele Heilige den Rosenkranz um den Hals und beteten ihn mit Vorliebe. Sie fanden in ihm das wirksamste Werkzeug, um in der Gegenwart Gottes zu leben. In seinem Apostolischen Schreiben stellt Johannes Paul II. den Rosenkranz als ein Modell für das christliche Beten vor. Während des Betens sind wir gehalten, dauernd an die Geheimnisse Jesu zu denken. Dieses «Denken» heißt betrachten, im Betrachten beten und lieben wir. Dauernd an die Geheimnisse Jesu zu «denken», bringt in unserer Seele Früchte hervor. Wer sich mit der 'Armut' dieses Gebetes zufrieden gibt, wird die Worte der Schrift verstehen: «Selig sind die Armen im Geiste, denn ihnen gehört das Himmelreich» (Mt 5,3). Jeder Christ, der den Rosenkranz mit einem beschaulichen Herzen betet, wird durch das Licht des Heiligen Geistes eine vielfältige Kenntnis der Erlösungsgeheimnisse erreichen. Immer mehr wird seine Seele mit der Erinnerung an das Leben, Leiden und die Verherrlichung Jesu erfüllt. Wir entdecken dabei, was die Geheimnisse besagen und werden uns mit einer glühenden Andacht daran erfreuen. Sie werden zu einer unersättlichen Wonne für die Seele. Eingetaucht in jedem Geheimnis, sucht und findet die Seele in Jesu geheimnisvollen Leben Gott selber und wird in liebender Verbundenheit mit Ihm leben. In ihm wird sich die Welt Gottes entwickeln und Christus wird bewusst zur Mitte seines Lebens. Im Grunde des Herzens erreicht man die Erfahrung der Gegenwart des Herrn.

Der bezeichnendste Vergleich kann aber zwischen unserem Rosenkranz und dem ‚Herzensgebet' der orthodoxen Christen gezogen werden. Bei beiden Praktiken gibt es ohne Zweifel bereits seit Jahrhunderten gegenseitige Beeinflussung. So begann im zweiten Jahrtausend im Westen der Gebrauch von Stoßgebeten und Litaneien. Es war eine Wiederholung der Namen und Attributen des Herrn oder der Heiligen, wenn man um ihre Fürbitte flehte. Unter diesen finden wir die systematische Wiederholung der Verkündigung des Engels an Maria. Ebenfalls im Rosenkranz begegnen wir dem 'Herzensgebet'. Beim Beten der Ave Maria gibt es eine doppelte Bewegung: Der erste Teil ist voll des Lobes und der Freude über die Menschwerdung, die durch die Wiederholung der Begrüßung Marias durch den Engel den Höhepunkt beim Aussprechen des heiligen Namens Jesu erreicht. Der zweite Teil ist Anrufung. Die zwei wesentlichen christlichen Gebetszeiten - Lob und Anrufung - sind folglich präsent. Der Name Jesu, im einzigen Namen, in dem uns Heil zukommt, ist die Mitte, die beide Teile verbindet. Die biblische Quelle des Ave-Maria besteht in den Worten des Engels,

Die Erfahrung besagt, der Rosenkranz ist ein kostbares Gebet auch wegen seiner Einfachheit. Es ist relativ leicht, irgendwo und irgendwann den Rosenkranz zu beten, wenn es auch nur ein Teil ist, ein 'Zehner', oder ein 'Geheimnis' und oft auch ohne einen Rosenkranz in der Hand zu halten. Selbst wenn es nicht möglich ist, eine äußere Gebetshaltung einzunehmen, in der Stille der Seele ist es immer möglich, Jesus anzubeten, ins eigentliche Geheimnis einzudringen und erfüllt von Ihm, durch das Gebet, Ihn allen, die Ihn nicht kennen, nicht an Ihn glauben, Ihn nicht lieben, zu geben. Jeden Augenblick lässt uns der Heilige Geist die Gegenwart Jesu und Marias im gläubig gesprochenen Gebet spüren. Der Vater hilft uns, Seinen geliebten Sohn zu erkennen, an dem Er sein ganzes Wohlgefallen hatte (2 Petr 1,17). Das Gebet des Rosenkranzes hilft uns, mit Ihm zu leben und Er bekleidet uns mit Seiner Kraft.

Der Rosenkranz «ist das Gebet des christologischen (an Christus gebundenen) Herzens», schreibt Johannes Pau II. und genau deswegen kann er sowohl das Gebet der Einfachen wie der Intellektuellen, der Alten und der Kinder sein. Es ist eigentlich das Gebet jener, die ein dauerndes Heimweh nach Gott haben und sich als arme Sünder wissen.

 

Die hl. Philomena: Patronin des LEBENDIGEN ROSENKRANZES

Pauline-Marie Jaricot, die Gründerin des LEBENDIGEN ROSENKRANZES selbst war es, die auf Anraten des hl. Pfarrers von Ars, Johannes-Maria Vianney, die hl. Philomena zur Patronin der von ihr gegründeten GEBETSGEMEINSCHAFT erhob. Pauline-Marie Jaricot weilte im Vatikan, um von Papst Gregor XVI., der später den LEBENDIGENR OSENKRANZ genehmigen wird, empfangen zu werden. Doch Pauline war so krank und schwach, dass sie den Termin beim Hl. Vater nicht wahrnehmen konnte. Und da war es der Hl. Vater selbst, der zu ihr in das Kloster Trinità dei Monti kam. Nebst der Vorstellung des LEBENDIGEN ROSENKRANZES bat Pauline den Hl. Vater, ihr die Verehrung der hl. Märtyrin Philomena als Patronin des LEBENDIGEN ROSENKRANZES zu genehmigen für den Fall, dass sie am Grab der Märtyrin geheilt würde. „Sicher mein Tochter", sagte der Hl. Vater, denn wenn eine so schwer Kranke geheilt wird, „dann wäre das ein Wunder ersten Grades". Und dieses Wunder fand statt. Pauline ging, voll genesen, zurück nach Rom, wo sie auf Wunsch von Papst Gregor XVI. ein Jahr lang zur Beobachtung blieb. Daraufhin erliess die Ritenkongregation am 30. Januar 1837 ein Dekret, in welchem das Fest der hl. Philomena, der Märtyrin und großen Helferin in schweren Nöten, auf den 11. August festgelegt wurde.

Am 9. August 1835 kam die todkranke Pauline-Marie Jaricot aus Lyon in Mugnano del Cardinale, Italien, an. Man stellte ihr Tragbett zu Füssen des Reliquienaltars der hl. Märtyrin Philomena. Vierzehn Monate schweren Leidens machten die Besucherin blass, abgezehrt und schwach. Sie befand sich im letzten Stadium einer schweren Herzkrankheit und glich eher einem Leichnam, als einem lebenden Menschen. Ihr leidender Zustand wurde von mehreren Ärzten, die aus Neapel zum Fest der Heiligen nach Mugnano pilgerten, bestätigt. Bis zum Vorabend des Festes stelle sich jedoch keine Besserung ihres Zustandes ein. Dennoch nahm sie an der Andacht am Vorabend des Festes teil. Als der Priester ihr den Segen mit dem Altarsakrament gab, spürte sie plötzlich eine ganz ungewöhnliche Kraft in sich. Mutig erhob sie sich von der Tragbahre und ging – völlig gesund – umher und lobte Gott. Hunderte Pilger waren Zeugen dieses Vorfalls. Das Volk verlangte sie zu sehen. Da sie aber sehr ärmlich bekleidet war, zog sie aus Dankbarkeit das Ordenskleid der „Töchter der hl. Philomena" an und verkündete, dass sie ihrem Namen Pauline ab sofort noch den Namen Philomena-Maria hinzufüge. 1939 kehrte Pauline Philomena-Maria erneut ins Heiligtum von Mungnano zurück, um für die anhaltende Hilfe der hl. Martyrin Dank zu sagen. Fräulein Jaricot entschlief nach äußerst schweren Prüfungen, die sie mit Ergebenheit und Heiterkeit der Heiligen ertrug, am 9. Januar 1862. Ihr Seligsprechungsprozess ist seit vielen Jahren im Gange.

