Hauptseite: AUS KIRCHE UND WELT

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Gibt_es_in_der_Hölle_Tugenden?_Und_wie_ist_ihre_Sprache?

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DNA-Analysen an Ikonen-Bild ergeben aufsehenerregende Resultate

bulletEs ist Zeit für die Aussaat
bulletRatzinger: Türkei mit Europa gleichzusetzen wäre ein Irrtum! 
bulletVatikan berät über New-Age
bulletJährlich weltweit 46 Millionen Abtreibungen!! Das ist 6 x die Schweizer Bevölkerung PRO JAHR!!!
bulletVergreisung Europas und der Islam. Eine demographische Analyse von Weihbischof Dr. Laun, Salzburg
bulletKardinäle schlagen Alarm. Niedergang des Christentums in Deutschland mit verheerenden Folgen
bulletStrategie zur Unterminierung katholischer Gruppen 
bulletKardinal Wetter, München: Für gemeinsame Eucharistie ,keine ausreichende Basis’
bulletBischof von Trier weihte Bistum an Gottesmutter: "Kirche muss wieder zu einer betenden Kirche werden!"
bulletAllianz der Ungläubigen gegen die katholische Kirche
bulletPapst: Zerstörerische Auswirkung des Säkularismus
bulletNight of Light' statt Halloween. Hexenkult setzt unsere Kinder den bösen Mächten aus!
bulletKardinal Meisner warnt vor Werte-Giften in Europa
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Joachim Kard. Meisner, Köln: Falsche_Propheten

 

 

Gibt es in der Hölle Tugenden? Und wie ist ihre Sprache?

 

Das ist  kurz und schnell gesagt:

TUGENDEN DER HÖLLE: Stolz und Unkeuschheit

SPRACHE DER HÖLLE: Lügen und Fluchen

So, das wär's! Bitte auf Erden nicht nachahmen!

 

VIELMEHR REDEN SIE SCHON HIER AUF ERDEN DIE SPRACHE MARIENS:

TUGEND: Demut, Reinheit / Immakulata / Gehorsam

SPRACHE: "Ich bin die Magd des Herrn. FIAT - Dein Wille  geschehe.". 

 

 

 

 

Zerstörerische Auswirkung des Säkularismus auf Gesellschaft

Johannes Paul II. zu englischen Bischöfen: Durch Treue zum ordentlichen Lehramt der Kirche hält ein Bischof das Volk Gottes von Abweichungen und von einem Abfall im Glauben ab

Vatikan

Papst Johannes Paul II. ist der Ansicht, dass die große Herausforderung, der sich die katholische Kirche in England und Wales gegenüber sieht, der „Säkularismus" sei, dem man mit einem "neuen Impuls christlichen Lebens" antworten solle. Eine Auffassung von Gesellschaft, in der Männer und Frauen leben, als ob Gott nicht existiere, habe auch negative Auswirkungen auf das bürgerliche Zusammenleben, sagte der Papst am Donnerstag in einer Rede, die er an die englischen Bischöfe richtete, als er sie im Rahmen ihres Besuchs «ad limina apostolorum» empfing.

"Obgleich sie ein reiches christliches Erbe vorzuweisen haben, stehen England und Wales heutzutage dem Vordringen des Säkularismus gegenüber", stellte der Heilige Vater bei dem Treffen fest, das nach den persönlichen Audienzen stattfand, die die englischen und walisischen Bischöfe zuvor mit ihm gehabt hatten.

"An der Wurzel dieser Lage steht der Versuch, eine Sichtweise der Menschheit zu verbreiten, die von Gott getrennt und von Jesus Christus entfernt ist". "Es ist eine Mentalität, die den Individualismus übertreibt, die die grundlegende Verbindung zwischen Freiheit und Wahrheit trennt, und daher die gegenseitigen Bindungen zerstört, die das gesellschaftliche Leben ausmachen".

"Dieser Verlust eines Gottessinnes wird oftmals als ‘die Einsamkeit des Menschen’ erfahren", sagte der Papst den Bischöfen, die vom Erzbischof von Westminster, Kardinal Cormac Murphy O'Connor, angeführt wurden.

„Gesellschaftlicher Zusammenbruch, Bedrohung des Familienlebens, die hässlichen Schreckbilder von rassistischer Intoleranz und Krieg desorientieren insbesondere junge Menschen und nehmen ihnen zuweilen sogar den Mut". „Daher ist es nicht nur die Kirche, die die zerstörerischen Auswirkungen des Säkularismus erleidet, sondern das bürgerliche Zusammenleben ebenfalls".

Angesichts dieser Situation tätigte der Heilige Vater einen Aufruf, der zuallererst an die Bischöfe selbst gerichtet war: „Wir sind aufgerufen, in unserer Pflicht wachsam zu sein, um mit klarer und leidenschaftlicher Sicherheit zu erklären, dass Jesus Christus die Quelle der Hoffnung ist - einer Hoffnung, die nie enttäuscht".

„Die Gläubigen in England und Wales sehen in der großen Erwartung auf Euch, das Evangelium zu predigen und zu lehren, das die Dunkelheit verscheucht und den Weg des Lebens erhellt", erinnerte er sie. Die tägliche Verkündung des Evangeliums und ein Leben in Heiligkeit ist die Berufung der Kirche, allzeit und immerdar".

„Die Phänomene des Säkularismus und der weit verbreiteten religiösen Indifferenz, der Verfall der Berufungen zum Priesteramt und zum Ordensleben, die großen Schwierigkeiten, die Eltern erleben, die ihre Kinder im Katechismus unterweisen wollen - all das deutet darauf hin, dass es für die Bischöfe dringlich ist, ihre grundlegende Sendung zu ergreifen, authentische und maßgebliche Künder des Wortes zu sein".

Die Bischöfe, daran erinnerte er, indem er das Zweite Vatikanische Konzil zitierte, „haben die Pflicht, die Einheit des Glaubens zu hegen und zu pflegen und die Disziplin, die der gesamten Kirche gemeinsam ist, aufrecht zu erhalten". „Durch Treue zum ordentlichen Lehramt der Kirche, durch striktes Befolgen der Disziplin der Universalkirche und durch positive Stellungnahmen, mit denen die Gläubigen deutlich unterwiesen werden, hält ein Bischof das Volk Gottes von Abweichungen und von einem Abfall im Glauben ab, und garantiert ihm die objektive Möglichkeit, den wahren Glauben ohne Fehler zu bekennen", unterstrich der Papst.

Der Papst bezog sich auf die Berichte, die die englischen und walisischen Bischöfe ihm überreicht hatten und gestand seine „tiefe Überzeugung, dass das neue Jahrtausend einen neuen Impuls christlichen Lebens verlangt."

Wenn die Kirche den Durst der Menschen nach Wahrheit und wahren Werten, auf denen sie ihr Leben aufbauen können, befriedigen soll, dann darf keine Anstrengung gescheut werden, wirksame pastorale Initiativen zu erfinden, um Jesus Christus bekannt zu machen", fügte er hinzu.

„Eine wahre Pädagogik des Gebets, eine überzeugende Katechese über die Bedeutung der Liturgie und der Sonntagseucharistie und die Förderung der häufigen Beichte wird viel bewirken, um dieses pastorale Ziel zu verwirklichen und in den Herzen Eures Volkes die Freude und den Frieden zu entfachen, die von der Teilnahme am Leben und an der Mission der Kirche ausgehen", meinte Papst Johannes Paul II. abschließend.

In diesem Sinne unterstützte er die insbesondere in der Jugendevangelisierung entstehenden Initiativen wie "Youth 2000" und die Entwicklung von Studentengemeinden.

 

 

 

Kardinal von Chicago für breite Verwendung des tridentinischen Ritus

Francis George betonte, dass Papst Johannes Paul II. immer wieder an die Schönheit und Wichtigkeit des traditionellen Messritus erinnert hatte.

Versailles

Kardinal Francis George von Chicago hat sich für die Nutzung des tridentinischen Messritus ausgesprochen. In einem Vorwort für einen Sammelband des "Internationalen Komitees für Liturgische Studien" (CIEL) erinnerte der Kardinal daran, dass das Missale von Pius V. eine "kostbare Quelle für das liturgische Verständnis aller anderen Riten" sei. George betonte, dass Papst Johannes Paul II. immer wieder an die Schönheit und die Wichtigkeit des traditionellen Messritus erinnerte hatte. Eine breitere Nutzung der alten Liturgie sollte mehr als ein "nostalgisches Revival" sein, sagte der Kardinal. Die autorisierte Verwendung des tridentinischen Ritus sollte unterstützt werden, da der alte Ritus der gesamten Kirche als Teil der Glaubensüberlieferung gehöre

Bislang durfte die Messe in Graz-Seckau im klassischen römischen Ritus nur an Wochentagen gefeiert werden, ab November ändert sich das

Graz

Ab November 2003 wird in Graz die heilige Messe im alten lateinischen Ritus ("tridentinischer Ritus") auch am Sonntag gefeiert. Der Grazer Diözesanbischof Egon Kapellari erteilte dafür die Genehmigung. Bis jetzt durfte die Messe im klassischen römischen Ritus nur an Wochentagen gefeiert werden. Ab November wird dies auf ausdrücklichen Wunsch des Bischofs von Graz-Seckau auch am Sonntag um 17 Uhr in der Grazer Hl. Geist-Kirche im ehemaligen Grazer Bürgerspital möglich sein, erklärte der zuständige Priester, Pfarrer Konrad Sterninger, im KATH.NET-Gespräch. Schon seit längerem gibt es jeden Freitag um 18 Uhr eine Katechese zu diesem Thema sowie im Anschluss (19 Uhr) eine heilige Messe. Der überlieferte Ritus stoße auf große Resonanz bei Alt und Jung, so Teilnehmer der Katechese gegenüber Kath.Net. Derzeit wird ein zweiter Priester gesucht, um auch für Sonntag einen dauerhafte Messplan zu ermöglichen.

Als klassischen römischen Ritus bezeichnet man den alten lateinischen Ritus der katholischen Kirche. Er wurde früher auch als tridentinischer Ritus bezeichnet. Der Ritus ist jedoch weit älter als das Konzil von Trient. Er wird nach einer Empfehlung von Kardinal Joseph Ratzinger als "klassisch-römischer Stil" bezeichnet. Verwendet werden bei der Messfeier die liturgischen Bücher aus dem Jahre 1962. Sie sind die letzte Edition vor der liturgischen Erneuerung des Missale Romanum.

 

Night of Light' statt Halloween

 

London-Wien

Das aus den USA kommende Fest "Halloween" wird seit Jahren auch in Europa immer populärer. Von Seiten der katholischen Kirche gibt es seit einiger Zeit Alternativen: Die katholische Gemeinschaft "Cor-Lumen Christi" rief im Jahr 2000 in England zum ersten Mal auf, anstatt "Halloween" eine "Nacht des Lichtes" ("Night of light") zu feiern. Auch heuer ruft die in Österreich ansässige Gemeinschaft "Amici di Dio" wiederum auf, eine "Nacht des Lichtes" statt "Halloween zu feiern. Anstelle von dunklen Gestalten wie Geister und Hexen soll das Licht Christi verkündet werden. "Am Abend des 31. Oktober wird in der Kirche bereits die Vigil zum Fest von Allerheiligen gefeiert. Diese Fest verkündet die Herrlichkeit Gottes in seinen Heiligen, den Sieg des Lichtes über die Dunkelheit. Es sollte daher kein Platz für die Finsternis an diesem Abend sein", so "Amici di Dio".

"Cor-Lumen Christi" und "Amici di Dio" rufen für 31. Oktober auf, überall eine Vigil-Messe zum Fest von Allerheiligen zu feiern. Anschließend sollte es in möglichst vielen Kirchen die Möglichkeit zur Anbetung vor dem ausgesetzten Allerheiligsten geben.

 

 

 

 

Kardinal Meisner warnt vor Werte-Giften in Europa

Die Entkoppelung der Werte von Gott sei keine neutrale Erscheinung. Kölner Lesben- und Schwulentag zeigte Meisner an: Er habe indirekt Homosexualität verurteilt.

Köln

Die Werteordnung Europas sei durch gefährliche Fehlentwicklungen unserer Gesellschaft bedroht. Das sagte der Kölner Erzbischof, Kardinal Joachim Meisner, bei einem Vortrag vor der deutschsprachigen katholischen Gemeinde in Budapest laut Bericht des "Kölner Stadtanzeigers". Die Entkoppelung der Werte von Gott sei nicht eine neutrale Erscheinung, sondern eine Bedrohung.

"Sie scheiden dann nämlich gleichsam auf natürliche Weise giftige Stoffe aus, die langsam das lebendige Gewebe unseres christlichen Abendlandes verseuchen und vergiften und schließlich zerstören." Terrorismus, Drogensucht und die Abkehr von der Schöpfungsordnung zählten zu jenen "Giften", die der europäische Mensch "ausschwitzen" müsse. Der Mensch solle nicht "aus Zweckmäßigkeitsberechnungen Moral erfinden". Ursache für die Fehlentwicklungen sei die Abkehr vom "absoluten Bezugspunkt Gott".

