DIE ZEHN GEBOTE GOTTES -  DIE SIEBEN SAKRAMENTE  -  DAS GLAUBENSBEKENNTNIS

(nach: Marianische Frauenliga/Deutschland)

 HOMEPAGE       ARCHIV 2005

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I. DIE ZEHN GEBOTE GOTTES

Das erste Gebot Gottes      Das Zweite Gebot Gottes     Das Dritte Gebot Gottes     Das Vierte Gebot Gottes    Das Fünfte Gebot Gottes

  Das Sechste und Neunte Gebot Gottes     Das Siebente und Zehnte  Gebot Gottes     Das Achte Gebot Gottes         

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II. DIE SIEBEN SAKRAMENTE

Über die Sakramente im Allgemeinen          Die Taufe       Die Firmung       Das Allerheiligste Altarsakrament         Die Beichte      

  Die Krankensalbung         Die Priesterweihe        Die Ehe  

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III. DAS APOSTOLISCHE GLAUBENSBEKENNTNIS

Glaubenssätze:      01    02    03    04   05   06    07    08    09    10   11   12     

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Das erste Gebot Gottes 

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Wie lautet das erste Gebot Gottes ?  

Das erste Gebot Gottes lautet: "Ich bin der Herr, Dein Gott. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben." / "Du sollst an EINEN  Gott glauben und IHN ALLEIN anbeten"

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Was gebietet das erste Gebot ?

Das erste Gebot gebietet uns, religiös zu sein. Das heißt: an Gott zu glauben, ihn zu lieben, ihn anzubeten und ihm zu dienen als dem einzigen wahren Gott, Schöpfer und Herrn aller Dinge.

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Welche ist die einzig wahre Religion ?

Das Zweite Vatikanische Konzil sagt in seiner Erklärung über die Religionsfreiheit: "Gott selbst hat dem Menschengeschlecht Kenntnis gegeben von dem Weg, auf dem die Menschen, ihm dienend, in Christus erlöst und selig werden können. Diese einzige wahre Religion, das glauben wir, ist verwirklicht in der katholischen, apostolischen Kirche, die von Jesus dem Herrn den Auftrag erhalten hat, sie unter allen Menschen zu verbreiten."

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Was verbietet das erste Gebot ?

Das erste Gebot verbietet uns die Pietätlosigkeit, den Aberglauben, die Irreligiosität; ferner den Abfall (Apostasie) vom Glauben, die Irrgläubigkeit (Häresie), das freiwillige Zweifeln und die schuldhafte Unwissenheit hinsichtlich der Wahrheiten des Glaubens.

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Was ist die Pietätlosigkeit ?

Die Pietätlosigkeit ist die Verweigerung jeder Verehrung gegenüber Gott.

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Was ist Aberglaube ?

Aberglaube ist die Ausübung eines widergöttlichen Kultes oder die Anbetung gegenüber einer Sache, die nicht Gott ist, die Zuflucht zum Teufel, zu den bösen Geistern und zu jedem Mittel, um menschlich Unerreichbares zu erlangen.

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Was ist die Irreligiosität ?

Die Irreligiosität ist die Unehrerbietigkeit gegenüber Gott und den göttlichen Dingen: die Versuchung (Herausforderung) Gottes, das Sakrileg (Frevel) oder die Profanierung (Schändung) heiliger Personen oder Gegenstände.

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Was ist vom versteckten Kampf gegen die Kirche zu halten ?

Diese im 18. Jahrhundert entstandene internationale Bewegung, die sich Freimaurerei" nennt, arbeitet auf äußerst raffinierte und heimtückische Weise gegen die katholische Kirche. Weil eine offene Verfolgung der katholischen Kirche wenig aussichtsreich erscheint, arbeiten die Freimaurer eifrig an der inneren Aushöhlung der Kirche, indem sie Kleriker und Laien anstiften, alles zu tun, damit die katholische Religion nicht mehr als die einzig wahre erscheint. Diese müsse vielmehr gleichberechtigt als eine unter vielen Religionen gelten. Obwohl Politik, Wissenschaft und Wirtschaft weitestgehend in den Händen der Freimaurer sind und ihre Machtposition verlockend erscheint, sollte Kontakt und erst recht jede Mitgliedschaft gemieden werden.

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Welche sind die modernen Götzen unserer Zeit ?

Der Mensch ist in unserer Zeit wie zu allen Zeiten in der Gefahr, sich selbst zum Maßstab aller Dinge zu machen und sich über Gott zu stellen. Damit wird er zum ersten und wichtigsten Götzen überhaupt. Gleichzeitig werden menschlichen Erfindungen und Errungenschaften vergöttert, die über den einzigen wahren Gott gestellt werden. Das heißt, man opfert unverhältnismäßig viel Kraft, Zeit und Intelligenz für diese vergänglichen Dinge. Demnach gehören das Geld, das Fernsehen, der Sport, das Auto, die Karriere, das Hobby, der Urlaub u.v.m zu den modernen "Göttern" unserer Zeit. All diese Dinge sind ursprünglich gut und sinnvoll; werden sie aber wichtiger genommen als Gott und über ihn gestellt, oder führen sie durch zu grossem Zeitaufwabnd mit ihnen  von Gott weg, entwickeln sie sich zu Götzen. Der lebendige Glaubensvollzug (Messfeier, Sakramentenempfang, Gebet, Mitarbeit in der Kirche usw.) kommt dann in der Regel zu kurz.

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Das Zweite Gebot Gottes

 

 
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Wie lautet das zweite Gebot Gottes ?

Das zweite Gebot Gottes lautet: "Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren !"

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Was gebietet uns das zweite Gebot ?