Papst Gregor XVI. bezeichnete die hl. Philomena als „Schutzheilige des LEBENDIGEN ROSENKRANZES". Der Immakulata-Papst Pius IX. wurde selbst als Jüngling auf wunderbare Weise von der hl. Philomena geheilt. Als Papst machte er am 7. November 1849 eine Pilgerreise zum Reliquienschrein der Heiligen. Der hl. Pfarrer von Ars (Bild: Vor der hl. Philomena kniend) war ein ganz großer Verehrer der Heiligen Philomena. Er verbreitete ihre Verehrung in ganz Frankreich.

 

Einige Hinweise

X Nicht selten werde ich gefragt, ob die Verpflichtung, die man mit der Aufnahme in den LEBENDIGEN ROSENKRANZ eingegangen ist (täglich ein Gesätz aus dem Rosenkranz zu beten), unter Sünde ist. – Eindeutig NEIN! Es gibt aber eine moralische Verpflichtung den anderen Mitbetern der Rose (= 20 Personen) gegenüber, damit alle in den Genuss der Gnaden und Ablässe dieser Gebetsgemeinschaft kommen. Natürlich gibt es auch Ausnahmen: Krankheit, vielleicht auch: Reisen – oder einfach „vergessen". Eine Vernachlässigung der übernommenen Pflicht wäre es nur dann, wenn man mit voller Absicht (und vielleicht auch aus Spott…) sein Gebet nicht verrichten würde. Bei Unfähigkeit gleich welcher Art, wie erwähnt, gilt der Grundsatz: Supplet ecclesia (Die Kirche ersetzt aus ihrem Gnadenschatz, zu was der einzelne Mensch von Fall zu Fall nicht fähig war. Dies gilt natürlich ganz besonders bei von der Kirche genehmigten und von einzelnen Personen übernommenen Pflichten).

X Der Segen des Priesters überwindet Grenzen! Darum möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass ich jeden Abend allen Mitbetern im LEBENDIGEN ROSENKRANZ den priesterlichen Segen spende – nicht selten mit dem Allerheiligsten! Ebenso zelebriere ich jeden Samstag die hl. Messe für alle lebenden und verstorbenen Mitglieder des LEBENDIGEN ROSEKNRANZES. Schließen Sie sich in beides bewusst ein, mit all Ihrer Freude, aber auch mit Ihrem Schmerz, Leid oder Krankheit!

X Vergessen Sie nicht, dass wir an jedem Samstag das Weihegebet vom Aufnahmezeugnis als Zeichen der Zusammengehörigkeit der Kinder Mariens beten! Nichts bindet uns besser zusammen, als diese Weihe, die wir jeden Samstag wiederholen. Wenn es Ihnen nur irgendwie möglich ist, beten Sie das Weihegebet jeden Samstag!

X Bitte melden Sie mir UNBEDINGT Ihren Wohnort- oder Namenswechsel! Danke!

X Ich danke allen, die im vergangenen Jahr weitere Mitglieder geworben haben. Bitte tun Sie das auch in diesem Jahr! DANKE! Ich füge hier ein Anmeldeformular bei, das Sie evtl. auch fotokopieren und verteilen können.

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DER LEICHTREICHE ROSENKRANZ zum Beten in der Gemeinschaft

Papst Johannes Paul II. hat dazu eingeladen, das Rosenkranzgebet neu zu entdecken. Der Heilige Vater betont, dass der Rosenkranz ein meditatives Gebet ist, das sich auf Christus hin ausrichtet. Ergänzend zu den 15 Geheimnissen des bisherigen Psalters, der in fünfzehn Geheimnissen das öffentliche Wirken Jesu vor Augen stellt, schlägt der Papst folgende Geheimnisse aus dem Leben Jesu zu einem „lichtreichen Rosenkranz" vor: 1. Die Taufe Jesu im Jordan / 2. Seine Selbstoffenbarung bei der Hochzeit in Kana / 3. Seine Verkündigung des Reiches Gottes mit dem Ruf zur Umkehr / 4. Seine Verklärung und / 5. die Einsetzung der Eucharistie

Maria bittet in Fatima: „BETET TÄGLICH DEN ROSENKRANZ!"

Der Heilige Vater gibt folgende Hinweise zur Erneuerung und Vertiefung des Rosenkranzgebetes, vor allem, wenn es in Gemeinschaft gebetet wird: Am Anfang wird das jeweilige Geheimnis genannt und mit einer kurzen Lesung aus der Heiligen Schrift vor Augen gestellt. Darauf folgt eine meditative Stille, dann wird das „Gesätz" in der gewohnten Weise abwechselnd gebetet (Vater unser und zehn Ave Maria). Ein abschliessendes Gebet schlägt die Brücke zum Leben der Gläubigen.

Diese Hinweise sollen eine Hilfe sein; sie sind nicht verpflichtend. Wichtig ist aber, dass der Rosenkranz besinnlich gebetet wird.

(Texte: Das Antlitz Christi betrachten. Der lichtreiche Rosenkranz. Erzbischöfliches Ordinariat Freiburg i. Br. 2003

 

1. TAUFE JESU

Vorbeter/in:

Im ersten Geheimnis betrachten wir Jesus, der von Johannes getauft worden ist.

Lektor/in:

Aus dem Evangelium nach Markus:

In jenen Tagen kam Jesus aus Nazareth in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen. Und als er aus dem Wasser stieg, sah er, dass der Himmel sich öffnete und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam. Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden.

(Mk 1,9-11)

Vorbeter/in:

Wir betrachten in Stille dieses Geschehen.

Vorbeter/Alle: Vater unser ...

Gegrüßet seist du, Maria, ... (10 mal)

Jesus, der von Johannes getauft worden ist.

V: Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,

A: wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Vorbeter/in: Gebet

Ewiger Vater, bei der Taufe im Jordan wurde die Sendung deines Sohnes offenbar. Laß alle jungen Menschen ihre Berufung erkennen, als deine geliebten Söhne und Töchter heute an der Sendung Jesu Christi teilzuhaben. Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.

Amen

 

2. HOCHZEIT IN KANA

Vorbeter/in:

Im zweiten Geheimnis betrachten wir Jesus, der sich bei der Hochzeit in Kana offenbart hat.