Laut deutschen Medienberichten hat der Kölner Lesben- und Schwulentag (KLuST) Kardinal Meisner angezeigt, weil er indirekt Homosexualität verurteilt und Homosexuelle damit mit Terroristen verglichen habe. Von Seiten des Erzbistums gab es bislang keine Erklärung. Die Kölner Staatsanwaltschaft erklärte, die Strafanzeige müsse zunächst geprüft werden.

 

 

 

 

Die neue 'Allianz der Ungläubigen' gegen die katholische Kirche

Neben der Europäischen Humanistischen Federation ist die Pro-Abtreibungs-Organisation "Planned Parenthood", Catholics for a Free Choice und "Wir sind Kirche" dabei.

In Europa bildet sich eine neue "Allianz der Ungläubigen". Als Zielobjekt von Attacken dient seit einiger Zeit der geplante
Artikel 51 der zukünftigen EU-Verfassung, in dem festgestellt wird, dass die Union den Status achtet, den Kirchen und religiöse Vereinigungen oder Gemeinschaften in den Mitgliedstaaten nach deren Rechtsvorschriften genießen. In einer Pressemeldung des Anti-Kirchen-Netzwerks, die unter anderem von Georges Liénard, dem Sekretär der "Europäischen Föderation der Humanisten", unterzeichnet ist, scheinen auch zwei weitere illustre Persönlichkeiten auf: Neil Datta, Koordinator des weltweiten Pro-Abtreibungs-Netzwerks "Planned Parenthood" und Elfriede Harth, Vertreterin der Gruppe "Catholics for a Free Choice" (CFFC).

Letztere gilt als Bindeglied zwischen der Organisation und der Gruppe "Wir sind Kirche". Dies wurde vor einiger Zeit auch von Christian Weisner von "Wir sind Kirche" gegenüber KATH.NET bestätigt. Wörtlich meinte Weisner: "CFFC gehört wie 'Wir sind Kirche' zu den mehr als 300 Gruppen aus aller Welt, die zuletzt Anfang Oktober 2001 die Kirchenvolks-Synode ("Schattensynode") vorbereitet und erfolgreich durchgeführt haben." Bei der Kampagne gegen den "Kirchen-Artikel" ist auch das Netzwerk "Kirche im Aufbruch" beteiligt, das 1991 gegründet wurde und in Deutschland von "Kirche von unten" bzw. "Wir sind Kirche" und in Österreich vom "Kirchenvolksbegehren" vertreten wird.

Dass das "Kirchenvolksbegehren" das Anliegen der Allianz gegen die Kirche unterstützt, hat vergangene Woche auch Ingrid Thurner von "Wir sind Kirche" gegenüber der österreichischen Presseagentur APA bestätigt. In einer Aussendung vom Dienstag dieser Woche bestätigt sie nochmals die Forderung nach der Streichung des Artikels 51.

Dokumentation über den Artikel 51 der geplanten EU-Verfassung:

Artikel I-51: Status der Kirchen und weltanschaulichen Gemeinschaften
(1) Die Union achtet den Status, den Kirchen und religiöse Vereinigungen oder Gemeinschaften in den Mitgliedstaaten nach deren Rechtsvorschriften genießen, und beeinträchtigt ihn nicht.
(2) Die Union achtet den Status von weltanschaulichen Gemeinschaften in gleicher Weise.
(3) Die Union pflegt in Anerkennung der Identität und des besonderen Beitrags dieser Kirchen und Gemeinschaften einen offenen, transparenten und regelmäßigen Dialog mit ihnen.

 

Bischof von Trier weihte Bistum an Gottesmutter

Weihe fand am 8. Dezember vor rund 2000 Gläubigen statt: Bischof Marx: Es gehe darum, wieder zu einer "betenden Kirche" zu werden.

Bischof Reinhard Marx hat das Bistum Trier der Gottesmutter geweiht. In einem feierlichen Pontifikalamt am 8. Dezember, dem Fest Mariä Empfängnis, stellte der Bischof in Anwesenheit von rund 2000 Gläubigen das Bistum unter den Schutz der Bistumspatronin. Vor 350 Jahren hatte Karl Kaspar von der Leyen nach dem 30jährigen Krieg das Bistum erstmals der Muttergottes geweiht. Seitdem wurde die Weihe mehrfach erneuert, meist in Not- oder Umbruchzeiten.

In der Marienverehrung sieht Bischof Marx "ein treues Befolgen der biblischen Botschaft." Von Anfang an habe die Kirche Maria verehrt. In Trier, der Wiege des Christentums in Deutschland, habe die Marienverehrung in Deutschland begonnen. Vermutlich habe es bereits in der römischen Antike eine Marienkirche in Trier gegeben. Der Bischof rief die Gläubigen und Priester auf, die Bistumspatronin neu zu entdecken und ihr Patronatsfest am 8. Dezember jährlich auch in den Pfarreien des Bistums zu feiern. "Wir vertrauen uns Maria an, weil sie der Meeresstern ist, der uns im Sturm der Zeit das Ziel zeigt," erklärte der Bischof in seiner Predigt. Als Maria zum Engel sagte, "siehe, ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe nach deinem Wort", habe sie sich ohne Einschränkung unter den Willen Gottes gestellt und sei damit zum Vorbild für jeden Christen und die ganze Kirche geworden. Es gelte, sich wie Maria vor Gott zu stellen und Ja zu sagen.

Gott sei Mensch geworden, weil er die Menschen und seine Schöpfung liebe. "Die Wunden, die Menschen den Herzen der Menschen und der Schöpfung geschlagen haben, sollen heil werden", erläuterte der Bischof. Aufgabe der Kirche als Gemeinschaft sei es, diese Vision Gottes hörbar zu machen und in der tätigen Nächstenliebe sichtbar zu machen. Damit die Kirche und der einzelne Christ dabei nicht in die Irre gehe, gelte es immer wieder, im Geist der Gottesmutter Ja zu sagen.

Das Bistum Trier steht nach Aussagen des Bischofs vor notwendigen Strukturveränderungen. Diese seien aber kein Selbstzweck, sondern sollten helfen, wieder eine innere Mitte zu finden. Es gehe darum, wieder zu einer betenden Kirche zu werden. Dazu empfahl Bischof Marx, das Gebet des Engel des Herrn in den Gemeinden und im persönlichen Gebet zu pflegen.

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Kardinal Wetter: Für gemeinsame Eucharistie ,keine ausreichende Basis’

Nicht Ähnlichkeiten in der äußeren Form seien entscheidend, sondern „welche Übereinstimmung es in Glaubensinhalten tatsächlich gibt“, sagte der Münchner Kardinal.

München (www.kath.net / ok) Für eine gemeinsame Eucharistie von katholischen und evangelisch-lutherischen Christen gebe es „noch keine ausreichende Basis“. Das stellte der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Friedrich Wetter, fest. Es gehe um „das Herzstück des christlichen Lebens“, deswegen werde von allen Beteiligten fundiertes Wissen und große Sorgfalt erwartet.

Nicht Ähnlichkeiten in der äußeren Form seien entscheidend, sondern „welche Übereinstimmung es in Glaubensinhalten tatsächlich gibt“, sagte Wetter zum Abschluss eines Meinungsaustausches zwischen der Kirchenleitung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und Vertretern der Freisinger Bischofskonferenz am 13. Jänner.

„Wir sehen uns in Verantwortung gegenüber der Heiligen Schrift und ihrer Auslegung in der verbindlichen Lehre der Kirche“, betonte der Kardinal. „Wir sind nicht am Ziel. Aber wir sind auf dem Weg.“ Er plädierte für eine „Ökumene mit Herz und Verstand“, die um den „Anspruch der Wahrheit des Glaubens“ wisse. Nur sie bringe die Ökumene voran. Ökumene solle auf die Fülle des Glaubens ausgerichtet sein, nicht auf den kleinsten gemeinsamen Nenner.

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UNFPA enthüllt Strategie zur Unterminierung katholischer Gruppen

Wie katholische Organisationen benutzt werden sollen, um "Reproduktionsrechte" (= Abtreibung) zu etablieren. 

Ein neuer Bericht enthüllt Einzelheiten. Leider "spielen" viele Katholiken dieses Spiel (oft unbewusst und irregeführt) mit!

New York 

Ein Bericht des United Nations Population Fund (UNFPA) vom 18. Mai 2004 stellt eine Strategie vor, wie die katholische Lehre zur Sexualmoral und zum Familienleben untergraben werden kann. In den Plan sind auch katholische Kleriker und Laienorganisationen mit einbezogen, die teilweise im Geheimen der katholischen Lehre widersprechen.

Indem der Bevölkerungsfond der Vereinten Nationen mit diesen Gruppen zusammenarbeitet, entsteht der Schein, dass die Organisation mit der Kirche überein stimmt, selbst wenn Abtreibung und die Verteilung von Verhütungsmitteln beworben werden.

"Arbeiten von Innen: Kulturell sensible Annäherungen an UNFPA-Programme" lautet der Titel der 32-seitigen Broschüre. In neun Ländern wird damit versucht Gesetze zu ändern und die viel zitierten "reproduktiven Rechte" zu verankern. Ein viel verwendetes Wort, das im Bericht nie definiert wird, für die Organisation jedoch Abtreibung inkludiert.

"Selektive Zusammenarbeit" nennt der Bericht diese Strategie mit der katholischen Kirche, die es folgendermaßen definiert: Man arbeitee zusammen in den Bereichen, in denen es objektive Übereinstimmung gebe, während "die dazugehörenden Grenzen, die sich durch den jeweiligen Auftrag ergeben, respektiert werden". Es wird jedoch klar, dass der UNFPA diese Grenzen nicht respektiert.

Im Bericht wird das Beispiel einer Zusammenarbeit des UNFPA mit der katholischen Nicht-Regierungs-Organisation "Pastoral da Crianca" gebracht, die Anfang 1990 begann. Die "Pastoral da Crianca" ist ein Netzwerk von 150.000 ehrenamtlichen Mitarbeitern, das Gesundheitsprogramme für Mütter und Kinder verbreitet. Das Ziel beider Organisationen war die Reduzierung von Schwangerschaften; während "Pastoral da Crianca" jedoch die natürliche Empfängnisregelung lehrte, warb der UNFPA für künstliche Verhütungsmittel.

UNFPA und UNICEF gründeten ein Radioprogramm, das von "Pastoral da Crianca" gesponsert wurde. Die Organisationen behaupteten, Familienplanung durch natürliche Methoden erreichen zu wollen, es wurden jedoch auch künstliche Verhütungsmittel vorgestellt. "Pastoral da Crianca" gab alle Informationen an ihre freiwilligen Helfer weiter, diese wiederum übermittelten sie ihren Klienten.

Auf diese Weise benutzte der UNFPA die gewaltige Zahl an Freiwilligen von "Pastoral da Crianca", um seine Botschaft zu verbreiten und errang noch einen wichtigen Vorteil: Die Zusammenarbeit vermittelte Glaubwürdigkeit. "Dem UNFPA verlieh diese Zusammenarbeit eine bestimmte Legitimation für seine Anstrengungen und es erleichterte ihm das Arbeiten mit Basisgemeinschaften." Nach dem Besuch Papst Johannes Pauls II. 2000 in Brasilien beendete "Pastoral da Crianca" die Zusammenarbeit mit dem UNFPA.

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Vatikan berät über das Phänomen ‚New Age’

Kardinal Poupard: „New Age ist eine falsche Antwort auf ein richtiges Bedürfnis nach Glück.“

Vatikan 16. Juni 2004

 Im Vatikan findet von 14. bis 16. Juni eine dreitägige internationale Konferenz zum Thema “New Age” statt. Das Treffen knüpft an ein Doku(ment an, das der Heilige Stuhl vor einem Jahr veröffentlichte. Es trägt den Titel „Jesus Christus, Überbringer des lebendigen Wassers. Eine christliche Reflexion über New Age“.

Im Anschluss an die Publikation wurde ein Fragebogen an die Bischofskonferenzen verschickt, dessen Ergebnisse auf der Konferenz diskutiert werden. Unter den Teilnehmern sind neben Kurienvertretern auch rund 20 Experten, die von verschiedenen Bischofskonferenzen entsandt wurden.

Der Präsident des Päpstlichen Kulturrats, Kardinal Paul Poupard, verdeutlichte gegenüber Radio Vatikan die Position der Kirche: „Das ist eine große Herausforderung für uns, denn es gibt heute eine Tendenz hin zu einer universalen Form der Religion, ein Synkretismus, der jeden Bezug zur Geschichte zurückweist. Und für uns, die wir an Christus glauben, der sich in der Geschichte verwirklicht hat, ist das eine enorme Herausforderung. New Age ist eine falsche Antwort auf ein richtiges Bedürfnis nach Glück.“

Erzbischof Pier Luigi Celata, Sekretär des Päpstlichen Rats für den interreligiösen Dialog, versuchte gegenüber Radio Vatikan, eine Definition des Phänomens „New Age“: „Es handelt sich um einen in sich sehr unterschiedlichen Komplex von Bewegungen, Ideen, Techniken und Praktiken“, erklärte Celata: „Diese Bewegung will die Lebensbedingungen durch eine Befriedung, eine tiefe Vereinigung des Menschen mit den Kräften der Natur und dem Kosmos bewirken. New Age ist in verschiedensten Kulturen vorhanden. Manchmal ist die Rede von Übereinstimmungen dieses Phänomens mit dem Christentum, aber beide sind absolut nicht kompatibel.“

 

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Ratzinger: Türkei mit Europa gleichzusetzen, wäre ein Irrtum

Die Türkei könnte einen „kulturellen Kontinent“ mit benachbarten arabischen Staaten gründen und zum „Protagonisten einer Kultur mit einer eigenen Identität werden“.