Das zweite Gebot gebietet uns, stets Ehrfurcht zu haben vor dem Namen Gottes und die Gelübde und die feierlichen Versprechen zu halten. Das zweite Gebot will den Namen Gottes vor Missbrauch schützen. Dazu gehören auch alle heiligen Namen, Bezeichnungen des Glaubens, der religiösen Gegenstände sowie heilige Orte und Zeiten.

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Was verbietet uns das zweite Gebot ?

Das zweite Gebot verbietet uns, den Namen Gottes ehrfurchtslos zu nennen: Gott, der Heiligsten Jungfrau, den Heiligen und den heiligen Dingen zu fluchen; falsche, unnötige oder in irgendwelcher Weise unzulässige Eide zu schwören.

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Was ist der Eid ?

Der Eid ist die Anrufung Gottes zum Zeugen der Wahrheit dessen, was man sagt oder verspricht.

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Wann schwört man nicht wahrheitsgemäß ?

Wenn man etwas mit einem Eid bekräftigt, von dem man weiß oder glaubt, dass es falsch ist, und wenn man mit einem Eid etwas zu tun verspricht, was man gar nicht auszuführen beabsichtigt.

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Wann schwört man nicht vernünftig ?

Wenn man ohne Klugheit und reifliche Überlegung oder wegen Dingen von geringer Bedeutung schwört.

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Wann schwört man nicht berechtigt ?

Wenn man schwört, etwas zu tun, was nicht gerecht oder erlaubt ist, z.B. sich zu rächen, zu stehlen und andere ähnliche Dinge.

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Was ist die Gotteslästerung ?

Die Gotteslästerung ist eine schreckliche Sünde, welche in verächtlichen oder fluchenden Worten oder Handlungen der Verachtung oder der Verfluchung Gottes, der allerseligsten Jungfrau Maria, der Heiligen oder heiliger Dinge besteht.

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Ist die Sünde des Fluchens schwerwiegend ?

Das Fluchen (Aussprechen der heiligen Namen im Zorn) ist eine schwerwiegende Sünde, weil sie eine Beschimpfung, Ehrverletzung und Verhöhnung Gottes oder seiner Heiligen ist.

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Welche Sünde begeht jemand, der falsch schwört ?

Wer einen falschen Eid schwört, begeht die Todsünde des Meineides, weil er Gott, die unendliche Wahrheit, dadurch, dass er ihn zum Zeugen der Unwahrheit anruft, in hohem Maß verunehrt.

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Was ist ein Gelübde ?

Ein Gelübde ist das gegenüber Gott gemachte Versprechen irgend eines ihm wohlgefälligen Gutes, zu dem wir uns im Glauben verpflichten.

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Kann man Gelübde auch der Muttergottes und den Heiligen machen ?

Gelübde kann man nur Gott machen; man kann jedoch Gott versprechen, etwas zur Ehre der Muttergottes oder der Heiligen zu tun.

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Welche Gelübde kann jeder Gläubige machen ?

Jeder Gläubige kann Gelübde in bestimmten Anliegen machen als Dank, als Bitte, zum Lobe Gottes und seiner Heiligen z.B. Besuch der Werktagsmesse, regelmäßige Beichte, regelmäßige Tagesgebete, eine Wallfahrt, Verzicht auf unnötige Dinge wie Rauschmittel und mit dem Ersparten Gutes tun, kein Geschlechtsverkehr vor der Ehe u.v.m. Beim Gelübde geht es immer um das geistlich-religiöse Wachstum, um den Weg zum Himmel konsequenter und freudiger zu gehen. Wer ein Gelübde machen will, soll vorher möglichst mit einem Priester (Beichtvater) darüber sprechen.

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Das Dritte Gebot Gottes

 
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Wie lautet das dritte Gebot Gottes ?

Das dritte Gebot Gottes lautet: "Gedenke, dass du den Sabbat heiligst."

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Was hat der Sabbat mit dem Sonntag zu tun ?

Der Sabbat ist im Schöpfungsbericht der Bibel der siebte Tag, der Ruhetag Gottes. Deshalb wird das Volk Israel im dritten Gebot aufgefordert, diesen Tag durch Gottesdienst, Gebet und Arbeitsruhe zu heiligen. Die Christen haben das dritte Gebot ganz selbstverständlich auf den ersten Tag der Woche, den Sonntag, übertragen, weil Jesus Christus am ersten Tag der Woche von den Toten auferstanden ist.

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Was gebietet das dritte Gebot ?

Das dritte Gebot gebietet uns, die Sonn- und Feiertage zu heiligen. Das heißt, an diesen Tagen die Heilige Messe andächtig mitzufeiern und die normale Berufs- und Werktagsarbeit zu unterlassen.

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Gibt es Ausnahmen, bei denen jemand von der Einhaltung des dritten Gebotes befreit ist ?

Ja, es gibt Ausnahmen, wenn Arbeiten getan werden müssen, die für die Gesellschaft notwendig sind wie z.B. im Krankenhaus, bei der Polizei, der Feuerwehr oder im öffentlichen Verkehr; weiterhin, wenn es um die Pflege von kleinen Kindern, Kranken oder alten Menschen geht. Was in diesem Zusammenhang die Mitfeier der Heiligen Messe betrifft, muss allerdings in Erwägung gezogen werden, ob diese nicht zu einem anderen Zeitpunkt möglich ist (z.B. am Vorabend). Wenn jemand aufgrund einer Krankheit nicht in der Lage ist, die Heilige Messe mitzufeiern, ist dies kein Verstoß gegen das dritte Gebot.

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Welchen Sinn hat das dritte Gebot ?