Lektor/in:

Aus dem Evangelium nach Johannes:

In Kana in Galiläa fand eine Hochzeit statt ... Als der Wein ausging, sagte die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr. ... Seine Mutter sagte zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut! ... Jesus sagte zu den Dienern: Füllt die Krüge mit Wasser! ...So tat Jesus sein erstes Zeichen, in Kana in Galiläa, und offenbarte seine Herrlichkeit, und seine Jünger glaubten an ihn.

(Joh 2,1-11)

Vorbeter/in:

Wir betrachten in Stille dieses Geschehen.

:V/A: Vater unser ... Gegrüßet seist du, Maria, ... (10x)

Jesus, der sich bei der Hochzeit in Kana offenbart hat.

V: Ehre sei dem Vater...

Vorbeter/in: Gebet

Ewiger Vater, bei der Hochzeit in Kana hat Jesus seine Herrlichkeit offenbart. Wir bitten dich: Segne alle, die du zur Ehe berufen hast. Hilf den Eltern, ihre Kinder auf dem Weg ihrer Berufung hilfreich zu begleiten. So bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Amen

 

3. VERKÜNDIGUNG DES REICHES GOTTES

Vorbeter/in:

Im dritten Geheimnis betrachten wir Jesus, der uns das Reich Gottes verkündet hat.

Lektor/in:

Aus dem Evangelium nach Markus:

Nachdem man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, ging Jesus wieder nach Galiläa; er verkündete das Evangelium Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um, und glaubt an das Evangelium!

(Mk 1,14-15)

Vorbeter/in:

Wir betrachten in Stille dieses Geschehen

V/A: Vater unser ... Gegrüßet seist du, Maria, ... (10x)

Jesus, der uns das Reich Gottes verkündet hat.

V: Ehre sei dem Vater...

Vorbeter/in: Gebet

Ewiger Vater, wir danken dir, dass du uns durch die Frohe Botschaft aus der Finsternis ins Licht geführt hast. Wir bitten dich: Rufe Frauen und Männer, sich mit Leidenschaft in den Dienst des Evangeliums zu stellen. Stärke alle, die uns das Wort Gottes verkünden. So bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Amen

 

4. VERKLÄRUNG JESU

Vorbeter/in:

Im vierten Geheimnis betrachten wir Jesus, der auf dem Berg verklärt worden ist.

Lektor/in:

Aus dem Evangelium nach Markus:

Jesus nahm Petrus, Jakobus und Johannes

beiseite und führte sie auf einen hohen Berg, aber nur sie allein. Und er wurde vor ihren Augen verwandelt; seine Kleider wurden strahlend weiß. ... Da erschien vor ihren Augen Elija und mit ihm Mose, und sie redeten mit Jesus. ... Da kam eine Wolke und warf ihren Schatten auf sie, und aus der Wolke rief eine Stimme: Das ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören.

(Mk 9,2-7)

Vorbeter/in:

Wir betrachten in Stille dieses Geschehen

V/A: Vater unser ... Gegrüßet seist du, Maria, ...(10x)

Jesus, der auf dem Berg verklärt worden ist.

V: Ehre sei dem Vater ...

Vorbeter/in: Gebet

Ewiger Vater, auf dem Berg hast du Jesus, deinen geliebten Sohn, in seiner göttlichen Herrlichkeit offenbart. Wir bitten dich: Lass durch das Leben und Wirken der Ordensleute und aller Gott geweihten Menschen das Licht Christi in der Welt neu aufleuchten. Wecke in jungen Menschen die Sehnsucht, den Weg der Nachfolge zu gehen. So bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen

 

5. EINSETZUNG DER EUCHARISTIE

Vorbeter/in:

Im fünften Geheimnis betrachten wir Jesus,

der uns die Eucharistie geschenkt hat.

Lektor/in:

Aus dem ersten Korintherbrief:

Denn ich habe vom Herrn empfangen, was

ich euch dann überliefert habe: Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis! Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sprach: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut. Tut dies, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis!

(1 Kor 11,23-25)

Vorbeter/in:

Wir betrachten in Stille dieses Geschehen.

V/A: Vater unser ... Gegrüßet seist du, Maria,

Jesus, der uns die Eucharistie geschenkt hat.

V: Ehre sei dem Vater...

Vorbeter/in: Gebet

Ewiger Vater, wir danken dir für die Eucharistie. Sie ist Gedächtnisfeier des Todes und der Auferstehung deines Sohnes. Wir bitten dich: Heilige die Priester für ihren sakramentalen Dienst. Lass alle Gläubigen die Eucharistie als Quelle und Höhepunkt des christlichen Lebens neu entdecken. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen

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Pfr. Dr. Erwin Keller:  

 

Der lichtreiche Rosenkranz

Betrachtungen zm Lichtreichen  Rosenkranz 

von Pfr. Dr. Erwin Keller, St. Gallen-Winkeln

Im Folgenden werden zu den fünf Gesätzen des neuen lichtreichen Rosenkranzes dreiteilige Betrachtungen geboten. Wenn in einer Andacht nur ein oder zwei Gesätze gebetet werden, können alle drei Teile zusammengenommen werden. Sonst wird man die drei Teile eher auf drei Andachten aufteilen.

 

1. Jesus, der von Johannes getauft worden ist.

Bibeltext: Mt 3,13-17

1.1 Am tiefsten Punkt der Erde

Laut Tradition hat Johannes der Täufer ganz unten am Jordanlauf, nahe beim Toten Meer, getauft, sozusagen am tiefsten Punkt unserer Erde, 390 Meter unter dem Meeresspiegel. Schon diese geographische Tatsache kann uns einen Hinweis geben auf die tiefere Bedeutung der Taufe Jesu. Seit Gottes Sohn als Mensch in die Welt kam, wissen wir, dass Gott nicht nur der unendlich ferne, unnahbare, unbegreifliche, ewige Gott ist, sondern auch der unendlich nahe, greifbare Gott, der Zeit hat für uns Menschen. Dass Jesus an den Jordan geht, an den tiefsten Punkt der Erdoberfläche, und sich dort von Johannes taufen lässt, mag uns daran erinnern, dass seine Nähe auch sonst hinabreicht bis in die Niederungen des menschlichen Lebens und in die tiefsten Täler der Welt, in die Schluchten des Leidens, der Sünde und des Todes. Seine Gegenwart ist nicht nur an der Sonnenseite des Lebens und der Welt zu finden, sondern auch an der Schattenseite, überall da, wo sich jeder von uns und wir alle uns befinden. Gott kommt nicht nur irgendwo in diese Welt an einen besonders schönen Ort, sondern geht ganz in die Menschheit ein – bis hin zu den tiefsten Abgründen menschlicher Existenz, damit uns – nach einem Wort der Kirchenväter – auch aus dem äussersten Ende menschlicher Finsternis immer noch sein göttliches Licht leuchtet.