Kardinal Joseph Ratzinger hat vor Versuchen gewarnt, die Türkei mit Europa gleichzusetzen. In einem am Freitag veröffentlichten Interview mit dem Magazin der französischen Tageszeitung „Le Figaro“ erklärte der Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation, die Türkei sei im Lauf der Geschichte in „ständigem Kontrast zu Europa“ gestanden. Ratzinger erinnerte an den Fall von Konstantinopel, die Balkankriege und die Türkenbelagerung Wiens. „Es wäre ein Fehler, die beiden Kontinente gleichzusetzen“, hielt der Kurienkardinal fest. „Es wäre ein Verlust an Reichtum, ein Verschwinden des Kulturellen zugunsten der Wirtschaft.“  „Die Türkei, die sich als laizistischer Staat auf Basis des Islam versteht, könnte versuchen, einen kulturellen Kontinent mit benachbarten arabischen Staaten zu gründen und so zum Protagonisten einer Kultur mit einer eigenen Identität werden, jedoch in Gemeinschaft mit den großen humanistischen Werten, die wir alle anerkennen sollten“, betonte Ratzinger. Das hindere das Land nicht an einer engen und freundschaftlichen Zusammenarbeit mit Europa. Dies könnte auch eine gemeinsame Kraft darstellen, die sich jeder Form des Fundamentalismus entgegenstellt.

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Es ist Zeit für die Aussaat

Von der Loslösung von den Sakramenten und der Kirche: Ein Kommentar von Stefan Bolli über mögliche Entwicklungen in Katechese und Glaubensgemeinschaft.

1) Was hat es mit dem Begriff „antirömischer Effekt“ oder dem mangelnden Sakramentenempfang auf sich?

Ausgangslage ist die erschreckende Beobachtung und Feststellung an vielen Orten, dass viele Katholiken die Präsenz Christi in den eucharistischen Gaben nicht mehr glauben, bzw. darüber etwas gehört haben. Die Sonntagspflicht scheint es nicht mehr zu geben. Dazu kommt, dass viele das Sakrament der Beichte und Busse nicht mehr kennen. Auch die Heilige Firmung wird es schwer haben, adäquat flächendeckend wie vorher die Gaben des Heiligen Geistes zu verschenken, wenn sie neu erst ab 18 Jahren gespendet wird, wenn überhaupt. Meiner Meinung nach hat dies unter anderem drei gewichtige Ursachen: Die fehlende Familien- oder Hauskirche, die mangelnde Katechese in der Schule und die Gestaltung der Liturgie seit geraumer Zeit.

2) Die Familien- oder Hauskirche ist weitgehend verschwunden.

Der Glaube wird in vielen Familien nicht mehr gelebt und tradiert. Es finden keine Gespräche mehr statt in der Familie wie auch in der Öffentlichkeit – zum Beispiel nach oder vor der Kirche – über den Glauben, der faktisch zu einem Tabuthema verkommen ist. Dies vor allem aus Unwissen, aus zeitgeistigem Handeln – der Mensch muss sich ja der Welt anpassen – und aus bewusster Ablehnung gegenüber der Kirche, gegenüber jeglicher Bindung zu einer Institution wie die Kirche, oder besser gesagt, gegenüber Christus selbst.

3) Die schulische Katechese kämpft auf verlorenem Posten und teilweise auch in die falsche Richtung

Die Katechese in der Schule ist gar nicht in der Lage, das Defizit aus der fehlenden familiären Katechese wett zumachen. Sie steht in Anbetracht der Stundenzahl und der Kinder und Jugendlichen fast gänzlich im Abseits und verpufft ihre Energie im Nichts. Zudem befinden sich viele Katecheten mehr oder weniger offen ausserhalb der Lehre der Kirche oder in grosser Distanz. Sie schaffen einen Unterricht bestehend aus Esoterik, Märchen, Astrologie bis hin zur historisch-kritischen Methodenvergötzung, die den Sinn der Heiligen Schrift bewusst außer Acht lässt. Nur so ist ja auch die Verwässerung und Leugnung des Glaubens über die letzten Dinge, die Sakramente, und so weiter in sich selber auszuhalten. Sie lässt Verwirrung zurück und führt die Menschen schlussendlich weg von Gott und Seiner Kirche und hin zu sich selber und seiner Selbstverwirklichung. Viel besser wäre es, sich auf die Lehre der Kirche zu konzentrieren vor allem in Bezug auf die Sakramentenkatechese. Dies nennt man in Bezug auf Katecheten, Theologen und anderen Gläubigen den „antirömischen Effekt“. Gerade eine Katechese, die verwässert ist von Falschglauben, oder noch schlimmer von Halbglauben, Zweifel oder Gleichgültigkeit, trägt nicht dazu bei, dass Menschen in der universalen Kirche Christi, der römisch-katholischen Kirche, heimisch werden können und an die Realpräsenz in den eucharistischen Gaben glauben, die Sakramente empfangen und die Gegenwart Jesu Christi genießen dürfen, sei es in der Heiligen Beichte, in der Heiligen Messe, der Heiligen Taufe oder der Heiligen Firmung.

4) Die „zeitgenössische“ Gestaltung der Liturgie trägt fast keine guten Früchte

Dies zeigt sich unter anderem darin, dass trotz allen Anpassungen an die Gläubigen („NOM 1970/71“) nicht mehr Gläubige zu den Sakramenten gehen. Zudem gibt es viele Laien, die vermehrt bei einer Eucharistiefeier mitwirken, auch gegen ein Verbot von der Universalkirche (Laienpredigt, Evangeliumslesung, eine Art „Konzelebration“ am Altar, Kommunionausteilung, usw.), was auch nicht dazu beiträgt, dass die Katholiken ihre Sonntagspflicht besser erfüllen werden, und zwar getrieben von der Liebe zu Christus, nicht vom eigenen Pflichtbewusstsein oder der egoistischen Selbstverwirklichungstendenz. Gerade aber die Pastoralassistenten und Laien, die solche liturgischen Fehler bewusst begehen, sind meistens die selben, die auch in der Katechese nicht mehr das nötige Glaubenswissen tradieren und den Glauben an eine Realpräsenz gar nicht aufkommen lassen. Natürlich kann so und im Wissen um die weitgehend fehlende elterliche Katechese keine Sehnsucht nach Gott im Allerheiligsten Altarsakrament in der Heiligen Eucharistie oder auch in der eucharistischen Anbetung wachsen. Die Aussaat wird so brutal durch den Rationalismus auf Teer gelegt und jeglicher Liebe zu Gott beraubt.

5) Der verantwortliche Klerus kommt seinen Pflichten ungenügend nach

Kommt dann noch ein Priester dazu, der all das, was ja in dessen Verantwortung liegt, billigt, zulässt oder sogar noch fördert – Stichwort: Beichtmöglichkeiten heute und die fehlende Katechese für die Beichte, schludrige Liturgie ohne Ehrfurcht, mehr Menschendienst als Gottesdienst, gerade nach der scheinbaren „anthropozentrischen Wende“ – so wird die Verwirrung und das Unheil nur noch größer. Außerdem kann oder will auch die Leitung der Kirche in Rom entweder durch Falschinformationen oder Lügen getäuscht, oder auch wegen Unvermögen aus kirchenpolitischen oder falschen ökumenischen Hoffnungen nicht reagieren, was das Durcheinander vergrössert. An dieser Stelle sei an das Zitat vom Ehrwürdigen Diener Gottes Papst Paul VI. erinnert: „Der Rauch des Satans ist in die Kirche eingedrungen!“ Wer kann an diesem ganzen Desaster, Misserfolgen, Täuschungen und Verwirrungen mehr Freude haben als der Teufel selbst?

6) Ein gefährliches, weil destruktives Szenario könnte nun wie folgt aussehen:

Durch Mangel an Priestern – was ja in sich auch ein Zeichen sein kann für die fehlende Tiefe und die falsche Art des Glaubens – oder gerade durch die Instruktion „Redemptionis Sacramentum“ angeregt, werden Missstände neu auf die Pendenzenliste der pfarrgemeindlichen Diskussionstische gesetzt. Häufig werden aber diese Gespräche nicht fruchtbar sein können und im Gegenteil eher eine Polarisierung als eine Harmonisierung mit der Weltkirche zur Folge haben. Trägt der zu Recht brüskierte Gläubige den Missstand dann weiter ans Ordinariat, oder sogar nach Rom, so kann es zur folgenden Konsequenz kommen: Ganze Gemeinden distanzieren sich von einer Eucharistiefeier zu Gunsten von einer Wortgottesdienstfeier mit dem eigenen Theologen (siehe dazu untenstehendes Zitat aus 2. Tim 4,1 ff.) gemäß reformiertem Vorbild. Dieses Verhaltensmuster konnte man unlängst in Gemeinden beobachten, zum Beispiel in der Auseinandersetzung mit einem katholischen Priester, der zu „gewissen falschen Kompromissen“ in der Liturgie, wie ich sie oben genannt habe, nicht bereit war, was in der katholischem Kirche gar nicht möglich ist.

Dies kann dann folgende Gründe haben: Die Gläubigen glauben nicht mehr an eine Realpräsenz in den eucharistischen Gaben und sind distanziert worden mit der Weltkirche, mit der Einen Heiligen Katholischen und Apostolischen Kirche Christi. Sie haben gar nicht das Wissen, geschweige denn den Glauben, um diesen falschen und von Christus wegführenden Kurs festzustellen und gegenzusteuern. Insofern ist es auch unbemerkt und völlig schleichend in den Herzen zu einem Schisma gekommen, zu einer automatischen Exkommunikation durch die Tatsache, dass der universale Glaube an die eucharistischen Gaben – Brot wird und ist der Leib Christi, Wein wird und ist das Blut Christi – schlicht und einfach fehlt. Faktisch haben solche Menschen den reformierten Glauben angenommen – und dies unter katholischem Namen.

7) Welche Auswege gibt es? - Hauskirche

Kritisieren und Missstände aufzeigen ist wichtig und gerade heute nötig (Ez 33), aber dabei darf ob der prophetischen Anklage nicht der konstruktive Ansatz und Ausweg vergessen werden: Dabei sind zwei Anliegen besonders wichtig: Das Gebet und der authentisch gelebte Glauben nach innen und nach aussen. Der Kern des Glaubens ist die katholische Familie. Es gilt dort die Hauskirche wieder zu entdecken und zu beleben. Das Familiengebet, die Familiengespräche sind sehr wichtig und unabdingbar, wenn dem Schicksal der Lauen und Gleichgültigen entgangen werden will. Die Eltern haben prinzipiell die Verantwortung über die religiöse Bildung ihrer Kinder. Es braucht Mut anzufangen, aber es lohnt sich wirklich für die Ewigkeit, darauf darf man vertrauen. Gerade auch im familiären Rosenkranz ist viel Heil und Segen enthalten, wie in der Schutzengelverehrung oder den Tischgebeten. Das „Dankesagen“ und das „Sorgen anvertrauen“ muss wieder einen größeren Stellenwert in der christlichen Familie bekommen. Auch die Geschichten aus der Bibel als Gute-Nacht-Ritual gibt den Kindern ein Fundament für die weitere Katechese, die im Übrigen schon sehr früh einsetzen darf. Natürlich gehören dazu auch der sonntägliche Messbesuch und die Sorge um eine authentische Katechese. Es ist auf jeden Fall besser, das Kind aus dem „katholischen“ Religionsunterricht zu dispensieren, vorausgesetzt das Gespräch vor Beginn der schulischen Katechese mit dem entsprechenden Katecheten blieb erfolglos, um es zu Hause oder bei einem eigenen geistlicher Begleiter nach Meinung der Kirche auf die Beichte, Kommunion und Firmung vorzubereiten. Ein schlechtes Samenkorn wird auch irgendwann schlechte Früchte bringen, oder gar keine; und diese Verantwortung liegt in den Händen der Eltern. Selbstverständlich beginnt der Unterricht an den Kindern bei den Eltern selber, ihrem Leben und wie der Glaube in das eigene Leben integriert werden kann. Es braucht dazu eine gute Organisation von Gebet, Sakramentenempfang, Weiterbildung und Katechese für jeden einzelnen.