Das dritte Gebot verlangt erstens von uns, dass wir Gott bei der Feier der Heiligen Messe in rechter Weise verehren, ihn loben und ihm danken für alles, was er uns getan hat. Zweitens hat dieses Gebot den Sinn, dass wir geistlich, geistig und körperlich auftanken und neue Kräfte gewinnen, um den vielfältigen Anforderungen des Alltags gerecht zu werden.

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Welches sind die Sünden gegen das dritte Gebot ?

Im Hinblick auf die Mitfeier der Heiligen Messe an Sonn- und Feiertagen sündigt derjenige, der die Heilige Messe ohne wichtigen Grund versäumt, andere davon abhält oder sich selber abhalten lässt, indem er sich z.B. seiner Umgebung anpasst. Weiterhin sündigt derjenige, der die Heilige Messe nur oberflächlich oder unandächtig mitfeiert, sich im Gotteshaus unpassend benimmt und andere stört bzw. wenn jemand ohne wichtigen Grund oder aus Nachlässigkeit zu spät kommt oder zu früh weggeht. Im Hinblick auf die Arbeitsruhe sündigt derjenige, der an Sonn- und Feiertagen die normale Werktagsarbeit tut, ohne dass es einen zwingenden Grund dafür gibt. Weiterhin sündigt derjenige, der den Sonntag ausnützt, um mehr Geld zu verdienen. Schwer sündigt derjenige, der andere zwingt um der höheren Produktivität willen am Sonntag zu arbeiten. Schließlich sündigt auch derjenige, der den Sonntag nur der Zerstreuung, nicht aber Gott und der eigenen Erholung widmet und derjenige, der andere in der Sonntagsruhe stört.

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Welche Folgen hat die Mißachtung des dritten Gebotes für das Zusammenleben der Menschen ?

  Dadurch, dass die Mehrheit der Menschen und auch ein großer Teil der Christen nicht nach den Geboten Gottes lebt, wird auch das dritte Gebot missachtet. Wenn aber Gott nicht in rechter Weise verehrt wird, ist dem Unglauben Tür und Tor geöffnet; und dann wundert es auch nicht, dass die Würde des Menschen mit Füßen getreten wird. Wenn der Mensch außerdem nicht genügend Zeit findet, um sich an Seele, Geist und Körper zu erholen, wird er auf Dauer krank. Schließlich leidet auch der Zusammenhalt in den Familien, die die lebendigen Zellen für die Kirche und die Gesellschaft sein müssten. Wenn aber die Familien nicht intakt sind, kann weder die Kirche noch die Gesellschaft intakt sein. 

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Das Vierte Gebot Gottes

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Wie lautet das vierte Gebot Gottes ?

Das vierte Gebot Gottes lautet: "Du sollst Vater und Mutter ehren, auf dass es dir wohl ergehe und du lange lebest auf Erden !"

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Was gebietet uns das vierte Gebot ?

Das vierte Gebot gebietet uns, die Eltern zu lieben, sie zu achten und ihnen zu gehorchen. Das vierte Gebot verpflichtet wie alle anderen Gebote zuerst die Generation der Erwachsenen: die Eltern sollen ihren Kindern vorleben, wie sie ihre Eltern ehren, sodann sind sie verpflichtet, ihre Kinder im Glauben und in den Sitten zu erziehen. Und dann schließlich sind die Kinder verpflichtet, ihre Eltern zu ehren und ihnen zu gehorchen.

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Beinhaltet das vierte Gebot mehr als nur das Verhältnis der Eltern zu den Kindern ?

Ja, das vierte Gebot beinhaltet alle rechtmäßigen Beziehungen zwischen Vorgesetzten und "Untergebenen". Das höchste Verhältnis ist das zwischen Gott und Mensch. Auch in der Kirche gibt es Beziehungen von Autorität und Gehorsam, wie z.B. Papst und alle Glieder Kirche, Bischof und Priester, Pfarrer und Gläubige der Pfarrei oder Ordensobere und Ordensleute. In Staat und Gesellschaft sind solche Beziehungen: Staat und Bürger, Arbeitgeber und Arbeitnehmer oder Lehrer und Schüler.

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Wozu verpflichtet das vierte Gebot alle Vorgesetzten ?

Das vierte Gebot verpflichtet alle kirchlichen und weltlichen Vorgesetzten, die rechtmäßigen Werte von den Vorfahren anzunehmen: das sind im wesentlichen der Glaube, die Offenbarung Gottes, die Zehn Gebote und alle Regeln und Ordnungen, die das Zusammenleben der Menschen ermöglichen und menschlicher machen. Sodann sind die Autoritäten verpflichtet, die Werte treu und gehorsam an die Nachkommen weiterzugeben.

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Wozu verpflichtet das vierte Gebot die "Untergebenen" ?

Das vierte Gebot verpflichtet die "Untergebenen" zum Gehorsam der rechtmäßigen Autorität.

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Darf jemand seine Autorität missbrauchen ?

Nein, die Autorität darf nicht missbraucht werden, denn sie darf niemals zu etwas verpflichten, was Sünde ist. Wenn man jemandem bedingungslos gehorcht, der etwas verlangt, was Sünde ist, begeht man "Kadavergehorsam" (vgl. "Gehorsam" in den Konzentrationslagern). Im Zweifelsfall gilt: "Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen." (Apg 5,30)

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Welches sind die Sünden gegen das vierte Gebot ?

Gegen das vierte Gebot sündigt jemand, der die Glaubensüberlieferung, die Lehre der Kirche oder die Gebote Gottes ablehnt oder verachtet. Wer sich gegen rechtmäßige Autoritäten auflehnt, vergeht sich gegen das vierte Gebot; im besonderen, wer sich gegen seine Eltern auflehnt, sie verachtet oder nicht für sie sorgt, wenn sie krank oder alt sind. Eltern sündigen, wenn sie ihre Kinder nicht im Glauben und in der Ordnung Gottes erziehen und ihnen kein gutes Vorbild und Beispiel geben, wenn sie ihre Kinder lieblos und ungerecht behandeln. Kinder sündigen, wenn sie ihre Eltern nicht lieben, achten, ehren und ihnen nicht gehorchen.