 

1.2 Die Taufe der Sünder

Die Taufe, die Johannes am Jordan spendete, war eine Art Beichte. Wer sich von Johannes taufen liess, bekannte sich als Sünder, als Mensch, der an Schuld leidet und in Not ist und Erlösung braucht. Nun wollte auch Jesus diese Taufe empfangen. Zurecht war Johannes darob erschrocken und wollte Jesus die Taufe verweigern. Was sollte denn Jesus beichten? Natürlich hat Er keine eigenen Sünden zu bekennen. Dennoch reiht Er sich in die Schar der Sünder ein und steigt hinab ins Wasser. Denn Er leidet an unserer Schuld, an unseren Sünden mit. Indem Er sich taufen lässt mit den Sündern, stellt Er sich ganz und gar auf unsere Seite. Er zeigt, dass menschliches Elend ihn nicht unberührt lässt, dass unsere Not auch seine Not ist, dass unser Leid auch sein Leid ist, dass unser Tod auch sein Tod sein wird. Im Zeichen der Sündertaufe nimmt Er unsere Sünden auf sich und wird sie stellvertretend für uns in der Bluttaufe seines Todes am Kreuz beichten und in der Auferste-hung des Licht von Versöhnung und Vergebung, das Licht des neuen Lebens aufleuchten lassen. So ist die Taufe Jesu das eindrückliche Zeichen der Solidarität Gottes mit uns Menschen, das Zeichen dafür, daß Gott in Jesus Christus ganz auf unserer Seite steht.

 

1.3 Der offene Himmel

Die Sünde hatte die Gemeinschaft der Menschen mit Gott gestört und zerbrochen und den Himmel verschlossen. Wenn nun Gottes Sohn Mensch wird und in der Taufe am Jordan und in der Taufe seines Kreuzes uns die Sünden abnimmt und uns Vergebung schafft, dann öffnet sich der Himmel. Weil Jesus, der von der Stimme des Himmels als Gottes vielgeliebter Sohn bezeugt wird, sich ganz auf die Seite der Menschen gestellt hat und uns Gemeinschaft mit sich gewährt, steht uns in der Gemeinschaft mit ihm auch der Weg zu Gott wieder offen. Damit zeigt sich in der Taufe Jesu auch die Wirklichkeit unserer Taufe, unseres Getauftseins. Wie Jesus durch seine Taufe sich ganz auf unsere Seite gestellt hat, so wurden wir durch unsere Taufe in die Gemeinschaft mit Christus und durch Ihn mit dem dreifaltigen Gott aufgenommen. Da hat sich auch über uns der Himmel geöffnet. Da wurde der Heilige Geist auch in unsere Herzen ausgegossen. Da sprach die Stimme vom Himmel auch zu uns: Du bist mein Sohn / meine Tochter; dich habe ich erwählt zu Gemeinschaft mit mir!

 

2. Jesus, der sich bei der Hochzeit zu Kana offenbart hat

Bibeltext: Joh 2,1-11

2.1 Jesus war dabei

Hochzeit – Verwandlung – Fülle der Gaben Gottes – Herrlichkeit. Das Geschehen von Kana ist wie eine Ouvertüre zum ganzen Leben und Wirken Jesu. Jesus ist gekommen, um unser Leben zu verwandeln und mit der Fülle der Gaben Gottes zu beschenken und uns zu einer Hochzeit zu laden, wie noch eine war, und so seine Herrlichkeit zu offenbaren. Wie und wo und wann kann solches heute noch geschehen und erfahren werden, was damals im Zeichen von Kana angezeigt wurde? Das Evangelium gibt uns auf diese Frage Antwort, indem es – fast wie nebenbei – erwähnt: „Auch Jesus war eingeladen." Und wenn wir genauer hinsehen, erkennen wir: Jesus war nicht nur dabei, sondern stand in der Mitte des Geschehens, nicht etwa das nicht näher genannt Brautpaar. Frage an uns: Welches ist der Platz Jesu in meinem Leben? Wo Jesus dabei ist, leuchtet sein Licht und wird alles verwandelt und in ein neues Licht gesetzt. Laden wir Jesus jeden Tag ein – wie die Leute in Kana oder wie die Jünger in Emmaus: Komm, Herr, und bleibe bei uns!

2.2 „Was Er euch sagt, das tut!"

Was in Kana geschah, zeigt an: Jesus ist gekommen, um unser Leben zu verwandeln und mit der Fülle der Gaben Gottes zu beschenken und uns zu einer Hochzeit zu laden, wie noch keine war. Was in Kana im Zeichen angekündigt wurde, geschieht immer wieder – auch heute, auch bei uns. Wo denn, wie und wann? Eine Antwort gibt uns Maria mit ihrem Wort: „Was Er euch sagt, das tut!" In diesem Wort ist Marias ganze Gesinnung und Haltung gegenwärtig. Als letztes Wort, das in der Bibel aus dem Mund Marias überliefert ist, ist es zugleich ihr Testament – das, was sie uns bleibend sagen will: „Was Er euch sagt, das tut!" Die Verwandlung unseres Lebens – unser Heil, unsere Erlösung – können wir nicht selber herstellen, sie bleibt allein Geschenk und Werk Jesu. Aber wir können sein Handeln an uns und an der Welt vorbereiten, indem wir tun, was Er uns sagt. Wo Menschen tun, was Jesus sagt, wird Er die Welt verwandeln – auch heute!

2.3 Hochzeit, wie nie zuvor eine war

Jesus wirkte sein erstes Zeichen und offenbarte sich und seine Herrlichkeit bei einer Hochzeit. Doch eigenartig – bei dieser Hochzeit steht nicht – wie sonst üblich – das Hochzeitspaar im Mittelpunkt; von der Braut wird nichts erwähnt; vom Bräutigam ist nur indirekt die Rede. Im Mittelpunkt steht Jesus. Er ist hier der wahre Bräutigam. Seine Mutter und seine Jünger sind die eigentlichen Hochzeitsgäste. Denn in Jesus, der wahrer Gott und wahrer Mensch ist, und in den Menschen, die Ihm anhangen und an Ihn glauben, beginnt die Vermählung zwischen Himmel und Erde, zwischen Gott und Menschen. Es ist Hochzeit, wie nie zuvor eine war. Wenn wir die Ruf Jesu zu dieser Hochzeit annehmen, indem wir tun, was Er sagt, wird sich für uns alles so verwandeln, dass wir überall die Zeichen seiner Herrlichkeit und seiner Gegenwart, seiner Macht und Liebe erkennen und erfahren können in unserem Leben und in unserer Welt.

 

3. Jesus, der uns das Reich Gottes verkündet hat

Bibeltext: Mt 4,12-17 (Mk 1,14-15)

3.1 Die Botschaft vom Reich Gottes

Wie ein helles Licht im Dunkel ist Jesu Kunde von Gott, dem Vater, und die Botschaft vom Reich Gottes, die Verheissung, dass Gott alles und in allem sein wird und dass in Ihm alles seine Erfüllung und Vollendung finden wird. Und was dazu kommt: Jesus lädt uns ein, an diesem Reich teilzuhaben und in Gemeinschaft mit Gott zu leben. Er selber wird heilen und vergeben, was uns von Gott trennt. Alles, was Jesus zu verkünden hat, ist darin zusammengefasst: Gott ist der Herr und König, Er allein und niemand ausser Ihm und neben Ihm, und dieser Gott ist uns nahe; dieser Gott ist für uns da! Die Botschaft Jesu ist Kunde von Gott und Einladung zum Leben in Gemeinschaft mit Gott.