8) Laien

Den Laien steht eine dreifache Aufgabe bevor: Zeugnis ablegen für das Evangelium - Christus, und für die Kirche, gemeinsam zusammenstehen und einstehen für den Glauben und füreinander sorgen und da sein. Besonders das Gebet zum Beispiel in der Eucharistischen Anbetung ruft uns. Die Aufforderung Jesu in der Todeserwartung an uns, sollte uns nicht länger zögern lassen, zu beten. Und da ist das Gebot der Stunde im kommenden Jahr der Eucharistie wahrlich die Eucharistische Anbetung, wie auch Seine Eminenz Walter Kardinal Kasper jüngst betonte. Klar braucht es Mut über den Glauben zu reden, aber wer es nicht wagt, der wird auch immer einen Teil von sich verleugnen müssen.

9) Katecheten, Pastoralassistenten, Lektoren, Akolythen, Kantoren, Ostiarier, Organisten …

Menschen mit Funktionen in der Kirche und der Liturgie müssen sich neu darauf besinnen, sich selber nicht so wichtig zu nehmen. Sie sind nicht der Grund, und dürfen es auch nie sein, weshalb andere in die Kirche kommen. Demut, Unterordnung unter Christus in der Kirche, sind gefragt – und zwar in großer Liebe zum Auferstandenen. Alle Funktionen sind wichtig, und es ist auch wichtig, dass sie in rechter Gesinnung und Haltung vor dem gegenwärtigen Erlöser erledigt werden.

10) Geistliche Begleiter - Priester

In diesem Zusammenhang ist es natürlich wichtig, dass man sich einen der tradierten Lehre und der Kirche treuen Priester sucht für die Beichte, die Seelenführung und die Begleitung der familiären Katechese und Hauskirche. Selbstverständlich können aber auch die Priester ihren Beitrag leisten an eine Neuevangelisierung in Europa, indem sie sich voll und ganz gemäss der Tradition und den Weisungen der Kirche für die Wahrheit einsetzen und einstehen. Sie sind Hirten im Glauben und tragen vor Gott die große Verantwortung über die ihnen anvertrauten Menschen. Und im Kontext der Erziehung ist es wichtig, dass die Sakramente von Priestern gespendet werden, die auch das Verständnis der Kirche leben und lehren. Pfarreigrenzen sind im Zusammenhang der Katechese unwichtig, mindestens so lange, bis nicht ein anderer Geist herrscht. Es besteht die Chance, sich auch von diesen Priestern und außerordentlichen Werkzeugen Christi begleiten und führen zu lassen – bis in den Himmel im besten und erstrebenswertesten Falle –, wo auch der Glaube trägt und wo der Glaube in der Prüfung des ewigen Feuers Bestand hat, unabhängig von geographischen Grenzen.

11) Bischöfe

Es wäre sehr erfreulich, wenn die eigentlichen Hirten – die Bischöfe und Nachfolger der Apostel – vermehrt wieder den Mut aufbringen könnten, für die Kirche und das Evangelium Zeugnis abzulegen, nicht nur im Verborgenen, sondern auch öffentlich. Es gibt keine andere Gemeinschaft auf Erden, die sich so öffentlichkeitsscheu gibt und verhält – Vorwürfe an die Vergangenheit werden gefürchtet, mehr als Kritik an der jetzigen Situation. Um diese Aufgabe aber auch gewissenhaft und im Sinne Christi zu erfüllen, braucht es auch die unterstützende Kundgebung von uns allen. Schon zu lange laufen die Kritiker alleine die Ordinariatstreppe auf und ab. Nur so ist es auch besser möglich, dass die Bischöfe den vorgegebenen Weg in der Nachfolge und in ihrem speziellen Hirtenamt auch zielbewusst und erfolgreich gehen können. Es ist Zeit für die Aussaat, seien wir willige Werkzeuge Gottes und vertrauen wir auf Seine Heilige Katholische und Apostolische Kirche, die Fürsprache und Mithilfe der Heiligen Engel und Märtyrer, aller Heiligen, besonders der Gottesmutter und Jungfrau Maria jetzt und alle Zeit.


Stefan Bolli
Am Fest der Heiligen Erzengel Michael, Gabriel und Rafael, anno Domini 2004 

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Die dramatische Zumutung 

Kernpunkt des Pontifikats von Benedikt XVI.: Die Krise der abendländischen Kultur ist zu überwinden, wenn Glaube und Vernunft wieder zusammenkommen  
DT vom 03.05.2005  / VON ARMIN SCHWIBACH

Papst Benedikt ist schon eine Zumutung. Innerhalb kürzester Zeit ist er vom kalten Kurienkardinal und Wachhund der Orthodoxie zum Künstler der feinen, menschlich und kritisch anspornenden intellektuellen Auseinandersetzung um die wesentlichen Probleme der Modernität, der europäischen und der abendländischen Kultur geworden. So scheint es jedenfalls, betrachtet man sich die in Gang gesetzten Diskussionen seitens vieler, die ihn bisher im Bann unbegründeter Vorurteile und Demagogien zum Erzkonservativen, zum antimodernen Dogmatiker und zum traditionalistischen Bewahrer und Hüter der unverrückbaren Glaubenswahrheiten gestempelt hatten. Zweifellos, die persönliche und intellektuelle Geschichte des einstigen Kardinals ist mit der Wahl auf den Stuhl Petri beendet. Das Petrusamt ist nicht nur eine Funktion, sondern verändert, indem es den Menschen, dem es anvertraut wird, in eine ekklesiologische und somit seinsmäßig neue Dimension stellt. Man ist nicht zuerst Mensch und dann noch Papst, sondern als Stellvertreter Christi auch Mensch. Das Amt richtet eine neue Geschichte ein. Für den Heiligen Vater hatte dies unter anderem zur Folge, dass er den Leuten, besonders in Rom und in Italien, unmittelbar "sympathisch" (geworden) ist. Oft bekommt man zu hören: "Das neue Amt hat ihn wohl sehr verändert". Nur ist das nicht so, jedenfalls nicht ganz. Sicher, wie bei einem frisch Verliebten, der zur wahren Liebe vorgestoßen ist, sieht man auf seinem Antlitz diesen besonderen Schimmer, den junge Paare und lang verheiratete Eheleute so gut in den Augen des anderen kennen. Wer sich aber bereits in der Vergangenheit die Mühe gemacht hat, den Kardinal Ratzinger zu kennen und zu verstehen, weiß, dass er immer schon "sympathisch" gewesen ist. Die gerade in deutschen Landen so beliebte dumme Demagogie ist definitiv als solche enttarnt worden. Trotz des Neuen lohnt es sich immer wieder, über Elemente der geistigen und geistlichen Geschichte des Kardinals nachzudenken, insofern diese zwar das nun Neue nicht absolut vorbestimmen, allerdings wesentliche Schlüsse auf die Hauptanliegen, Schwerpunkte und Hauptsorgen des Heiligen Vaters zum Vorschein kommen lassen. Man kann eigentlich nur aufatmen. Endlich darf auch in der Kirche wieder das Wort Vernunft (auf griechisch: Logos) benutzt werden. Endlich gehört es nicht mehr zum gut katholischen und modernen Ton, Christentum und dessen kirchliche Gestalt in einem Sumpf von Emotionen, Existenzialismen, Gruppenbezogenheiten und Verflachungen auf die jeweilige Umgebung hin versinken zu lassen. Endlich kann man Tagungen, Sitzungen, spirituellen Auswüchsen, politisch basisorientierten und unreflektierten Demokratiemodellen, die oft nur zum Verbergen von alternativen Machtbestrebungen dienen, den vernünftigen und vernunftorientierten, wahrhaft spirituellen und praktischen Bedarf entgegenstellen. Denn Handeln allein qualifiziert noch lange nichts. Ebenso wenig wie herumsitzendes Rumdiskutieren um belanglose Auswüchse von Moden, bei dem nur schale Oberflächlichkeiten und Kollektivsubjektivismen herauskommen. Eines der wichtigsten Themen, mit dem sich Kardinal Ratzinger in all den vergangenen Jahrzehnten und vor allem in den letzten Jahren der immer aufdringlicher werdenden Krise auseinandersetzte, ist das der Idee Europas, der Krise der abendländischen Kultur, des Bezugs von Vernunft und Glauben, der inneren und besonderen Vernünftigkeit des Christentums in der Konfrontation mit der aufgeklärten Moderne, den modernen Strömungen innerhalb der Kirche selbst und den anderen Religionen. Gegen einen schönredenden, undifferenzierten und relativierenden Anspruch auf universalen Dialog, der jedwede Haltung oder Überzeugung auf dieselbe Ebene gestellt wissen will, beansprucht der Theologe und Philosoph, jenseits der irrationalen Maxime der Toleranz um der Toleranz willen einen verbindenden und verbindlichen Wahrheitsanspruch zu konkretisieren. Dieser Wahrheitsanspruch erarbeitet sich vor der gegenseitigen Verwiesenheit von Vernunft und Glauben, das heißt von philosophischem Grenzbewusstsein und eröffnender und umkehrender Hingabe im vernünftigen Christentum. Philosophie ist grundsätzlich kritisches, das heißt unterscheidendes Denken und lebt so in einem Zwischenstand. Sie hält das Scheinbare vom Wahren auseinander und definiert sich deshalb im Bereich der Fehlbarkeit: Wenn die Vernunft auf die Unterscheidung des Wahren vom Scheinbaren aus ist, so setzt dies voraus, dass die Vernunft sich täuschen oder getäuscht werden kann. Gewusste Wahrheit ist bedingte Wahrheit. Die sich eröffnende Wahrheit des Seins aber ist auf das Wissen zukommende Wahrheit, und befähigt als absolute den Akt des Wissens, sich auf alles zu richten. Das Denken hat sich so einen Schritt zurückzusetzen, um im Fragen auf die äußersten Grenzen und Bedingungen seiner selbst zu stoßen. Für das Denken ist das keine dramatische Katastrophe, sondern es verwirklicht damit seine extreme Radikalisierung: Denken, das in seinem Denken selbst sich in Frage stellt und so durch dieses Fragen hindurch für den anderen Anspruch offen wird und ihn sogar für die eigene Wahrheit als notwendig entdeckt. Nur so kann der Philosoph mit einem Wort Fichtes zum "Priester der Wahrheit" werden, trotz eines "entmannten und nervenlosen Zeitalters, das diese Empfindung und ihren Ausdruck nicht erträgt". Nur so entdeckt sich der Philosoph als authentischer Funktionär der Menschheit, dem nichts Menschliches fremd ist und der sich mithin in allem kundig machen muss und keiner Herausforderung weicht. Nur so kann der Philosoph zum gefestigten Bewusstsein seiner selbst und der Weltverhältnisse gelangen. Glaube und Vernunft, der offenbarte göttliche Logos und der Logos als Ort, in dem das Offenbarte in das Lebendige der Erfahrung und des Denkens eintritt, stehen sich somit nicht in einer Antithese gegenüber. Sie sind weder einfach zwei parallele Linien, die sich nie treffen, noch verharren sie in sturer Indifferenz einer neben dem anderen. Das wahre Christentum ist "eine Geschichte, in die das Göttliche selbst verflochten ist, eine göttliche Geschichte", wie Schelling in seiner Philosophie der Offenbarung schreibt. Es erschöpft sich nicht in der Lehre, sondern ist Wirklichkeit, Sache von objektiver Gewalt. So führt Johannes Paul II. in der Enzyklika "Fides et Ratio" aus dem Jahr 1998 aus: "Der Glaube verlangt, dass sein Gegenstand mit Hilfe der Vernunft verstanden wird; die Vernunft gibt auf dem Höhepunkt ihrer Suche das, was der Glaube vorlegt, als notwendig zu" (Fides et Ratio, Nr. 42). Dem folgt: "Der Glaube, dem die Vernunft fehlt, hat Empfindung und Erfahrung betont und steht damit in Gefahr, kein universales Angebot mehr zu sein. Es ist illusorisch zu meinen, angesichts einer schwachen Vernunft besitze der Glaube größere Überzeugungskraft; im Gegenteil, er gerät in ernsthafte Gefahr, auf Mythos beziehungsweise Aberglauben verkürzt zu werden. In demselben Maß wird sich eine Vernunft, die keinen reifen Glauben vor sich hat, niemals veranlasst sehen, den Blick auf die Neuheit und Radikalität des Seins zu richten" (Fides et Ratio Nr. 48). Gerade unter dieser Vorgabe weist Kardinal Ratzinger in seiner letzten Konferenz vom 1. April 2005 mit dem Titel "Europa in der Krise der Kulturen" darauf hin, dass es im kirchlich gestalteten Bewusstsein des Kontexts von Vernunft und Glauben nicht einfach um eine Ablehnung der aufgeklärten Vernunft und der Modernität geht. Das Christentum als Religion des Logos "hat seine Vorläufer nicht in erster Linie in den anderen Religionen ausgemacht, sondern in jener philosophischen Aufklärung, die den Weg von den Traditionen freigemacht hat, um sich der Suche nach der Wahrheit und dem Guten zuzuwenden, dem einzigen Gott, der über allen Göttern steht". Es ist das Christentum, das den Menschen in seiner unverletzbaren Würde als Geschöpf Gottes ins Zentrum rückt und so die wahre Aufklärung beinhaltet und alles aufgeklärte Denken veranlasst. Die geschichtliche Bewegung der Aufklärung hat ein großes Verdienst: Sie hat "die ursprünglichen Werte des Christentums wieder vorgebracht und der Vernunft die ihr eigene Stimme zurückerstattet". So ist es nötig, dass das aufgeklärte Denken und das Wesen des Christentums über sich selbst nachdenken und bereit sind, sich gegenseitig zu korrigieren. "Das Christentum muss sich immer daran erinnern, dass es die Religion des Logos ist. Es ist der Glaube an den Creator Spiritus, an den schöpferischen Geist, von dem alles Wirkliche herkommt. Gerade hier dürfte heute seine philosophische Kraft liegen, insofern das Problem darin besteht, ob die Welt aus dem Irrationalen kommt, und die Vernunft also nichts anderes als ein vielleicht sogar schädliches Nebenprodukt ihrer Evolution ist, oder ob die Welt nicht vielmehr von der Vernunft herkommt, die so ihr Kriterium und ihr Ziel ist." Die Schwierigkeit in Bezug auf die Moderne ergibt sich heute daraus, dass die Welt vernunft-los oder neutral veranschlagt wird. Die Evolution der Welt und des Kosmos sind losgelöst von der Wirklichkeit stiftenden Vernunft, dies sowohl im immanenten als auch im transzendenten Sinn. Das denkende Ich wird zu einem Verschmutzungsfaktor der Wirklichkeit "an sich", die als solche determiniert gefasst wird. Konstruiertes Weltmodell und Realität, Gründe und Ursachen driften auseinander. Können Weltmodelle noch eine auf innerem Zusammenhalt beruhende Rationalität vorweisen, so wird die Realität un-rationaler Grund jener Rationalität. Vernunft, und somit die Möglichkeit, die Würde des Seins und des Menschen in Wahrheit zu erkennen und gültige Kriterien für sein Handeln aufzuweisen und zu gewährleisten, löst sich in ein rein pragmatisch definiertes Instrumentarium auf. In der Aberkennung der schöpferischen Fähigkeit des immanenten Logos geht selbstverständlich auch die Möglichkeit der ursprünglichen Anerkenntnis des göttlichen Logos verloren. Der hinter der Maske der Rationalität verborgene Irrationalismus der Moderne dogmatisiert notwendigerweise seinen ihn grundlegenden Relativismus. Eine universal gültige Philosophie sollte erreicht werden, eine in sich vollendete laizistische Kultur, von der alles ausgehen kann und die den Zugang zu allem bildet, wurde zum Ideal. Nur ist dieses Ideal aufgrund der Vorgabe ein nicht dem Kanon der Vernunft zuordenbares Ideal, insofern die kritische Vernunft jeden unkritischen, das heißt zum Fundamentalismus neigenden Dogmatismus ablehnen muss. Und so kommt das große Paradox der Moderne zum Vorschein: Die Befreiung und die Idee der Freiheit als absolute und nicht geregelte wird zur ideologischen Grundvoraussetzung, die es letztlich ermöglicht und sogar rechtfertigt, die positive Freiheit zu eliminieren. Die Selbstbeschränkung der Vernunft führt so zu einer gewaltvollen Verstümmelung des eigentlichen Menschseins und reduziert das Menschliche auf die relativen Umstände, in denen es (unter anderem auch) vorkommt. Gerade deshalb ist es geboten, der Vernunft ein Kriterium anzubieten, sie zum Bewusstsein der Notwendigkeit dieses Kriteriums wieder hinzuführen. Dieses Kriterium beschränkt die Freiheit nicht, sondern lässt sie allererst erstehen. Es geht um die Glaubwürdigkeit des eigenen Seins. Ebenso geht es um die Glaubwürdigkeit der Erarbeitung und der Verkündigung des einzigen Kriteriums des Christentums: der Wahrheit und der Wirklichkeit des göttlichen Logos, der Einzigartigkeit und der Heil bringenden Universalität Christi und der Kirche, die nur in einem erleuchteten und aufgeklärten Glauben zu ihrer größeren Ehre gelangen können. Kardinal Ratzinger beendet seine Ausführungen: "Wir brauchen Menschen, deren Vernunft vom Licht Gottes erhellt ist und denen Gott ihr Herz öffnet, so dass ihre Vernunft zur Vernunft der anderen sprechen und ihr Herz die Herzen der anderen öffnen kann."