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Welchen Wert hat das Gebet in der Beziehung zwischen Vorgesetzten und "Untergebenen" ?

Das Gebet der Vorgesetzten für ihre "Untergebenen" ist genauso wichtig wie das Gebet der "Untergebenen" für ihre Vorgesetzten. Wenn beide füreinander beten, wird auf ihrem Verhältnis Gottes Segen ruhen und man darf darauf vertrauen, dass es einfacher sein wird, seine jeweiligen Pflichten zu erfüllen wodurch ein fruchtbares Miteinander zustande kommt. Gleichzeitig wird deutlich, dass wir alle - in welcher menschlichen Position wir auch sind - eine Autorität über uns haben. Dieser höchsten Autorität, die Gott ist, haben wir am Ende unseres Lebens Rechenschaft abzulegen über das, was wir in unserer jeweiligen Stellung gedacht, gesagt und getan haben bzw. was wir diesbezüglich unterlassen haben. "Wem viel gegeben wurde, von dem wird viel zurückgefordert werden, und wem man viel anvertraut hat, von dem wird man um so mehr verlangen." (Lk 12,48)  

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Das Fünfte Gebot Gottes

 

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Wie lautet das fünfte Gebot Gottes ?

  Das fünfte Gebot Gottes lautet: "Du sollst nicht töten."

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Was gebietet uns Gott im fünften Gebot ?

  Gott will, dass wir den Nächsten lieben wie uns selbst, ihm helfen und ihm nichts Böses tun. Wir sollen das eigene und das Leben des Mitmenschen schützen. Wir sollen es nicht unnötig in Gefahr bringen, nicht schädigen oder gar vernichten. Gott möchte, dass wir das Leben als sein Geschenk annehmen und die Gesundheit erhalten.

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Die Werke der Barmherzigkeit

  Das fünfte Gebot will uns nicht nur vor der Sünde bewahren, sondern auch dazu auffordern, das Gute zu tun und uns für das Leben einzusetzen. In diesem Zusammenhang sind die sieben leiblichen und geistigen Werke der Barmherzigkeit besonders wichtig. Die leiblichen Werke der Barmherzigkeit heißen: 1. Hungrige speisen 2. Durstige tränken 3. Nackte bekleiden 4. Fremde beherbergen 5. Gefangene befreien 6. Kranke besuchen 7. Tote begraben. Die geistigen Werke der Barmherzigkeit heißen: 1. Sünder zurechtweisen 2. Unwissende lehren 3. Zweifelnden richtig raten 4. Trauernde trösten 5. Lästige geduldig ertragen 6. denen, die uns beleidigen, gerne verzeihen 7. für Lebende und Tote beten.

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Was verbietet uns Gott im fünften Gebot ?

  Gott verbietet im fünften Gebot, Leib, Leben und Ehre eines anderen Menschen zu verletzen. Gott verbietet die bewusste und geplante Tötung eines Menschen (Mord). Niemand darf sich das Leben selbst nehmen (Selbstmord), Gott allein gibt und nimmt das Leben. Ebenso verbietet Gott die Tötung eines ungeborenen Kindes im Mutterleib (Abtreibung). Auch die Schädigung und Zerstörung der Natur stellt ein schweres Vergehen gegen das fünfte Gebot dar.

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Was sagt der Katechismus der Katholischen Kirche zur Abtreibung ?

  "Seit dem ersten Jahrhundert hat die Kirche es für moralisch verwerflich erklärt, eine Abtreibung herbeizuführen. Diese Lehre hat sich nicht geändert und ist unveränderlich. Eine direkte, das heißt eine als Ziel oder Mittel gewollte, Abtreibung stellt ein schweres Vergehen gegen das sittliche Gesetz dar." In der frühchristlichen Didache´ 2,2 heißt es: „Du sollst ... nicht abtreiben noch ein Neugeborenes töten“. Das Zweite Vatikanische Konzil sagt: „Gott der Herr des Lebens, hat nämlich den Menschen die hohe Aufgabe der Erhaltung des Lebens übertragen, die auf eine menschenwürdige Weise erfüllt werden muss. Das Leben ist daher von der Empfängnis an mit höchster Sorgfalt zu schützen. Abtreibung und Tötung des Kindes sind verabscheuungswürdige Verbrechen“ (GS 51). (KKK 2271)

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Wie steht die Kirche zur Sterbehilfe ?

  Die Kirche unterscheidet die aktive von der passiven Sterbehilfe. Die aktive Sterbehilfe bedeutet, dass einem schwerstkranken oder sterbenden Menschen ein Giftstoff verabreicht wird, der sein Leben innerhalb kürzester Zeit beendet. Die aktive Sterbehilfe ist abzulehnen, weil kein Mensch das Recht hat, über das Lebensende eines Menschen zu entscheiden. Die passive Sterbehilfe hingegen ist vertretbar. Sie bedeutet, dass bei einem schwerstkranken oder sterbenden Menschen Medikamente abgesetzt oder medizinische Geräte abgeschaltet werden können, um den Leidens- oder Sterbeprozess nicht unnötig zu verlängern.

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Kann man auch mit Worten verletzen oder töten ?

  Ja, man kann auch mit Worten verletzen oder töten. In diesem Fall spricht man von Rufschädigung oder Rufmord. Wenn jemand verleumdet wird, indem Unwahrheiten über ihn verbreitet werden, kann es zu weitreichenden inneren Verletzungen kommen, die oftmals mindestens genauso schmerzhaft sind wie körperliche Verletzungen.