3.2 Glaube und Umkehr

In seiner Botschaft vom Reich Gottes sagt Jesus, es sei nahegekommen, oder auch, es sei schon mitten unter uns. Doch wichtiger als zeitliche Angaben ist sein Anruf an uns, die Gnade der Stunde nicht zu verpassen und sein Angebot hier und heute und jeden Tag von neuem anzunehmen – und dies geschieht in Glauben und Umkehr. Beides gehört zusammen wie die beiden Seiten einer Medaille. Wenn Gott uns so nahe ist und wenn wir in seiner Gemeinschaft leben wollen, müssen wir uns abwenden von dem, was dieser Gegenwart Gottes widerspricht und umkehren von falschen Wegen und falschen Weisen des Denkens und Handelns. Dieser Umkehr entspricht auf der andern Seite der Glaube als volle Zuwendung zu Gott. Glauben heisst hier: Ich verlasse mich darauf, ich baue mein Leben darauf, dass Gott mir nahe ist und dass Gott der Herr und König der Welt und ihrer Geschichte und auch meines Lebens ist.

3.3 Jesus und die Kirche

Jesus hat das Reich Gottes, wie es in dieser Welt und Zeit nahegekommen und in Ihm selber angebrochen ist, dargestellt in den Bildern und Gleichnissen vom kleinen Samenkorn und der allmählich keimenden und Frucht bringenden Saat. Ja, Jesus selber ist das Samen- oder Weizenkorn, das in die Erde fällt und stirbt und nun als Auferstandener reiche Frucht bringt – in den Menschen, die sein Wort annehmen und an Ihn glauben. In diesen Menschen, die der kleinen Herde Christi beigezählt werden, weitet sich das Reich Gottes schon mitten in dieser Welt vom Auferstandenen auf die Menschen und auf die Welt hin aus. Die kleine Herde Christi aber ist die Kirche. Die Kirche ist noch nicht das Reich Gottes in seiner vollen Gestalt, aber sie ist – wie das Konzil sagt – „Keim und Anfang des Reiches Gottes". Sie ist die jetzige Gestalt des Reiches und „streckt sich verlangend aus nach dem vollendeten Reich", indem sie immer wieder betet: „Dein Reich komme!"

 

4. Jesus, der auf dem Berg verklärt worden ist

Bibeltext: Mattäus 17,1-9

4.1 Mit Jesus auf dem heiligen Berg

Der Gang auf einen Berg führt aus den Niederungen des Alltags; man gewinnt Distanz, und mit grösserer Höhe weitet sich der Blick, und auf dem Gipfel schliesslich kann man das weite Land überblicken. Von dieser Erfahrung führt der Weg weiter zu den Menschen, von denen die Bibel berichtet, dass sie auf den Bergen die Nähe Gottes suchten. Nicht dass Gott auf den Bergen wohnen würde; Er wohnt überall. Aber wir Menschen brauchen Distanz und Höhe, um mehr vom Geheimnis Gottes ahnen und spüren zu können. So durften die drei Apostel auf dem Berg etwas von Jesus erkennen und erfahren, was sonst nicht so unmittelbar an Ihm zu sehen war. Sie erkennen: Auf Jesus liegt der Lichtglanz Gottes. Er ist umkleidet mit endzeitlicher Herrlichkeit. Und was die drei Apostel im Lichtglanz sehen, wird von der Stimme vom Himmel bestätigt und verstärkt: „Das ist mein vielgeliebter Sohn! Auf Ihn sollt ihr hören!"

4.2 Sternstunden und Alltag des Glaubens

Petrus wollte auf dem heiligen Berg Hütten bauen und das Glück der Stunde festhalten. Doch der Glaube kann nicht stehen bleiben, sondern ist ein stets neuer Aufbruch. Und auf diesem Pilgerweg des Glaubens gibt es nicht nur die Sternstunden, sondern auch den Alltag. Gerade die Sternstunden des Glaubens sind immer auch eine Sendung in den Alltag des Christseins hinein. Umgekehrt aber gilt auch: Wer das Christsein im Alltag zu leben versucht, dem wird auch am ehesten die Gnade erneuter Sternstunden des Glaubens zuteil, weil gerade der Mensch, der auch im Alltag gläubig lebt, fähig und offen ist, die Zeichen Gottes in der Welt wahrzunehmen. Christliches Glauben und Leben besteht nicht nur und nicht einmal zuerst in religiösen Hochgefühlen an Festtagen, sondern muss sich in einem nüchternen, vom Wort Gottes bestimmten Leben im Alltag ausweisen. Was die drei in einer Sternstunde auf dem Berg erleben durften, möchte ihnen und uns allen Wegweisung sein im Tag des Alltags: In allem, was auf uns zukommt, hält Gott sich bereit, uns zu begegnen und zu führen.

4.3 Auch im Dunkel an das Licht glauben

Was die drei Apostel auf dem Berg gesehen und gehört haben, sollte nicht einfach nur ein schönes und unvergessliches Erlebnis sein, sondern es soll ihnen Kraft und Mut geben für düstere Tage. Darum spricht Jesus beim Abstieg vom Berg vom Weg, den er in Jerusalem vollendet sollte, von seinem Tod und seiner Auferstehung. Auch dann, wenn Jesus selber den Weg des Leidens und des Todes gehen muss, sollen sie an Ihm nicht irre werden. Sie und alle Jünger Christi sollen auf Ihn hören und an Ihm festhalten – auch dann, wenn der Himmel düster ist und Gott zu entschwinden scheint und seine Weg unbegreiflich und schwer werden. Auch im Dunkel des Lebens und gerade dann dürfen und wollen wir an das Licht glauben. Denn Gott hat uns seinen Sohn zum Bruder gegeben, dass Er den Weg mit uns geht, auch durch alles Dunkel hindurch.

 

5. Jesus, der uns die heilige Eucharistie geschenkt hat

Bibeltext: Mt 26,26-29

5.1 Leib und Blut Christi

„Wenn du wüsstest, worin die Gabe Gottes besteht..." (Joh 4,10). Dieses Wort, von Jesus zur Frau am Jakobsbrunnen gesprochen, gilt erst recht vom grossen Geschenk der Eucharistie. In dieser Gabe gibt Jesus nicht nur etwas. Er gibt sich selber. Die Gaben Brot und Wein werden durch die Kraft des Wortes Jesu und durch das Wirken des Heiligen Geistes verwandelt in Leib und Blut Christi. Die eucharistischen Gaben sind nicht nur Zeichen für Jesus Christus; sie bedeuten nicht nur Leib und Blut Christi, sondern sie sind es wirklich. „Wenn du wüsstest, worin die Gabe Gottes besteht..." Ja, wir wollen betend bedenken und dankbar betrachten, was Jesus uns in der heiligen Eucharistie geschenkt hat. Denn das Licht der Eucharistie wird sich uns nur in dem Mass erschliessen, als wir sie stets neu gläubig und ehrfürchtig, froh und dankbar betrachten und feiern und empfangen und nachvollziehen.