 

 

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Falsche Propheten

 

Erzbischof Joachim Kardinal Meisner

Ansprache bei der Bibelarbeit zu Jer 23,16-32 beim Evangelischen Kirchentag  am 8. Juni 2007 in Köln

 

1. Gott allein

„Gotteswort in Menschenwort“: So definieren wir die Heilige Schrift. Diese Formulierung hebt besondershervor, dass sie auf göttliche Eingebung zurückgeht, die freilich die jeweiligen schriftstellerischen Eigenarten nicht aufheben. In ganz besonderer Weise trifft dieses auf prophetische Worte zu. Schon der 2. Petrusbrief weist darauf hin, dass „niemals … eine Weissagung ausgesprochen [wurde], weil ein Mensch es wollte, sondern vom Heiligen Geist getrieben haben Menschen im Auftrag Gottes geredet“ (1,21). Deutlich wird das spätestens dann, wenn wir in den Prophetenworten immer wieder auf Formeln wie „So spricht der Herr“ oder „Spruch des Herrn“ treffen. Aus Liebe zu uns Menschen ist Gott dieses große Wagnis eingegangen, indem er uns sein ewiges Wort im Menschenwort schenkte, was dann natürlich seinen Höhepunkt gefunden hat, indem das Ewige Wort Gottes, der Sohn, in Jesus Christus Mensch geworden ist.

In unserem Sprachgebrauch hat sich im Hinblick auf den Propheten das Missverständnis eingenistet, er sei so etwas wie ein Wahrsager. Entscheidend aber ist nicht die Vorhersage des Propheten, sondern sein Anspruch,

in Gottes Auftrag dessen Wort authentisch zu verkünden. Die Initiative zu dieser Verkündigung in Vollmacht liegt ganz und gar bei Gott. Als der Priester Amazja dem Amos verbieten will, weiterhin als Prophet aufzutreten, antwortet ihm dieser: „Ich bin kein Prophet und kein Prophetenschüler, sondern ich bin ein Viehzüchter und ich ziehe Maulbeerfeigen. Aber der Herr hat mich von meiner Herde weggeholt und zu mir gesagt: ‚Geh und rede als Prophet zu meinem Volk Israel!’“ (7,14-15). Der Prophet weiß sich so sehr in eine Pflicht genommen, von der ihn kein Mensch dispensieren darf oder nur dispensieren kann. Damit ergibt sich ein wichtiges Kriterium für die Echtheit des Propheten und seines Wortes, die im heutigen Jeremia-Text zur Sprache kommt: Der Prophet ist Diener des Gotteswortes und vermag folglich nicht darüber zu verfügen, als sei er dessen Herr. Das kann bittere Folgen haben für denjenigen, der gewissermaßen als „Mund Gottes“ auftritt.

Nicht zufällig klagt Jeremia Gott geradezu der Vergewaltigung an: „Du hast mich betört, o Herr, und ich ließ mich betören; du hast mich gepackt und überwältigt. Zum Gespött bin ich geworden den ganzen Tag, ein jeder verhöhnt mich. … Denn das Wort des Herrn bringt mir den ganzen Tag nur Spott und Hohn. Sagte ich aber: Ich will nicht mehr an ihn denken und nicht mehr in seinem Namen sprechen!, so war es mir, als brenne in meinem Herzen ein Feuer, eingeschlossen in meinem Innern“ (20,7-9). Prophet zu sein ist keine Auszeichnung oder Bevorzugung, sondern ist Dienst, harter Dienst am Heil des Menschen.

 

 

2. Wahre und falsche Propheten

Hier setzt die scharfe, beißende Kritik an den falschen Propheten an, die sich nur scheinbar in den Dienst des Gotteswortes und des Heils des Menschen stellen. Nicht Gottes Ratschluss verkünden sie, sondern ihre eigenen Einfälle und Gedanken. Wie ihr Anspruch, so sind ihre Worte Lug und Trug, nichtiges Geschwätz, das niemandem nützt und vielmehr allen schadet.

Wie aber unterscheidet man nun den wahren vom falschen Propheten? Wie erkennt man, ob derjenige, der da das Wort ergreift, auch seinerseits vom Wort ergriffen ist? Sofort sicher auszumachen ist das häufig gar nicht; eben darin besteht ja die Gefährdung des falschen Propheten. Aber es gibt ein Kriterium: Der falsche Prophet redet den Leuten immer nach dem Mund. Er verkündet, was die Menschen gerne hören wollen:

„Das Heil ist euch sicher. Kein Unheil kommt über euch“. Und dabei scheuen sie sich auch nicht, mit dem Worte Gottes zu jonglieren. Ein Prophet der Neuzeit, der französische Dichter Léon Bloy, der von 1846 bis 1917 lebte, hat uns Verkündern ins Stammbuch geschrieben: „Um nicht in den Verdacht des Fanatismus zu geraten, haben sich die modernen Prediger etwas ausgedacht, was sie mit Bescheidenheit das Wort Gottes nennen. Es besteht darin, stundenlang zu salbadern und sich mit vollendeter Geschicklichkeit um das Ja und Nein herumzudrücken“.

Wirkliche prophetische Rede bewegt immer zur Endscheidung, zu einem Ja oder einem Nein, nicht zu einem „Sowohl als auch“. Darum sagt Jesus dann ausdrücklich: „Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein; alles andere stammt vom Bösen“ (Mt 5,37). Das ist wahrlich kein bequemer Verkündigungsauftrag.

Jeremia lässt sich auf diese Legitimation ein. Er weist sich gerade dadurch als wahrer Prophet Gottes aus, dass er Unheil ankündigt: „Hört, der Sturm des Herrn bricht los. Ein Wirbelsturm braust hinweg über die Köpfe der Frevler. Der Zorn des Herrn hört nicht auf, bis er die Pläne seines Herzens ausgeführt und vollbracht hat“ (23,19-20). So etwas hört man nicht gerne, und genau deshalb verkündet man so etwas auch nicht gern. Aber das Wort, das der Herr spricht, ist eben nicht immer nur mild und angenehm, sondern bisweilen auch hart und schwer anzuhören. Die Lügenpropheten dagegen reden den Leuten, besonders den Einflussreichen, nach dem Mund, weil ihre Wort eben nicht von dem großen Gott stammen, sondern von kleinen, opportunistischen Menschen. Aber noch etwas fehlt der Botschaft des falschen Propheten: die Kraft des Lebendigen und des Ursprünglichen. Jeremia legt es schonungslos offen: Die Pseudopropheten erdenken ihre Prophetie selbst. Ja mehr noch: Sie „stehlen einander Gottes Worte“. Robert Musil hat in diesem Zusammenhang gesagt: „Wie wird man aufs einfachste Prophet? Wenn man eine Dummheit ausspricht und andere sie nachahmen…“.

Falsche Prophetie ist gewissermaßen inzestuös. Um es bildlich zu formulieren: Während Gottes Wort lebendiges, frisches Wasser ist, gleicht das erdachte Wort der Scheinpropheten einer schalen Brühe, die bald verdunstet und nichts zurücklässt als einen schalen Nachgeschmack.

Das Wissen der selbsternannten Propheten greift zu kurz. Sie sind sich ihrer Lächerlichkeit nur nicht bewusst. Tatsächlich aber machen sie ihre Rechnung ohne Gott – und vergessen damit das Entscheidende, ja den Entscheidenden. Die Lügenpropheten sitzen schlicht und einfach ihrem eigenen, falschen Gottesbild auf.

Sie halten Gott für einen „Nahen“, d.h. für einen Götzen, denen konkrete Lebensbereiche wie Fruchtbarkeit, Gesundheit oder Kriegsführung zugeordnet wurden. Man bringt ihnen Opfer dar und glaubt, sie dadurch für sich verpflichten und vor den eigenen Karren spannen zu können. Der eine, wahre Gott aber ist der Heilige schlechthin. Was das heißt, kleidet Gott in eine rhetorische Frage: „Bin ich denn ein Gott aus der Nähe – Spruch des Herrn – und nicht vielmehr ein Gott aus der Ferne?“ (Jer 23,23). Gottes Ferne anzuerkennen verhindert jegliche Vereinnahmung Gottes für die eigenen, menschlichen Vorstellungen. Diese Haltung last Gott Gott sein und nach seinem Willen fragen. Sie bewahrt mich davor, die Souveränität seines Wortes zu relativieren. Dieser Haltung korrespondiert die Gottesfurcht als Gegenteil einer Grundeinstellung, die Gott zum lieben, alten Mann degradiert, dessen Geschäft es ist, zu allem „Ja“ und „Amen“ zu sagen. Die Aufhebung der Distanz des Menschen zu Gott ist zugleich auch die Aufhebung jeglichen Ernstes vor Gott und unserer Verantwortung für die Welt.