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Das Sechste Gebot Gottes

 

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Wie lautet das sechste und das neunte Gebot Gottes ?

Das sechste Gebot lautet: "Du sollst nicht die Ehe brechen." Das neunte Gebot lautet: "Du sollst nicht begehren deines Nächsten Mann oder Frau."

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Was gebietet Gott im sechsten und neunten Gebot ?

Das sechste und neunte Gebot will die Begegnung von Mann und Frau im geschlechtlichen Bereich ordnen und regeln, wobei das neunte Gebot bis in den Bereich der Gedanken vordringt. Jesus Christus hat die Ehe zu einem Sakrament erhoben, damit Mann und Frau ein ganzes Leben lang in Liebe und Treue zusammenleben und den Bund Gottes mit den Menschen bzw. den Bund Christi mit der Kirche darstellen können. Die Ehe ist der schützende Raum für die geschlechtliche Liebe zwischen Mann und Frau. Einheit und Unauflöslichkeit gehören zum Wesen der Ehe.

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Was verbietet Gott im sechsten und neunten Gebot ?

Gott verbietet den vor- und außerehelichen Geschlechtsverkehr bzw. den Ehebruch. Vergewaltigung, Prostitution und Zuhälterei gehören zu den schweren Vergehen gegen diese beiden Gebote. Bigamie (Doppelehe) und Polygamie (Mehrehe) stellen einen vor Gott untragbaren Zustand dar. Blutschande (Geschlechtsverkehr unter Familienangehörigen) ist eine Perversion der Geschlechtlichkeit. Weitere Sünden gegen das sechste und neunte Gebot sind Pornographie durch unsittliche Filme oder Zeitschriften, der Gebrauch künstlicher Verhütungsmittel sowie die Masturbation (Selbstbefriedigung). Perversionen wie Geschlechtsumwandlungen sind ebenso wie homosexuelle Praktiken strikt abzulehnen. Unkeusche Gedanken und unkeusches Begehren sind Vergehen gegen das neunte Gebot und bilden die Vorstufe für Tatsünden.

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Was ist Keuschheit ?

Keuschheit ist die gottgewollte Beherrschung des Geschlechtstriebes vor und in der Ehe. Die Tugend der Keuschheit macht uns stark, die Gebote und Ordnungen Gottes im Bereich des Geschlechtlichen anzuerkennen und danach zu leben.

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Was ist Schamhaftigkeit ?

Schamhaftigkeit ist die ehrfürchtige Scham vor der Preisgabe der eigenen und der fremden Intimsphäre im geschlechtlichen Bereich. Die Schamhaftigkeit ist gleichsam wie ein Schutzwall um die Tugend der Keuschheit zu bewahren.

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Wie steht die Kirche zu "wiederverheirateten" Geschiedenen ?

Der Ausdruck "wiederverheiratet geschieden" ist irreführend und täuscht über die Tatsache hinweg, dass kirchlich gültig geschlossene Ehen, die vom Staat "geschieden" werden, vor Gott bestehen bleiben. Mann und Frau dürfen demnach nicht in einer neuen Verbindung wie Eheleute zusammenleben. Tun sie das dennoch, so leben sie im Ehebruch und laden daher dauernd schwere Schuld auf sich. Wenn sie nicht bereit sind, diese Lebensweise aufzugeben, können sie auch nicht zur Beichte gehen, denn die Beichte setzt den Vorsatz zur Besserung voraus. Deshalb können sie, da sie  im Zustand einer schweren Sünde sind, nicht die heilige Kommunion empfangen. Aber sie sind nicht von der Kirche getrennt, sie können als Getaufte an ihrem Leben teilnehmen, ja sie sind sogar dazu verpflichtet; z.B. zum sonntäglichen Besuch der hl. Messe. Da der Kommunionempfang nicht möglich ist (man würde sich selbst schaden, vgl. 1 Kor 11, 27-29), besteht doch die Möglichkeit, Jesus Christus geistig zu "empfangen" (sog. "Geistige Kommunion"). Wenn jemand seine Lebenssituation ehrlich betrachtet, und die Schlussfolgerung daraus zieht, nicht zur Kommunion zu gehen, zeigt er damit seine hohe Achtung vor diesem Sakrament. Sicherlich ist zu beachten, dass manche Menschen schuldlos in eine Situation gekommen sind,  dass sie sich von ihrem Ehepartner trennen mussten. In diesem Zusammenhang ist es oft besonders schwer, aber eine christliche Aufgabe, erlittenes Unrecht als Kreuz in der Nachfolge Christi anzunehmen.

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Das Siebente Gebot Gottes

 

 
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Wie lautet das siebente und zehnte Gebot Gottes ?

Das siebente Gebot Gottes lautet: "Du sollst nicht stehlen." Das zehnte Gebot Gottes lautet: "Du sollst nicht begehren deines Nächsten Hab und Gut."

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Worin besteht der Sinn dieser beiden Gebote ?

Das siebente und zehnte Gebot ordnet im menschlichen Zusammenleben den Bereich der materiellen Güter, Eigentum und Besitz, sowie den Bereich des geistigen Eigentums.

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Gibt es ein Grundrecht auf Privateigentum ?

Ja, jeder Mensch hat ein Grundrecht auf Privateigentum. Doch jedes Privateigentum beinhaltet auch eine soziale Verpflichtung. Im äußersten Notfall ist alles Lebensnotwendige Gemeineigentum, denn dann steht die Sozialverpflichtung über dem Privatrecht.

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Was gebietet uns Gott im siebenten Gebot ?