5.2 Deinen Tod, o Herr, verkünden wir

In der Eucharistie ist Jesus da mit seinem Leib, den Er am Kreuz für uns hingegeben hat, und mit seinem Blut, das am Kreuz vergossen worden ist. Jesus ist da in seinem Todesgeheimnis. Über jeder Eucharistie steht das Kreuz Christi, der Ernst des Todes des Gottessohnes. Über jeder Eucharistie steht seine Liebe und Hingabe bis zum letzten, bis zur Vollendung. Die Eucharistie ist Gedächtnis dieser seiner Hingabe. Sie ist Gedächtnis seines Todes und seiner Auferstehung. Gedächtnis im biblischen Sinn bedeutet aber mehr als nur eine subjektive, gedankliche Erinnerung an ein längst vergangenes Ereignis. Im dankenden Gedenken und Verkünden der grossen Taten Gottes werden diese stets neu gegenwärtig. „Deinen Tod, o Herr, verkünden wir, und Deine Auferstehung preisen wir..."

5.3 Bis Du kommst in Herrlichkeit

Die Eucharistie ist Gedächtnis und damit auch Gegenwart dessen, was in Tod und Auferstehung Christi geschehen ist. Sie ist aber zugleich auch Vorausschau und Vorausnahme dessen, was kommt, oder besser: der kommt. „Bis Du kommst in Herrlichkeit", wollen wir die Eucharistie feiern. Damit ist nicht nur eine zeitliche Angabe gemacht, sondern die innere Haltung angesprochen: Wir feiern die Eucharistie und verkünden Tod und Auferstehung des Herrn in der Erwartung und Hoffnung, daß Christus in Macht und Herrlichkeit kommen und alles vollenden wird, was Er auf Erden begonnen hat. Diese Erwartung ist aber kein blosser Blick in eine ferne, unbestimmte Zukunft, sondern da beginnt diese Erwartung schon Wirklichkeit zu werden. Indem Christus in der Eucharistie schon kommt und gegenwärtig wird, beginnt hier schon seine Wiederkunft. Indem Christus uns Anteil gibt an seinem Leib und Blut, beginnt hier bereits das himmlische Hochzeitsmahl. Die Eucharistie ist die Vorspeise jenes einen und einzigen endzeitlichen Mahles, das Gott uns bereitet.

Pfarrer Dr. Erwin Keller, St.Gallen

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lateinischer

 IN DER MUTTERSPRACHE DER KIRCHE

(in lateinischer Sprache)

ROSARIUM IN HONOREM  BEATAE VIRGINIS MARIAE

ORATIONES

Rosarium gaudiosum

Rosarium dolorosum 

Rosarium gloriosum

ALTER MODUS

 

ORATIONES

PATER NOSTER qui es in coelis; sanctificetur nomen tuum, adveniat regnum tuum, fiat voluntas tua: sicut in coelo et et terra. - Panem nostrum quotidianum da nobis hodie. Et dimitte nobis debita nostra; sicut et nos dimittimus debitoribus nostris. Et ne nos inducas in tentationem, sed libera nos a malo. Amen.

AVE MARIA, gratia plena, Dominus tecum; benedicta tu in mulieribus et benedictus fructus ventris tui Iesus. - Sancta Maria, mater Dei, ora pro nobis peccatoribus nunc, et in hora mortis nostrae. Amen.

GLORIA PATRI, et Filio, et Spiritui Sancto. Sicut erat in principio et nunc et semper; et in saecula saeculorum. Amen.

CREDO IN UNUM DEUM Patrem omnipotentem, factorem coeli et terrae, visibilium omnium et invisibilium: Et in unum Döminum Iesum Christum, Filium Dei unigenitum. Et ex Patre natum ante omnia saecula; Deum de Deo, Lumen de Lumine, Deum verum de Deo vero; Genitum, non factum, consubstantialem Patri: per quem omnia facta sunt; Qui propter nos homines et propter nostram salutem descendit de coelis. Et incarnatus est de Spiritu Sancto ex Maria Virgine: Et homo factus est. Crucifixus etiam pro nobis. Sub Pontio Pilato passus et sepultus est. Et resurrexit tertia die, secundum Scripturas. Et ascendit in coelurn: sedet ad dexteram Patris. Et iterum venturus est curn gloria judicare vivos et mortuos. cujus regni non erit finis. - Et in Spiriturn Sanctum, Dominum et vivificantem. Qui ex Patre Filioque procedit; Qui cum Patre et Filio simul adoratur et conglorificatur: qui locutus est per Prophetas. Et unam sanctam catholicam et apostolicam Ecclesiarn. Confiteor unum baptisma in remissionem peccatorum. Et exspecto resurrectionem mortuorum. Et vitam venturi saeculi. Amen.

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Rosarium gaudiosum

1.: Iesus: qui adaugeat in nobis fidem.

2.:             qui corroboret in nobis spem.

3.:             qui perficiat in nobis caritatem.

 

1.: Iesus: quem Virgo concepisti.

2.:             quem visitando Elisabeth portasti.

3.:             quem Virgo genuisti.

4.:             quem in templo praesentasti.

5.:             quem in templo invenisti.

 

Rosarium dolorosum

1.: Iesus: qui intellectum nostrum illuminet.

2.:             qui voluntatem nostram perficiat.

3.:             qui memoriam nostram roboret.

 

1.: Iesus: qui pro nobis sanguinem sudavit.

2.:             qui pro nobis fiagellatus est.

3.:             qui pro nobis spinis coronatus est.

4.:             qui pro nobis crucem bajulavit.

5.:             qui pro nobis crucifixus est.

 

Rosarium gloriosum

1.: Iesus: qui dirigat cogitationes.

2.:             qui regat verba.

3.:             qui gubernet opera.

 

1.: Iesus: qui resurrexit a mortuis.

2.:             qui in caelum ascendit.

3.:             qui Spiritum sanctum misit.

4.:             qui te, Virgo, in caelum assumpsit.

5.:             qui te, Virgo, in caelis coronavit.

        

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ALTER MODUS

Credo. Pater. Ave ter. Tum Gloria Patri.

 

PRIMUM MYSTERIUM gaudiosum:

Annnntiatio Beatae Mariae Virginis et Verbi Incarnatio.

Fructus mysterii: Humilitas.

Pater. Decies: Ave. Gloria Patri.

 

SECUNDUM MYSTERIUM gaudiosum:

Visitatio B. M. Virginis apud sanctam Elisabeth.

Fructus mysterii: Amor proximi.

Pater. Decies: Ave. Gloria Patri.

 

TERTIUM MYSTERIUM gaudiosum:

Nativitas domini nostri Iesu Christi.

Fructus mysterii: Paupertas.

Pater. Decies: Ave. Gloria Patri.

 

QUARTUM MYSTERIUM gaudiosum:

Praesentatio Iesu in templo.

Fructus mysterii: Obedientia.

Pater. Decies: Ave. Gloria Patri.

 

QUINTUM MYSTERIUM gaudiosum:

Inventio Iesu in templo.

Fructus mysterii: Iesu amica quaesitio et consectatio:

Pater. Decies: Ave. Gloria Patri.

 

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PRIMUM MYSTERIUM dolorosum:

Agonia Christi in horto olivarum.

Fructus mysterii: : Contritio.

Pater. Decies: Ave. Gloria Patri.

 

SECUNDUM MYSTERIUM dolorosum:

Flagellatio crudelis.

Fructus mysterii: : Amor paenitentiae.

Pater. Decies: Ave. Gloria Patri.

 

TERTIUM MYSTERIUM dolorosum:

Coronatio spinarum acerbissima.

Fructus mysterii: : Mortificatio amoris proprii.