Das Problem der Lügenpropheten hat Jeremia ganz besonders beschäftigt; der Begriff findet sich im Alten Testament insbesondere bei ihm. Aber auch das Neue Testament kennt neben den Propheten die Pseudopropheten: von den sprichwörtlich gewordenen „Wölfen im Schafspelz“, vor denen Jesus in der Bergpredigt warnt, über den falschen Propheten Elymas, den Paulus auf Zypern durc  eine Machttat zum Schweigen bringt, bis hin zu jenem Lügenpropheten der Apokalypse, der in der Endzeit viele Menschen verführt, dessen Los aber letztendlich das Verderben ist.

 

3. Prophetie heute

Auch heute noch treffen wir an allen Ecken und Enden auf selbsternannte Propheten, die ihre Träume und Wünsche an die Stelle des Gotteswortes setzen. Auf diese wollen wir nun in einem letzten Schritt unseren Blick richten. Denn gerade als Teilhaber am prophetischen Amt Jesu Christi müssen wir Gläubige zum einen darauf achten, nicht selbst zu Scheinpropheten zu werden, und zum anderen, solchen Scheinpropheten nicht auf den Leim zu gehen.

Das biblische Wort ist immer in eine konkrete Situation hinein gesprochen, birgt aber auch – so möchte ich es sagen – einen Bedeutungsüberschuss, einen Verheißungsüberschuss in sich, der die Zeiten bis zum Jüngsten Tag überdauert. Schon der 2. Petrusbrief aktualisiert Klagen wie die des Jeremia, wenn er warnt: „Es gab aber auch falsche Propheten im Volk; so wird es auch bei euch falsche Lehrer geben“ (2,1). Und es hat mich geradezu erschreckt, als mir bewusst wurde, wie leicht der Abschnitt aus dem Prophetenbuch Jeremia in die heutige Zeit einzupassen ist.

Wo treffen wir auf Menschen, die zu Unrecht prophetische Rede für sich in Anspruch nehmen? Im übertragenen Sinn beispielsweise da, wo eine ganze Industrie sich bemüht, menschliche Sexualität zu vermarkten, und zwar auf Kosten der Menschenwürde, namentlich der weiblichen. Wo das Geschlecht nicht mehr die Liebe zwischen Mann und Frau zum Ausdruck bringt, sondern zum Mittel der Umsatzsteigerung degradiert wird, muss der christliche Prophet laut und deutlich Einspruch erheben: Lasst euch nicht um die Wahrheit

betrügen!

Dann sind da die Propheten der Naturwissenschaften, der Forschung und insbesondere die der Industrie, die uns weismachen wollen, alles Machbare sei auch erlaubt. Die Natur wird hemmungslos manipuliert, sei es nun die um uns herum oder die in uns. Rohstoffressourcen werden ausgebeutet, Sicherheitsinteressen hintangestellt, ja sogar Embryonen, d.h. ungeborene Kinder, werden als Ersatzteillager und Stammzelllieferanten missbraucht. Gott selbst achtet die Gesetze, die er in seine Schöpfung hineingelegt hat; woher nehmen wir die Legitimation, diese zu missachten? Auch hier heißt es wieder: Lasst euch nicht um die Wahrheit betrügen!

Dann die Frage nach Liebe und Treue bei den ernstlich Verliebten und Verlobten, bei den Eheleuten und den Familien! Müssten wir nicht zusammenzucken, wenn Studien uns vor Augen stellen, dass sich die heutigen Jugendlichen durchaus nach Treue, Verlässlichkeit und Verantwortungsbereitschaft sehnen, ihre Eltern ihnen aber oft das entsprechende Lebenszeugnis verweigern? Die Lügenpropheten erklären uns, offene Beziehungen gehörten zu einer modernen Welt. Aber solange ein Mensch einen Menschen liebt, ihn ehrlich liebt, wird er danach trachten, dass diese Liebe fortdauert. „Doch alle Lust will Ewigkeit, will tiefe, tiefe Ewigkeit!“ hat Friedrich Nietzsche gesagt. Lasst euch nicht um die Wahrheit betrügen!

Und wenn dann die Liebe zweier Menschen selbst Mensch wird, wenn ein Kind entsteht? Dann flüstert uns der moderne Scheinprophet ein, in der heutigen Zeit müsse man dieses Kind erst gegen eventuell verpasste berufliche und soziale Chancen abwägen. Senkt sich die Waage zu Ungunsten des Kindes, dann bleibt ja immer noch – so heuchelt man uns vor – die Abtreibung. Nein: Die Tötung eines ungeborenen Kindes ist nie und nimmer eine Form der Familienplanung, die vor Gottes Augen bestehen kann! Im Übrigen stirbt mit dem Kind immer auch ein Stück der mütterlichen Seele. Denn die Mutter ist der Ort, wo Gott dem Menschen die Seele geschenkt hat. Lasst euch nicht um die Wahrheit betrügen!

Und wenn der Mensch alt und krank geworden ist und nach dem Verständnis der Gesellschaft nicht mehr sinnvoll menschlich leben kann, dann redet ihnen der Scheinprophet ein, die Souveränität über sein Leben in Anspruch zu nehmen und sein Leben in eigener Vollmacht zu beenden. Euthanasie nennt man fälschlicherweise diese Prophetie, die aus dem Arsenal des Antichristen kommt. Und man will dem Menschen einreden, das schon in der Blüte seiner Jahre schriftlich für den Fall von Alter und Krankheit festzulegen. Das Leben des Menschen kommt aus Gottes Hand, – und darum ist es heilig. Und Christus hat am Kreuz für jeden Menschen sein Blut vergossen, – und darum ist es dreimal heilig; – und darum ist Euthanasie ein Attentat auf die Heiligkeit Gottes selbst. Lasst euch nicht um diese Wahrheit betrügen?

Wogegen würde Jeremia heute auftreten? Wir wissen es nicht, aber Missstände wie die genannten würde er ganz gewiss nicht schweigend hinnehmen. Der Prophet ist zwar nicht von Natur aus ein Quertreiber, aber er stellt sich quer, wenn Gottes Wort und Wille ihm dies vorgeben. Als Prophet muss man folgerichtig lernen,

mit dem Unmut, der Verachtung oder sogar dem Hass der Umgebung zu leben. Aber als Getaufte haben wir nun einmal nicht den Menschen nach dem Mund zu reden, sondern einzig und allein dem lebendigen Gott. Versäumen wir dies, dann verfehlen wir nicht nur unseren Auftrag, sondern sind überdies „diesem Volk ganz unnütz - Spruch des Herrn“ (23,32). Was einen wahren Propheten auszeichnet, hat schon vor vielen Jahren Joseph Ratzinger, heute Papst Benedikt XVI., treffend formuliert: „Der Prophet ist sich in einer doppelten Weise selbst enteignet. Er ist sich enteignet zugunsten dessen, den er vertritt, und er ist sich enteignet zugunsten derer, vor denen er ihn vertritt“ (Glaube und Leben 41, 1968, 357). Das wird sichtbar bei Jesus Christus selbst. Bei ihm hören wir prophetische Rede in Reinkultur, besonders in der Bergpredigt. Seine prophetischen Weisungen beginnen immer stereotyp: „Ihr habt gehört, dass gesagt wurde…“ und sie endet immer stereotyp: „Ich aber sage euch…!“. Als Beispiel sei Matthäus 5,27-28 zitiert: „Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst nicht die Ehe brechen. Ich aber sage euch: Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen“. Wir heute argumentieren unprophetisch oder manchmal antiprophetisch, indem wir sagen: „Alle machen es doch heute so! Die Statistiken belegen das, also auch wir wollen so sein und so handeln“. Prophetisch leben heißt für uns: das „Ich aber sage euch“ des Herrn zum Maßstab unseres Denken, Sprechens und Handeln zu machen! Danke!

 

+ Joachim Kardinal Meisner

Erzbischof von Köln

 

 

 

 

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Visionen des Pfarrers Albert Drexel über die Kirche

 

Visionen von Albert Drexel
Kirche: Rückblick – Ausblick


Ein Geschenk des Himmels für geweihte Priester und Laienapostel
In den Jahren von 1970 bis 1977 erklärte Jesus
Christus in nächtlichen Freitags-Visionen dem
Theologie-Professor Albert Drexel (1889-1977) die
Entwicklung der Kirche und der Welt. Professor
Albert Drexel war ein glaubenstreuer Priester,
Prophet und Sprachwissenschaftler aus Hohenems
in Vorarlberg. Zum ersten Mal nach dem Konzil ging
der Herr auf den Zustand der Kirche ein und fällte
ein Urteil, das härter nicht sein konnte.
Professor Albert Drexel, der von der Kirche ignorierte und unterdrückte Theologe, empfing
Botschaften von Jesus über die Gegenwart, die man nicht kommentieren muss.
Nach einer erfolglosen Sammlung für einen Kirchenbau sank Pfarrer Drexel vor dem Herz-
Jesu-Bild nieder und rief dreimal verzweifelt: «Heiland, ich kann nicht mehr!» Da geschah das
Wunderbare. Ich sah nur die Gestalt des Heilandes und ER sagte milde und deutlich:
«Ich bin bei dir. Du wirst Mein Haus vollenden. Ich werde wiederkommen, jedes Mal in
der Nacht der Gnade Meines Herzens, aber nicht um dieses steinernen Hauses wegen.
Du wirst am Hause Meiner Kirche bauen, denn viele Feinde werden sie bedrohen und
zerstören wollen. Bete!»
 

Markante Schwerpunkte der Botschaften:
6. März 1970: «Ein besonderer Segen wird über diesem Werk, seiner Verbreitung und seiner
Wirkung unter den Gläubigen Meiner einen und einzigen Kirche walten und sich vermehren.
Ich werde Meinen Stellvertreter in Rom stärken und ihn selbst gegen Bischöfe mit Weisheit
und Festigkeit wappnen.
Nicht nur Priester, sondern auch Bischöfe fallen dem Zeitgeist anheim, indem sie ihre
Pflichten versäumen und verletzen. Wir brauchen Kämpfer und Beter, unerschütterlich im
Glauben. Jetzt ist die Zeit, die Bekenner braucht.»


3. Juli 1970: «Durch das Eingreifen GOTTES und das Wirken des Heiligen Geistes ist das
göttliche Werk der Engel entstanden, welches die übernatürlichen Mächte und die guten
Geister auf den Plan ruft. Lasst euch nicht entmutigen von der Zerstörung in Meiner Kirche.
Wohl sind Satan und alle dämonischen Mächte am Werk wie nie zuvor in der Geschichte der
Menschheit und der Kirche!
Alle Getreuen Meiner Kirche mögen in Ruhe und Festigkeit in die Zukunft schauen. Maria, die
Unbefleckt Empfangene wird SIEGEN. Die Stürme mögen toben!
In der sichtbaren Natur können Felsen bersten, Dämme brechen: GOTT ist grösser, die
Wahrheit ist stärker, die Gnade ist reicher, darum wird der Fels, den ich gegründet
habe, bis ans Ende bestehen.»


5. September 1970: «Immer mehr Priester wenden sich von Meiner jungfräulichen Mutter
Maria ab, ungezählte Gläubige folgen der Verführung und kommen so in die Gefahr, für eine
Ewigkeit verloren zu gehen, im Zeichen des geheimnisvollen Wirkens des HEILIGEN
GEISTES, dass zur gleichen Zeit ungezählte Gläubige, Andersgläubige sich Maria zuwenden
und zu ihrer Verherrlichung beitragen. Heisse Gebete steigen von Gnadenstätten der Heiligen
Jungfrau zum Himmel. Ja selbst Gebete von vermeintlichen Erscheinungsorten, welche im
Vertrauen verrichtet werden, sind vor Gott wohlgefällig. Denn der Vater im Himmel schaut in
die Herzen, und der Geist Gottes weht, wo er will. Noch nie, seit der Zeit Meiner Apostel und
Jünger war die Kirche in solcher Gefahr, weil die Feinde der Kirche von innen kommen und
ihr Werk der Zerstörung unter dem Schein und Namen des Guten ausführen.»


2. Oktober 1970: «Die grösste Gefahr droht der Kirche von seiten jener Meiner Diener, also
Priestern, die nach aussen den Namen Meiner Kirche beibehalten wollen, inwendig jedoch
vom Glauben abgefallen sind und einer falschen, trügerischen und sinnlichen Liebe huldigen.
Ihr Werk und Wort ist Lüge, sie sind Knechte Satans, welcher der Vater der Lüge ist. Sankt
Michael ist der besondere Schutzgeist, der Schutzengel dieser Meiner Kirche. Es war darum
nicht gut, das Gebet zu ihm zu unterlassen.»


1. Januar 1971: «Es werden viele Gemeinden ohne Hirten sein; darum werden Kirchen
ohne das Heiligste sein, Einsame ohne Tröstung, Ehen ohne Treue, Völker ohne
Frieden.»


5. Februar 1971: «Der Satan, der Urheber des Bösen, versucht und missbraucht immer mehr
geweihte Diener der Kirche zu lebendigen Werkzeugen der Zerstörung und Verwirrung.»


5. März 1971: «Für die Unglücklichen und Irregeführten gilt das Wort: Die euch dem
Unglauben und Irrglauben überliefert haben, haben die grössere Schuld!»