Im siebenten Gebot gebietet uns Gott, das von anderen geraubte Gut zurückzuerstatten, die schuldhaft angerichteten Schäden wieder gut zu machen, die Schulden und den gerechten Lohn der Arbeiter zu bezahlen. Es fordert uns auf, jegliches Eigentum eines anderen zu respektieren sowie die Natur als die Schöpfung Gottes zu nutzen und zu schützen.

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Was verbietet uns das siebente Gebot ?

Das siebente Gebot verbietet uns, den Nächsten an Hab und Gut zu schädigen. Daher verbietet es uns die Diebstähle, die Beschädigungen, den Wucher, die Erpressung, die Betrügereien in Verträgen und im Handel und den Beistand zu solchen Schädigungen. Ebenso verbietet es die unsachgemäße Ausbeutung der Natur bzw. deren Beschädigung.

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Was gebietet uns Gott im zehnten Gebot ?

Im zehnten Gebot gebietet uns Gott, gerecht und mäßig zu sein im Streben nach Verbesserung der eigenen Verhältnisse und mit Geduld die Beschränkungen und die übrigen Nöte zu ertragen, die vom Herrn zu unserem Verdienst zugelassen werden, da wir "durch viele Drangsale in das Reich Gottes gelangen müssen" (Apg 14,21).

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Was verbietet uns das zehnte Gebot ?

Das zehnte Gebot verbietet uns die unmäßige Begierde nach Reichtümern ohne Rücksicht auf die Rechte und das Wohl des Nächsten. Es verlangt, den Neid aus dem Herzen der Menschen zu verbannen. Der Neid ist eine Hauptsünde. Er besteht darin, dass man traurig ist, weil es einem anderen gut geht, und maßlos danach verlangt, sich dessen Gut selbst auf ungerechte Weise anzueignen. Wer aus Neid dem Nächsten ein schlimmes Übel wünscht, begeht eine Todsünde.

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Was sagt der Katechismus der Katholischen Kirche zur "kirchlichen Soziallehre" ?

"Die Kirche fällt auf wirtschaftlichem und sozialem Gebiet ein sittliches Urteil, „wenn die Grundrechte der menschlichen Person oder das Heil der Seelen es verlangen“ (GS 76). Im Bereich der Moral hat sie eine andere Sendung als die staatliche Gewalt: Die Kirche kümmert sich um die zeitlichen Belange des Gemeinwohls, weil diese auf das höchste Gut, unser letztes Ziel, hingeordnet sind. Sie ist bestrebt, die richtige Einstellung zu den irdischen Gütern und den gesellschaftlich wirtschaftlichen Beziehungen zu verbreiten." (KKK 2420)

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Worin besteht der Sinn des Wirtschaftslebens ?

"Die Entfaltung des Wirtschaftslebens und die Steigerung der Produktion haben den Bedürfnissen der Menschen zu dienen. Das wirtschaftliche Leben ist nicht allein dazu da, die Produktionsgüter zu vervielfachen und den Gewinn oder die Macht zu steigern; es soll in erster Linie im Dienst der Menschen stehen: des ganzen Menschen und der gesamten menschlichen Gemeinschaft. Die wirtschaftliche Tätigkeit ist — gemäß ihren eigenen Methoden — im Rahmen der sittlichen Ordnung und der sozialen Gerechtigkeit so auszuüben, dass sie dem entspricht, was Gott mit dem Menschen vorhat." (KKK 2426)

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Das Achte Gebot Gottes

 

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Wie lautet das achte Gebot Gottes ?

Das achte Gebot lautet: "Du sollst kein falsches Zeugnis von dir geben wider deinem Nächsten."

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Was gebietet Gott im achten Gebot ?

Gott gebietet uns im achten Gebot, überall und jederzeit die Wahrheit zu sagen und die Taten des Nächsten wenn immer möglich positiv auszulegen, damit ein vertrauensvolles Zusammenleben unter den Menschen möglich wird.

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Was verbietet uns das achte Gebot ?

Das achte Gebot verbietet uns jede Falschheit und den ungerechten Schaden am Ruf eines anderen. Daher verbietet es uns neben dem falschen Zeugnis: die Verleumdung, die Lüge, die Herabsetzung, die üble Nachrede, die Schmeichelei, das vorschnelle Urteil und den vermessenen Verdacht.

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Welche Bedeutung haben Verleumdung und üble Nachrede für das alltägliche Zusammenleben?

Verleumdung und üble Nachrede haben für das alltägliche Zusammenleben der Menschen verheerende Folgen, weil durch falsches und ungeprüftes Weitererzählen von Behauptungen der Ruf und die Ehre eines Menschen geschädigt bzw. ruiniert werden kann. Dadurch kann die Glaubwürdigkeit einer Person angegriffen oder vernichtet werden, was einem schwerwiegenden Eingriff in die Würde des Menschen gleichkommt.

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Wozu ist der verpflichtet, der dem guten Ruf des Nächsten geschadet oder ihn ruiniert hat ?

Wer dem guten Ruf des Nächsten durch Verleumdung und üble Nachrede geschadet oder ihn ruiniert hat, muss den begangenen Schaden nach Kräften wieder gutmachen. Oft ist dies aber gar nicht mehr möglich, weil die Rufschädigung weite Kreise gezogen hat oder dem Geschädigten unwiederbringlichen Schaden zugefügt hat. Deshalb sollte man sich vorher gut überlegen, was man über andere verbreitet und vor allem dann, wenn Behauptungen ungeprüft und unsicher sind. Man darf sich im nachhinein nicht auf andere berufen, nur weil diese etwas erzählt haben. Für das, was man selber weitererzählt, ist man auch selber verantwortlich.