Pater. Decies : Ave. Gloria Patri.

 

QUARTUM MYSTERIUM dolorosum:

Bajulatio crucis ad Calvarium montem.

Fructus mysterii: : Patientia in malis vitae tolerandis.

Pater. Decies: Ave. Gloria Patri.

 

QUINTUM MYSTERIUM dolorosum:

Crucifixio et mors in ligno Crucis.

Fructus mysterii:: Amor Jesu et Mariae.

Pater. Decies: Ave. Gloria Patri.

 

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PRIMUM MYSTERIUM gloriosum:

Resurrectio Christi.

Fructus mysterii: : Conversio cordis.

Pater. Decies: Ave. Gloria Patri.

SECUNDUM MYSTERIUM gloriosum:

Ascensio Domini.

Fructus mysterii: : Desiderium caeli.

Pater. Decies: Ave. Gloria Patri.

 

TERTIUM MYSTERIUM gloriosum:

Missio Spiritus Sancti in discipulos.

Fructus mysterii: Mentis ad divina applicatio animique puritas.

Pater. Decies: Ave. Gloria Patri.

 

QUARTUM MYSTERIUM gloriosum:

Assumptio Beatae Mariae Virginis.

Fructus mysterii: : Gratia sancte moriendi.

Pater. Decies: Ave. Gloria Patri.

 

QUINTUM MYSTERIUM gloriosum:

Maria Virgo in caelis coronata.

Fructus mysterii: : Fiducia ergo B. M. V.

Pater. Decies: Ave. Gloria Patri.

 

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Meditativer Rosenkranz. Zu jedem Geheimnis ein weiterführender Gedanke

Man versuche doch, gleichsam 'Aug in Aug' mit der Gottesmutter, langsam und andächtig die "Ave " zu beten und nach dem Namen "Jesus " jeweils einen der zehn Zusätze anzufügen und in sich hineinzunehmen. Alles Weitere wird der Heilige Geist tun, der im ernsten und ehrfürchtigen Beter das vollkommene Gebet wirken kann.

Beim zehnten AVE MARIA eines jeden Gesätzes beten wir um die Frucht dieses Geheimnisses (kursiv geschrieben)

 

DER FREUDENREICHE ROSENKRANZ

I. Geheimnis: Den Du, o Jungfrau, vom Heiligen Geist empfangen hast.

2. Der durch den Engel dein Jawort erbeten hat.

3. Der auf dein Jawort hin dein Kind geworden ist.

4. Den du, als den Gottmenschen, in deinem Schoss getragen hast.

5. Der dich zum voraus vor jeder Makel der Erbsünde bewahrt hat.

6. Der dich zum voraus durch den Heiligen Geist so gnadenvoll gemacht hat.

7. Der dein ganzes Sein mit Jubel und Anbetung erfüllt hat.

8. Mit Dem du auch uns geheimnisvoll in deinem Schoss getragen hast.

9. Der durch Seine Menschwerdung alle Menschwerdung heiligen wollte.

10. Um Dessentwillen wir dich so innig lieben und verehren.

II. Geheimnis Den Du, o Jungfrau, zu Elisabeth getragen hast.

2. Dessen Liebe dich zur Tat der Liebe gedrängt hat.

3. Den du anbetend über Täler und Hügel getragen hast.

4. In dessen Liebe dir die ganze Weit verwandelt war.

5. Mit Dem du die Menschen auf dem Weg so innig gesegnet hast.

6. Durch Den du das Haus des Zacharias mit Segen erfüllt hast.

7. Der aus deinem Schoss seinen Vorläufer geheiligt hat.

8. Der Elisabeth mit so großer Ehrfurcht auch vor dir erfüllt hat.

9. In Dem dein Geist frohlockend das Lob seiner Gnade gesungen hat.

10. Der auch uns zur Tat der Nächstenliebe drängen wolle.

III. Geheimnis: Den Du, o Jungfrau, geboren hast.

2. Der dich in seine freiwillige Armut hineingenommen hat.

3. Der dich gnadenvoll zur Gefährtin Seines schweren Lebens gemacht hat.

4. Der aus dir, wie die Sonne aus der Morgenröte, hervorgegangen ist.

5. Den du, als deinen Gott und Herrn, in die arme Krippe gelegt hast.

6. Den du im Schauer heiliger Ehrfurcht angebetet hast.

7. Dessen unendliche Liebe dich alle Armut vergessen ließ.

8. Den du in inniger Mutterliebe an dein Herz genommen hast.

9. Den du den armen Hirten in die Arme gelegt hast. 1

10. Den du allen Verlangenden ins Herz hineinbetten mögest.

IV. Geheimnis: Den Du, o Jungfrau, im Tempel aufgeopfert hast.

2. Den du nach dem Willen des Vaters zum Opfer dargebracht hast.

3. Den der Vater zu unserem Heil als Opfer zum voraus angenommen hat.

4. Der als König und Herrscher von Seinem Tempel Besitz ergriffen hat.

5. In Dem der greise Simeon das Heil der Welt begrüßt hat.

6. Den der heilige Greis als das Licht der Heiden verkündet hat.

7. An Dem sich von nun an das Schicksal aller Menschen entscheiden wird.

8. Der auch Dein Schicksal in Mühen und Herrlichkeit wurde.

9. Den du als Opferlamm in deinen Alltag zurückgetragen hast.

10. Der auch uns den liebenden Opfergeist schenken wolle.

V. Geheimnis; Den Du, o Jungfrau, im Tempel wiedergefunden hast.

2. Der ohne dein Wissen im Tempel zurückgeblieben ist.

3. Der jetzt in dein sein musste, was seines Vaters ist.

4. Dessen Verlust dich in tiefes Bangen gestürzt hat.

5. Nach Dem sich dein Mutterherz in Sehnsucht verzehrt hat.

6. Den du in Schmerzen Tag und Nacht gesucht hast.

7. Den du staunend mitten unter den Lehrern gefunden hast.

8. Dem du dein mütterliches Nichtverstehen kundgetan hast.

9. Dessen göttliche Antwort du in deinem Herzen erwogen hast.

10. Der uns helfen wolle, das Liebste zu lassen, wenn Gott es will.

 