2. April 1971: «Da in der gegenwärtigen Zeit, - so auch in der kommenden Zeit -, die Kräfte
des Hasses, die Mächte der Lüge und der Finsternis am Werke sind, die Ordnung Gottes und
den Glauben der Offenbarung, die Gebote des Schöpfers und die Wege der Wahrheit, das
Geheimnis Meiner Liebe und das Gnadenwirken des Heiligen Geistes zu verlassen, ja zu
leugnen und sogar zu bekämpfen, möget ihr mit allen Kindern Gottes erkennen, dass die Zeit
des Antichrist angebrochen ist.»


1. Mai 1971: «Der Antichrist ist die Kirche der Welt, die von Gott und Meinem
Evangelium losgelöste Gesellschaft!»


4. Juni 1971: «In dieser Kirche wird an GOTTES STATT der Götze Mensch gesetzt. An die
Stelle der Immaculata tritt die Babylonische Hure.»


2. Juli 1971: «Diese Irrenden und Verführer reden und schreiben von einer “neuen Kirche“,
- von einer Kirche, die nicht mehr Religion ist, sondern eine rein menschliche Gründung. ICH
sage: “die Kirche des Antichrist!“
In dieser neuen Kirche ist nicht mehr Maria, Meine jungfräuliche Mutter, die Mutter der
Gläubigen. Diese neue Kirche ist vaterlos und mutterlos. Diese neue Kirche ist der
lebendige Antichrist, die wirkliche Hure Babylons, - wie Mein Jünger und Apostel
Johannes in der Geheimen Offenbarung geschrieben hat.»


3. September 1971: «Am Ruin Meiner Kirche zu arbeiten, ist vergebliche Mühe, ja ein
Wahnwitz und eine furchtbare Sünde. Die das tun, arbeiten in Wahrheit an ihrem eigenen
Ruin und gehen ihrer ewigen Verdammnis entgegen.»


1. Oktober 1971: «Es kommt die Zeit, in der sich die Religion an vielen Orten in die
Häuser und Wohnungen, in den Schoss der Familien zurückzieht, und der Glaube der
Guten und der Getreuen mit dem Mut der Märtyrer öffentlich und furchtlos bekannt
werden muss.»


5. November 1971: «Nur betende, leidende, opfernde, kämpfende Seelen sind die
Werkzeuge für das Walten und Wirken des Heiligen Geistes!»


2. Dezember 1971: «Einst habe Ich über Jerusalem geweint und über die Menschen dieser
Stadt, über ihre Priester und Hohenpriester; und doch war die Sünde dieser nicht so gross
wie die Sünde derer, die heute in der Kirche anstatt Führer Verführer, anstatt Hirten
Mietlinge, anstatt Berater Verräter sind.»


7. Januar 1972: «Sie verbannen Meine Eucharistische Gegenwart aus den Augen des
Volkes und fort aus der Mitte des Heiligtums. Sie beugen nicht mehr ihr Knie vor dem
Allmächtigen und vor dem Allerheiligsten. Sie laufen zum heiligen Mahle wie zu den
Tischen ihrer irdischen Genüsse.»


4. Februar 1972: «Dass Satan und seine unsichtbaren Dämonen immer mehr Werkzeuge in
den abfallenden und ihrer Weihe untreu werdenden Priestern finden, ist der Schmerz der
Guten. Mönche verlassen ihre Zellen, um öffentlich vor allem Volke gegen den Glauben,
gegen die Kirche und gegen Meinen sichtbaren Stellvertreter in Rom zu sprechen.»
3. März 1972: «Weh uns, die wir wie Gott sein wollten!»


7. April 1972: «Gross ist die Zahl der Priester, die nicht mehr an Meine Gegenwart in den
gewandelten Gestalten von Brot und Wein glauben und das Heiligste wie gewöhnliches
Brot behandeln.»


5. Mai 1972: «Diese deine Aufgabe war vorgesehen von dem Allwissenden Gott für die Zeit,
in der Meine Heilige Kirche der schwersten Heimsuchung und Prüfung aller Zeiten
ausgesetzt sein würde. Diese Zeit ist jetzt da!»


7. Juli 1972: «Es ist Mein und der Wille des Vaters, dass die Kinder des Glaubens frohe
Kinder sind, froh wie einst Franziskus, der den Sonnengesang zum Himmel gejubelt hat,
froh wie die jugendliche heilige Theresia, die von der Liebe zu Mir glücklich, lächelnd durch
den Garten der Schöpfung wandelte....»


4. August 1972: Die Zeit, in der Meine eine und heilige Kirche die grösste Prüfung und
Bedrohung erlebt, verlangt die äusserste Anstrengung der Getreuen. Mein Stellvertreter in
Rom ist von vielen verlassen, auch von solchen, die als Hirten berufen wären, dem
Nachfolger Petri in Treue und mit aller Kraft beizustehen.»


1. September 1972: «Das Geheimnis und Opfer Meiner sakramentalen Gegenwart wird
zum Prüfstein des allein wahren Christseins!» ... «Warum haben Ungezählte mit dem
Empfange Meines Leibes in die Hand die Ehrfurcht vor dem Allerheiligsten verloren ?»


6. Oktober 1972: «Ich habe zu dir gesprochen von untreuen Hirten «als Mietlinge», die die
Herde verlassen, ja zu Feinden des Kreuzes und selbst zu Verrätern werden.» «Endlich
sollen sich alle Guten und Getreuen bewusst sein, dass sie unsichtbare Geister, Engel, zur
Seite haben, und dass die Heiligen Gottes ihre Freunde und ihr Licht auf dem Wege sind.»


3. November 1972: «Ihnen und den Verführten gilt der Leib mehr als die Seele. Sie wollen
die weltliche Kirche aufbauen und die Welt geniessen, ohne Gott. Nicht mehr Gott, sondern
der Mensch ist für die Verführer und Verführten wichtig. Endlich haben die Abtrünnigen sich
der Zeit verschrieben und achten nicht mehr des Geheimnisses der Ewigkeit.»


1. Dezember 1972: «An vielen Orten ist das Gotteshaus leer und kahl geworden, so dass
das Verlangen der Herzen nach Wärme nicht mehr gestillt wird. Der Gottesdienst wird in
ihren Händen und Herzen zu einer weltlichen Schau voller Lärm und Unruhe. Dieser von
Gott, von meinem Erlöserblut und dem Tabernakel abgewandte Weltgeist nimmt zu.»


5. Januar 1973: «War es nicht die Vorsehung des Himmlischen Vaters, die euch ... die
Möglichkeit gegeben hat, das erhabenste, grösste und schönste Werk, das je über die
Erlösung und die Mutter der Erlösung vom Himmel eingegeben und von
Menschenhand niedergeschrieben worden ist, der Welt und den Menschen zugänglich zu
machen?»
«In dieser Not des Glaubens und der Kirche mögen die Getreuen dieses Dreifache vor Augen
haben und in ihrem Innersten lebendig bewahren: die Ehrfurcht vor dem Wunder und
Geheimnis Meiner Gegenwart, die innige und kindliche Liebe zu Meiner jungfräulichen
Mutter Maria und das nie nachlassende vertrauensvolle Gebet zu den heiligen Engeln,
die im Gotteskampf wider die Satansmacht aus der Kraft Gottes in der Zeit siegen und ewig
triumphieren werden.»


1. Februar 1973: «An ungezählten Orten ist das Gotteshaus zu einem Marktplatz des
Teufels und seiner Helfer geworden, in dem Priester nicht mehr das Wort Gottes, sondern
die Welt und den Abfall vom Evangelium predigen. Schon in die Seelen der Kinder wird das
Gift der Häresie durch falsche Katechismen und von abtrünnigen, ja gottlosen Religionslehrern
hineingeträufelt.»
«Alle Guten, alle Getreuen, alle Glaubenden mögen bedenken: Sie haben eine Mutter, das
wunderbarste Geschöpf unter allen Wesen der Schöpfung. Sie haben die Engel in ihrer
Vielfalt, in ihren Chören, in ihrer Macht und Sendung. Sie haben die Heiligen der Kirche in
ihrer Tugendgrösse.»


3. März 1973: «Nun ist ein anderer Sturm über die Kirche hereingebrochen, und das “Schiff
Petri“ wird von den Wogen der Zeitströmungen hin und her getrieben, so dass die Gläubigen
unruhig werden und in ihrer Bangnis nach Hilfe Ausschau halten. Die Leugnung des Jenseits
und der Ewigkeit und des Gerichtes ist wie eine Pest in die Kirche eingebrochen, indem die
Masse auf der breiten Strasse des Verderbens geht und den Pfad Meiner Nachfolge verloren
und verlassen hat.»


4. Mai 1973: «Nur wenige sind es, die in Wort und Schrift für den Glauben und die Kirche
kämpfen, und nur wenige von den Gläubigen öffnen ihr Herz und ihre Hand zur Hilfe für die
wahrhaft katholische Presse.»


1. Juni 1973: «Die Not, die auf Meine eine und wahre Kirche zukommt, ist eine dreifache: die
Glaubensnot, die Priesternot und die Seelennot.»


7. Juli 1973: «Das heilige Sakrament der Busse wird missachtet und entgegen der
Lehre der Kirche für unnötig gehalten. In Millionen von Kinderherzen wird die Ehrfurcht vor
dem Wort der Heiligen Schrift ertötet und das Gift des Unglaubens von Religionslehrern, ja
auch von Schwestern, eingepflanzt, die innerlich vom Glauben abgefallen sind. Darum
wächst eine Jugend heran ohne Gott und ohne Achtung vor Gottes Gebot.»


2. August 1973: «Zuerst verweigern sie den Glauben an Meine Gegenwart, alsdann
verlieren sie die Ehrfurcht vor dem Allerheiligsten und endlich werden sie kalt in ihrer
Seele gegenüber der heiligen Opferfeier. Darum reden sie vom “Mahl“, nicht mehr vom
“Opfer“; darum werden sie bar jeglicher Ehrfurcht und beugen ihre Knie nicht mehr;
darum ist ihnen das heilige Opfer zur Last und zum Geschäft geworden, und ohne
Liebe zu Mir treten sie an den Altar oder bleiben ihm fern.»


6. September 1973: «Die grösste Sünde, der furchtbarste Frevel in der gegenwärtigen Krise
und Verwirrung der Kirche ist, dass diese Priester und irregeleiteten Laien das geheimnisvolle
Opfer am Altar zu einer blossen Mahlfeier herabwürdigen, indem sie so gewissenlos und
gleichsam durch einen Verrat den wahren Glauben abgefallenen Reformatoren entgegenkommen.
»


5. Oktober 1973: «Aber es gibt in dieser Zeit der Glaubenslosigkeit und Glaubensverwirrung
auch Laien von tiefer Frömmigkeit und stiller Tugend, die Meinem Herzen nahe sind und in
reiner Absicht für die Ehre und Verherrlichung Meiner heiligsten Mutter eifern.»


2. November 1973: «Selig, die im Herrn sterben. Ich aber sage: Wer immer Meine heiligste
Mutter ehrt und zu ihrer Verherrlichung in den Seelen beiträgt, ist der unvergänglichen
Beseligung im Himmel gewiss!»


7. Dezember 1973: «Viele Bischöfe lassen die Irrlehrer gewähren und nehmen nicht die
Pflicht ihres Amtes wahr, - ehe sie mit Erschütterung, zu spät wahrnehmen müssen, dass sie
den Glauben verraten und das Volk der Gläubigen nicht vor den Wölfen geschützt haben.


3. Januar 1974: «Grösser, furchtbarer, unheimlicher ist die Sünde des Abfalls vom Glauben,
die Sünde der Verwerfung der Liebe Meines Wohnens unter den Menschen, eines
Abfalls, einer Verwerfung, deren sich Priester und Bräute Christi schuldig machen. Könnte Ich
weinen, wie Ich voreinst in menschlicher Gestalt über die Bewohner der Stadt Jerusalem
geweint habe, Meine Tränen würden nicht mehr versiegen!»


1. Februar 1974: «Nun hat der Urfeind Gottes, Satan, mit Hilfe geweihter Priester und mit
Hilfe der vom Stolz erfüllten Theologen diese Meine Kirche in die schwerste Krise ihrer
Geschichte gestürzt, und viele gute und treue Söhne und Töchter der Kirche hoffen, ja
wünschen, dass Gott in Seiner Allmacht eingreife und durch eine Katastrophe die
inneren und äusseren Feinde des Glaubens zum Schweigen bringe.»


1. März 1974: «Eine schwere Zeit steht Meiner wahren Kirche bevor. Denn drei grosse,
schwere Sünden haben Meine berufenen Söhne auf sich geladen: Sie leugnen Meine
Gottheit, Meine Auferstehung, Meine Gegenwart im Geheimnis der Hostie und des
kostbaren Blutes. Die Sünde des Abfalls ist eine Sünde des Stolzes. Sind es nicht
dieselben, die vom Glauben abfallen und die heilige Jungfrau und Mutter verwerfen ?»