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Was sagt der Katechismus der Katholischen Kirche über den Gebrauch der Massenmedien ?

"In der modernen Gesellschaft spielen die Massenmedien bei der Weitergabe von Information, der Förderung der Kultur und in der Bildung eine bedeutende Rolle. Infolge der technischen Fortschritte, des Umfangs und der Vielfalt der übermittelten Inhalte sowie aufgrund ihres Einflusses auf die öffentliche Meinung wird diese Rolle immer wichtiger. Die Information durch Medien steht im Dienst des Gemeinwohls (vgl.  IM 11). Die Gesellschaft hat das Recht auf eine Information, die auf Wahrheit, Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität gründet. „Der richtige Gebrauch  dieses Rechtes fordert aber, dass die Mitteilung inhaltlich stets der Wahrheit entspricht und bei Beachtung der durch Recht und menschliche Rücksichtnahme gezogenen Grenzen vollständig ist. Auch in der Form muss sie ethisch einwandfrei sein, das heißt beim Sammeln und Verbreiten von Nachrichten müssen die ethischen Grundsätze sowie die Rechte und Würde des Menschen beachtet werden“ (IM 5)." (KKK 2493-2494)

 

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Welche Stellung kommt der Wahrheit und Schönheit der Kunst zu ?

"Weil der Mensch nach dem Bilde Gottes geschaffen (vgl. Gen 1,26) ist, bringt er die Wahrheit seiner Beziehung zu Gott, dem Schöpfer, auch durch die Schönheit seiner Kunstwerke zum Ausdruck. Die Kunst ist eine dem Menschen eigentümliche Ausdrucksform. Sie geht über das allen Lebewesen gemeinsame Streben nach dem Lebensnotwendigen hinaus; sie ist ein freies Überströmen des inneren Reichtums des Menschen. Einem vom Schöpfer geschenkten Talent und der Anstrengung des Menschen entstammend, ist die Kunst eine Form der praktischen Weisheit. In ihr vereinen sich Erkenntnis und Können (vgl. Weish 7,17), um der Wahrheit einer Wirklichkeit in einer dem Sehen oder dem Hören verständlichen Sprache Gestalt zu verleihen. Soweit sich die Kunst von der Wahrheit der Geschöpfe und der Liebe zu ihnen inspirieren lässt, weist sie eine gewisse Ähnlichkeit mit der Tätigkeit Gottes in der Schöpfung auf. Wie jede andere menschliche Tätigkeit hat die Kunst ihr absolutes Ziel nicht in sich selbst, sondern empfängt ihre Ordnung vom letzten Ziel des Menschen und wird durch dieses veredelt." (KKK 2501)

 

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DAS APOSTOLISCHE GLAUBENSBEKENNTNIS. Glaubenssätze

 

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Wie heißt der erste Glaubenssatz des Apostolischen Glaubensbekenntnisses ?

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, 

den Schöpfer des Himmels und der Erde.

 

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Woher wissen wir, dass es einen Gott gibt ?  

Dass es einen Gott gibt, wissen wir erstens aus der sichtbaren Welt, zweitens aus der Stimme des Gewissens und drittens aus der Offenbarung.  

 

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Gibt es mehr als einen Gott ?  

Nein, es gibt nur einen Gott. In Gott sind drei Personen: der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Jede dieser drei Personen ist wahrer Gott und doch gibt es nur einen Gott. Dies ist ein großes Geheimnis.  

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Warum nennen wir Gott den "Schöpfer des Himmels und der Erde" ?

Wir nennen Gott den "Schöpfer des Himmels und der Erde", weil er die unsichtbare und die sichtbare Welt aus dem nichts erschaffen hat. Gott hat alles zu seiner Ehre und unserem Wohl erschaffen. Gott erhält und regiert seine Schöpfung, dies nennt man "göttliche Vorsehung".  

 

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Welche Eigenschaften hat Gott ?

Gott ist ewig, d.h. Gott ist immer gewesen und wird immer sein. Gott ist unveränderlich, d.h. Gott ist immer gleich und ändert seine Pläne nicht. Gott ist allgegenwärtig, d.h. Gott ist überall, im Himmel und auf der Erde. Gott ist allwissend, d.h. Gott weiß alles, auch was wir denken und wollen. Gott ist allmächtig, d.h. Gott kann alles machen, was er will. Gott ist allweise, d.h. Gott versteht alles so zu fügen und zu lenken, wie es am besten ist. Gott ist heilig, d.h. Gott liebt das Gute und hasst das Böse. Gott ist gerecht, d.h. Gott belohnt die Guten und bestraft die Bösen, wie es jeder verdient. Gott ist wahrhaft, d.h. Gott spricht nur die Wahrheit, er kann nicht irren und nicht lügen. Gott ist treu, d.h.: Gott hält, was er verspricht und führt aus, was er androht. Gott ist gütig, d.h. Gott ist voll Liebe zu uns und schenkt uns unzählige Wohltaten. Gott ist barmherzig, d.h. Gott hat Erbarmen mit unserer Not und verzeiht dem Sünder, wenn er sich bekehrt.  

 

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Warum lässt Gott die Leiden zu ?

Gott lässt die Leiden zu, um uns erstens zu strafen und zu bessern und zweitens um uns zu prüfen und im Himmel reicher zu belohnen.

 

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Warum lässt Gott die Sünde zu ?

Gott lässt die Sünde zu, weil er dem Menschen erstens den freien Willen lässt, auch wenn er ihn missbraucht und zweitens weil er auch Böses zum Guten lenken kann.

 

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Was sind die Engel ?  