DER SCHMERZENSREICHE ROSENKRANZ

I. Geheimnis: Der für uns Blut geschwitzt hat.

2. Der für uns die Todesangst durchleiden wollte.

3. Den der Ekel über unsere Sünden quälte.

4. Dessen Seelennot so viele Sünder gleichgültig lässt.

5. Den unsere Gleichgültigkeit für das Heil der Seelen so namenlos traurig macht.

6. Der in äußerster Verlassenheit sich dem Willen des Vaters übergeben hat.

7. Der umsonst bei den schlafenden Aposteln Trost gesucht hat.

8. Der sich unter Blutschweiss das Ja zum Kreuz abgerungen hat.

9. Der in königlicher Freiheit dem Opfertod für uns entgegenging.

10. Der auch uns zur Hingabe an Gottes Vaterwillen stärken wolle.

II. Geheimnis: Der für uns gegeißelt worden ist.

2. Der, schuldlos befunden, zur Züchtigung ausgeliefert wurde.

3. Der sich wie ein Lamm zur Schlachtbank führen ließ.

4. Den sie mit Geißeln wund geschlagen haben.

5. Dessen heiligen Leib sie mit Bleiruten aufgepflügt haben.

6. Der seine Blöße mit dem Mantel seines Blutes bedecken ließ.

7. Der seinen Mund nicht auftat, da Er für uns litt.

8. Der uns durch dieses Leiden vor den Peinen der Hölle bewahren wollte.

9. Der als reines Lamm für uns zur Sühne litt.

10. Der uns durch sein Leiden zu liebender Busse führen wolle.

III. Geheimnis: Der für uns mit Dornen gekrönt worden ist.

2. Dem ein roter Fetzen als Königsmantel umgehängt wurde.

3. Dem sie ein Rohr als Szepter in die Hände gaben.

4. Dessen heiliges Haupt von einer Dornenkrone zerstochen wurde.

5. Mit dem die Sünder ein grausames Spiel getrieben haben.

6. Dem sie ins hochheilige Antlitz schlugen.

7. Dem sie ins hochheilige Antlitz spieen.

8. Der uns durch sein heiliges Dulden unendlich verehrungswürdig geworden ist.

9. Vor dessen ewigem Königtum sich alle Knie beugen sollen.

10. Der uns durch Seine Erniedrigung zur Demut führen wolle.

IV. Geheimnis: Der für uns das schwere Kreuz getragen hat.

2. Der unschuldig zum Verbrechertod verurteilt worden ist.

3. Der das Holz der Schmach auf seine wunden Schultern nahm.

4. Der auf dem Kreuz unsere Sünden nach Golgotha getragen hat.

5. Der unter der Last des Kreuzes dreimal zusammenbrach.

6. Der in unendlicher Treue immer wieder aufgestanden ist.

7. Der dem Helfer Simon von Cyrene zur Gnade geworden ist.

8. Der in seiner Todesschwäche die weinenden Frauen zur Busse ermahnt hat.

9. Der uns in Liebe mahnt, unser Kreuz ihm nachzutragen.

10. Der uns durch seine Todesschwäche stärken wolle.

V. Geheimnis: Der für uns gekreuzigt worden ist.

2. Der für unsere Gaumenlust mit Essig und Galle getränkt wurde.

3. Der, seiner Kleider beraubt, für unsere Schamlosigkeit büßen wollte.

4. Der vor deinen Augen ans Kreuzholz angenagelt wurde.

5. Der vor deinen Augen am Kreuz hoch aufgerichtet wurde.

6. Der in seiner Qual den Peinigern so barmherzig Verzeihung erbat.

7. Der dem reumütigen Schächer das Paradies verheilen hat.

8. Der auch die Qual der Gottverlassenheit für uns leiden wollte.

9. Der in seiner Liebe dich, Schmerzensreiche, uns zur Mutter gegeben hat.

10. Der durch seinen Opfertod so gnädig unsere Erlösung gewirkt hat.

 

DER GLORREICHE ROSENKRANZ

I. Geheimnis:. Der von den Toten auferstanden ist.

2. Dessen siegreiche Seele göttlich beseligt worden ist.

3. Dessen Seele in Gottes Kraft vom heiligsten Leib Besitz ergriffen hat.

4. Der wunderbar verklärt aus dem Grab erstanden ist.

5. Der dich, jungfräuliche Mutter, wunderbar getröstet hat.

6. Der alles Leid der Seinen in Siegesfreude verwandelt hat.

7. Der auch uns zu neuem Leben ruft und stärken will.

8. Der unsere Niederlagen in Sieg verwandeln will.

9. Der allein die Auferstehung und das Leben ist. 1

10. Der uns den Sieg verleihe über Sünde, Not und Tod.

II.. Geheimnis: Der in den Himmel aufgefahren ist

2. Der, auferstanden, den Seinen vielfach erschienen ist.

3. Der die Seinen im Glauben wunderbar gefestigt hat.

4. Der die Apostel zum Zeugnis in die Welt hinaus gesendet hat.

5. Der vor den Augen der Seinen in den Himmel aufgefahren ist.

6. Der als Herr der Herrlichkeit zum Vater heimgekehrt ist.

7. Der nun glorreich zur Rechten des Vaters thront.

8. Der uns im Himmel eine Wohnung bereitet hat.

9. In Dem wir den einzigen Mittler beim Vater haben. 1

10. Der uns zu froher Erwartung seiner Wiederkunft aufrichten wolle.

III. Geheimnis: Der uns den Heiligen Geist gesandt hat

2. Der die Seinen, in Gemeinschaft mit Dir, um die Kraft aus der Höhe beten ließ.

3. Der den Heiligen Geist in Gestalt feuriger Zungen über sie kommen ließ.

4. Der durch den Heiligen Geist ihren Verstand erleuchtet hat.

5. Der durch den Heiligen Geist ihre Herzen entflammt hat.

6. Der durch den Heiligen Geist ihrem Zeugnis Macht verliehen hat.

7. Der sie durch den Heiligen Geist zu neuen Menschen umgeschaffen hat.

8. Der den Heiligen Geist seiner Kirche als belebende Seele eingehaucht hat.

9. Der seine Kirche durch den Heiligen Geist wunderbar lenkt und heiligt.

10. Der auch uns mit der Kraft und Liebe des Heiligen Geistes ausrüsten wolle.

IV. Geheimnis: Der dich, o Jungfrau, in den Himmel aufgenommen hat.

2. Der dich mit Sehnsucht nach dem Himmel erfüllt hat.

3. Der unsichtbar an deinem Sterbelager stand.

 4. Der dich in letzter Liebeshingabe vollendet hat.

5. Der den Leib, der Ihn getragen hat, die Verwesung nicht schauen liess.

6. Der dich mit Leib und Seele zur Gefährtin seiner Glorie gemacht hat.

7. Der dich über alle Engel und Heiligen erhoben hat

8. Der dich, auserlesenstes Geschöpf seiner Liebe, ins dreifaltige Licht seiner Herrlichkeit aufgenommen hat.

9. Der dich als Erste zur endgültigen Vollendung der Kinder Gottes geführt hat.

10. Der auch uns durch deine Fürbitte einen seligen Heimgang verleihen wolle.

V. Geheimnis: Der dich, o Jungfrau, im Himmel gekrönt hat.

2. Der dir den ersten Platz in Seinem ewigen Reich angewiesen hat.

3. Der dich zur Königin aller Heiligen und Engel gekrönt hat.

4. Der dich als Mutter der Erlösten zur milden Herrscherin gemacht hat.

5. Der dich zur Schatzmeisterin aller himmlischen Gnaden bestimmt hat.

6. Der dich zur Mittlerin bei Ihm, dem einzigen Mittler, auserkoren hat.

7. Der deiner Fürbitte so große Macht verliehen hat.

8. Der dich auf Erden durch so große Wunder verherrlicht hat.

9. Der den Herzen der Seinen eine so große Liebe zu dir eingeflößt hat.

10. Der uns einmal Seine und deine Herrlichkeit im Himmel schauen lassen wolle.

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2006

 

Rundbrief an alle Mitbeter des LEBENDIGEN ROSENKRANZES, Oktober 2006

 

-> Wird Anfang Oktober 2006 an alle Mitglieder auf dem Postweg zugesandt.

 

 

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