5. April 1974: «Mein grosser Schmerz ist, dass schon Kinder Opfer des Abfalls werden.
Diese unseligen Priester predigen nicht mehr Gott, Christus, den Heiligen Geist, nicht
mehr die Zehn Gebote, die Gnade vom Gericht, der Ewigkeit. Wohl gibt es noch gute
Priester, wahrhafte Christen.
Wer immer wahrhaft liebt im Göttlichen Geheimnis der Heiligsten Dreifaltigkeit,
der liebt auch seinen Nächsten. Wer sagt: “Ich liebe Gott“ und seinen Nächsten hasst, der
lügt: So steht es geschrieben.»


7. Juni 1974: «Ehedem waren es die äusseren Feinde der Kirche; nunmehr ist es eine
innere Verfolgung, die mit der Hilfe Satans am Werke ist. Ja, es sind Priester, - Geweihte
des Altares -, die ihrer Berufung untreu werden, vom Glauben abfallen und die Gnade des
Heiligen Geistes verschmähen. Wenn sie nicht zurückkehren zum Gebet und zur Gnade des
Glaubens, wartet ihrer der Fluch Gottes, der Fluch der ewigen Verdammnis.
Priester, hohe und niedere, laden täglich und stündlich eine unheimliche Verantwortung
auf sich, da sie Mich, den einzigen und wahren Sohn Gottes, verraten und die Welt ihrem
Erlöser vorziehen.»


5. Juli 1974: «Die Not der Seelen schreit zum Himmel, indessen in Versammlungen
Unberufene sich Macht in der Kirche anmassen, weil die Bischöfe ihnen nicht Halt
gebieten und Grenzen setzen.»


2. August 1974: «Wer sich im Leben des Cruzifixus schämt, dem werde Ich in der
Ewigkeit und für eine Ewigkeit Mich verhüllen.» Das Kruzifix, nicht das leere Zeichen, ist
das katholische Zeichen und Bekenntnis. Segen den Familien, in welchen Mein Kruzifix
angebracht und verehrt wird.»


8. September 1974: «Ich habe von einer dreifachen Lust gesprochen, von der der heilige
Apostel geschrieben hat: von der Augenlust, von der Fleischeslust und von der Hoffart
des Lebens. Ich aber verlange nach Seelen, die Opfer bringen und um der Liebe willen
zu Mir auf das verzichten, was die Welt liebt. Ich verlange nach Seelen, die rein sind
und sich bewahren vor der Sünde des Fleisches, von der Verderben kommt. Ich
verlange nach Seelen, die sich nicht betören lassen von dem Blendwerk der Welt,
sondern nach dem streben, was ewig leuchten wird, was dem Frieden und der Freude
der Seelen dient.»


4. Oktober 1974: «Der Gerechte lebt aus dem Glauben. Und wiederum: Wer nicht glaubt, ist
schon gerichtet. Ich aber sage: Wer glaubt in seiner ganzen Seele, ist schon gerettet.»
1. November 1974: «Doch ist es Gott, der über Gut und Schlecht auch der Schriften
und Bücher entscheidet.»


5. Dezember 1974: «Mit grossem Wohlgefallen aber sieht der Himmlische Vater auf die
Beter, auf das Volk, dessen Opfergeist, dessen Sühne. Von ihnen wird das Neuerwachen der
Kirche ausgehen und kommen, während die gottlose und christusfeindliche Welt ihrem
Untergang entgegengeht. Darum mögen die Guten nicht verzagen: Ihr Gebet, ihre Treue und
ihr Vertrauen werden Erhörung finden.»


2. Januar 1975: «Sie bedenken in ihrem Unglauben nicht, dass Maria, die Unbefleckte,
Mich, den Erlöser und also die Erlösung der Welt und den Menschen gebracht hat, und
dass diese Meine jungfräuliche Mutter als Mutter bis zur bittersten Stunde auf
Golgotha unter dem Kreuze glaubend, betend und opfernd ausgeharrt hat.»


7. Februar 1975: «Wohl wird es für die Welt eine schwere, die schwerste Zukunft werden;
schwerer noch für Meine eine und wahre Kirche...
Dieses Unheil kommt von dem dreifachen Abfall: von dem Abfall von Gott, von dem
Abfall von Gottes Geboten, von dem Abfall von der Ordnung Gottes.»


7. März 1975: «Die Welt und mit der Welt viele Priester freveln wider den Vater und den
Schöpfer, indem sie wider die Natur sündigen und die Ordnung in der Natur umkehren
(Perversion), ja schon im Kinde die Reinheit schänden. Sie freveln an Mir, dem Sohn,
indem sie Meine Gottheit leugnen und Mein Bild in den Herzen der Menschen verzerren
und verfälschen. Und selbst in die Seelen der Kinder den verderblichen Samen des
Unglaubens säen und die trügerische Hoffnung einer irdischen Erlösung nähren, indes
Ich der Göttliche Kinderfreund geworden bin.
Sie freveln an dem Heiligen Geist, auf dessen Gnade und Gnadenwirken sie ihr Herz
nicht mehr öffnen.»


4. April 1975: «Nur gute Priester vermögen das Volk im Glauben zu retten und im Geiste des
Gebetes zu bewahren. Ihr Erstes ist der starke und ganze Glaube. Ihr Zweites der Geist
des Gebetes und das Verlangen Meiner Gegenwart im Heiligsten Opfer und im
Tabernakel. Ihr Drittes ist die Reinheit des Herzens und die Überwindung der sinnlichen
Triebe und Versuchungen.»


2. Mai 1975: «Oh wie sind viele, auch Priester, - geweihte Diener des Allerheiligsten, - leer
und kalt geworden in ihrer Seele, weil darin die eucharistische Liebe erloschen und erstorben
ist! Ihnen bedeutet das “Ewige Licht“ nichts mehr.»


2. Juli 1975: «In der Geschichte dieser Meiner Kirche hat es immer wieder zufolge schlechter
Priester und lauer Hirten Zeiten des Niederganges, des Abfalls und der Verwüstung
gegeben.»


1. August 1975: «Selbst Mein Stellvertreter auf Erden, der gegenwärtige Nachfolger des
heiligen Petrus, wird von falschen Ratgebern bedrängt.»


5. September 1975: «Was endlich die Grösse des in die Kirche eingebrochenen Unheils am
meisten kennzeichnet, ist die innere Verfolgung: - dass jene Meiner Diener, die um die
Rettung des Glaubens kämpfen, gequält, verfolgt und verurteilt werden zur Freude Satans.»


3. Oktober 1975: «Lass sie alle eins sein!» «Der Weg aber, der jetzt von dieser einen und
wahren Kirche eingeschlagen wird, um zur Einheit zu gelangen, führt zu einer falschen
Einheit und endet bei der Zerstörung der Kirche, die, weil sie wahr ist, nur EINE sein
kann.»


7. November 1975: «Immer ist es das eine und gleiche wahre Opfer, nicht bloss die
Erinnerung, sondern die Erneuerung Meines einzigen blutigen Opfers auf Golgotha.»


5. Dezember 1975: «Wisse: Die Zahl der wahrhaft guten Priester nimmt ab, und es naht die
Zeit, in der viele Gläubige seelisch verwaist werden.... In der Sehnsucht werden sie das
Gedächtnis des Allerheiligsten pflegen und in geistiger Weise kommunizieren.»
«Noch einmal sage ich: Glaube, Hoffnung, Liebe diese drei! Geht zu Meiner Mutter in die
Schule; sie ist Lehrerin, Fürsprecherin und Mittlerin der Gnaden!»


2. Januar 1976: «Allen, die guten Willens sind, sei der Weg, den sie gehen müssen, von Mir
in dieser Stunde bezeichnet: Der klare und ganze und starke Glaube, das Gebet, die
Liebe zum Geheimnis und Wunder Meiner Gegenwart im Heiligsten Sakramente des
Altares. Diese Meine Eucharistische Gegenwart ist die seelische Heimat Meiner
Getreuen. Das Vierte ist die Treue und Wärme der Verehrung Meiner jungfräulichen
Mutter Maria. Als Fünftes hat Gott den Menschen Engel zum Schutze, zur Mahnung und
zur Führung gegeben.»


5. März 1976: «So verführen sie das Volk und schon die Kinder. Das nenne Ich den
seelischen Kindermord! Ob es Dome oder Kapellen sind; es sind Orte der Gnade und
des Friedens, der Hilfe und des Trostes!»
«Aber gibt es nicht Priester und Ordensfrauen, die dafür kein Verständnis mehr haben, ja
darüber spötteln und den Rosenkranz, diese Waffe gegen den Satan, nicht mehr beten?»


2. April 1976: «Der Glaube ist schwach geworden, ja erstorben. Das Zweite: die
Verweltlichung des Priestertums und die Liebe zu Meiner Mutter verloren.»


7. Mai 1976: «Es wird Meine eine und wahre Kirche erneuert werden, und zwar durch
Priester. So wisse: Es wird ein neues Geschlecht von jungen Priestern heranwachsen.»


4. Juni 1976: «Es geschieht zu Meinem besonderen Wohlgefallen, dass ihr ... an der
Gnadenstätte Meiner jungfräulichen Mutter Maria, der Vorsehung des Himmlischen Vaters
euren Dank abstattet. Das Kreuz, das Zeichen des Glaubens, bedeutet ihnen nichts mehr,
und darum haben sie den Weg der Kreuzesnachfolge verlassen. Sie achten nicht der
Flamme, die vom gläubigen Volke “Ewiges Licht“ genannt wird. Darum bedeutet ihnen die
Zahl der Verunehrungen nichts, die seit der Einführung der Handkommunion
täglich geschehen.»


2. Juli 1976: «Ein falscher Philosoph ist mit seiner verderblichen Lehre in die Kirche
eingedrungen, der gelehrt hat, Meine eine und wahre Kirche müsse von unten regiert werden.
Der dies gelehrt hat, war nicht vom Geiste Gottes, sondern vom Geiste Satans inspiriert.
Unter der Maske der “Liebe“ werden Glaube und Wahrheit zerschlagen und begraben.
Die Neuerer wollen eine Religion ohne Gott, ohne Gebet, ohne Opfer, ohne Jenseits,
ohne Himmel und Hölle aufbauen und damit dem Leben des Menschen seinen Sinn und
seine Würde nehmen.»


6. August 1976: «Es gibt nur eine einzige wahre Kirche Christi.»


3. September 1976: «Maria ist in aller Schöpfung des Vaters das wunderbarste aller
Geschöpfe, von Ewigkeit her geplant und geschaut. Sie ist das einzigartige Kind des
Vaters, der Ersten Göttlichen Person, und darum wird sie mit Recht und in Wahrheit
als “Königin des Universums“ verehrt. Maria ist die Mutter des Sohnes Gottes, und sie
wurde zur Mutter der Erlösung, zu Meiner Mutter Meiner Göttlichen und Menschlichen
Natur. Maria ist die Braut des Heiligen Geistes, die wahre und allgemeine
Gnadenvermittlerin. Diese Würde und Macht verleiht ihr der Heilige Geist als Akt einer
bräutlichen Liebe, der Liebe des Göttlichen Bräutigams zur heiligsten Braut.»


1.Oktober 1976: «Dass heilige Hostien wie Brotkrümmel, die vom Tisch gewischt
werden, behandelt, verunehrt, mit Füssen getreten, ja weggeworfen werden, zieht
Gottes Rache auf die Schuldigen herab.»


5. November 1976: «Du aber wisse: Die Lehre Meiner einen und wahren Kirche über die Vier
Letzten Dinge ist Gottes unwandelbare Wahrheit: Nur der Leib stirbt, die Seele des
Menschen aber lebt fort. Jeder Mensch ist zur Auferstehung bestimmt. Über sein
Leben wird gerichtet.»


3. Dezember 1976: «Wer Mein Eucharistisches Opfer und den Empfang Meines Leibes
ohne den Glauben und die Ehrfurcht und die Liebe verrichtet oder empfängt, wird die
Wahrheit des Gerichtes für eine ganze Ewigkeit an sich erfahren.»


4. Februar 1977: «Jetzt ist die Zeit dieses Opfers und dieser Gnade gekommen. Jetzt, da
sich die Geister scheiden, sozusagen in zwei Lager: in das Lager der irdisch-zeitlichen und
das Lager der himmlisch-ewigen Liebe.»


4. März 1977: «Es ist eine Zeit der Verwirrung der Geister, es ist eine Zeit der Entweihung
des Heiligtums, es ist eine Zeit des Abfalls und der Erkaltung vieler Menschen,
zum Altar berufener Diener.
Der Glaube ist eine Gnade, die nur von der Kraft des Gebetes genährt und bewahrt
wird.
Unglaube kommt aus der Sünde des Stolzes.
“Bittet und ihr werdet empfangen“, war und ist Meine Mahnung und Meine Lehre.
Klein wird die Herde der Gläubigen werden; doch die so wenigen, diese kleine Herde,
wird Meine Kirche retten: aus dem Glauben, im Vertrauen und mit dem Mut der
Heiligen.»


Zusammenstellung: Magdalena Zanetti, Leuenbühl 3, CH-5614 Sarmenstorf

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