Die Engel sind reine Geister mit großem Verstand und großer Kraft. Am Anfang waren alle Engel gut und glücklich und hatten die heiligmachende Gnade. Doch viele haben, mit Luzifer an der Spitze, gesündigt und sind dafür in die Hölle gestürzt worden. Die guten Engel beschützen uns an Leib und Seele, sie mahnen uns zum Guten und beten für uns bei Gott. Der Schutzengel erwartet von uns, dass wir an ihn denken, zu ihm beten und ihm folgen. Die bösen Geister hingegen versuchen uns an Leib und Seele zu schaden und uns in die Hölle zu bringen. Wir können uns gegen sie schützen durch Wachsamkeit und Gebet. 

 

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Was sind die Menschen ?

Gott schuf aus der Erde den Leib und hauchte dem Menschen eine unsterbliche Seele ein. Der Mensch ist Gott ähnlich durch seine geistige Seele und durch die göttliche Gnade. Vor dem Sündenfall war der Mensch heilig und Erbe des Himmels, vollkommen an Körper und Geist, glücklich im Paradies ohne Leiden und Tod sowie ohne Neigung zum Bösen. Doch die ersten Menschen sind nicht so geblieben, wie Gott sie erschaffen hat. Sie haben gesündigt und sind von Gott dafür bestraft worden. Nach dem Sündenfall waren sie nicht mehr heilig, sie waren an Körper und Geist geschwächt, sie mussten das Paradies verlassen, viel leiden und einst sterben und ihr Herz war zum Bösen geneigt. Die Sünde Adams hat allen Menschen geschadet, weil die Schuld mit ihren bösen Folgen auf alle Menschen übergegangen ist. Diese Sünde heißt Erbsünde, weil wir sie nicht selbst begangen, sondern von Adam geerbt haben. Allein Maria ist vor der Erbsünde bewahrt worden, weil sie die Mutter Gottes ist. Durch den Sündenfall ging jedoch nicht alle Hoffnung auf den Himmel verloren. Gott versprach und sandte den Erlöser Jesus Christus.  

 

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02
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Wie heißt der zweite Satz des Apostolischen Glaubensbekenntnisses ?

"Ich glaube an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn."

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Was ist der Kern des zweiten Glaubenssatzes ?

 

Im zweiten Glaubenssatz bekennen wir, dass Jesus Christus wahrer Gott ist. Der Glaube an die Gottheit Jesu Christi steht im Mittelpunkt der ganzen christlichen Religion. Christus ist nicht bloß der größte Gelehrte, der größte Menschenfreund und der größte Heilige; er ist unendlich mehr: Er ist Gottes wesensgleicher Sohn, Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott.

 

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Wer ist Jesus Christus ?

 

Jesus Christus ist der wahre Sohn Gottes, unser Erlöser und Heiland. Der Name "Jesus" bedeutet: "Gott rettet". Gott selbst ließ durch den Engel dem heiligen Josef sagen: "Du sollst ihm den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen." (Mt 1,21) Der Name "Christus" bedeutet: "Gesalbter". Gesalbt wurden im Alten Bund Propheten, Priester und Könige. Jesus ist der größte Prophet, der göttliche Hohepriester und der König der Könige.

 

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Wer sagt uns, dass Jesus Christus wahrer Gott ist ?

 

Dass Jesus Christus wahrer Gott ist, sagen uns die Propheten und Apostel, der himmlische Vater und Jesus selbst. Der Prophet Jesaja sagt: "Gott selbst wird kommen und euch erretten." (Jes 35,4). Der Apostel Petrus bekennt: "Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes !" (Mt 16,16).

Gott Vater rief bei der Taufe Jesu im Jordan vom Himmel: "Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe" (Mt 3,17). Jesus bezeugte seine Gottheit durch seine Worte und seine Wundertaten. Als der Hohepriester zu Jesus sagte: "Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott, sag uns: Bist du der Messias, der Sohn Gottes?" antwortete Jesus: "Du hast es gesagt." (Mt 26, 63-64).

 

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Wie hat Jesus bewiesen, dass er wahrer Gott ist ?

 

Dass Jesus wahrer Gott ist, hat er bewiesen erstens durch seine Wunder, zweitens durch seine Weissagungen und drittens durch sein heiliges Leben.

 

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Inwiefern zeigen die Wunder, dass Jesus wahrer Gott ist ?

 

Jesus hat sehr viele Wunder gewirkt, und zwar aus eigener Kraft. So zeigte er sich als Herr über die Natur (Brotvermehrung, wunderbarer Fischfang, Sturmstillung), als Herr über Krankheiten (Heilung von Blinden, Lahmen und Aussätzigen), als Herr über den Tod (Auferweckung des Jünglings von Nain, der Tochter des Jairus und des Lazarus) und als Herr über die bösen Geister (Heilung eines Besessenen von Gerasa).

 

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Inwiefern zeigen die Weissagungen, dass Jesus wahrer Gott ist ?

 

Jesus waren die dunkelsten Geheimnisse bekannt. Aus eigenem Wissen sagte er z.B. die Verleugnung des Petrus voraus, den Verrat des Judas, sein Leiden und seine Auferstehung, die Zerstörung von Jerusalem. Er kannte die Herzensgeheimnisse der Menschen und alle ihre Gedanken.

 

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Inwiefern zeigt sein heiliges Leben, dass Jesus wahrer Gott ist ?

Er konnte seinen Feinden sagen: "Wer von euch kann mir eine Sünde nachweisen ?" (Joh 8,46) Wir finden nichts in seinem Leben, was nicht heilig und göttlich ist.

 

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Welches ist der größte Beweis für die Gottheit Jesu ?

 

Der größte Beweis für die Gottheit Jesu ist seine glorreiche Auferstehung von den Toten. Diese ist durch zuverlässige Zeugen einwandfrei bewiesen. Die Apostel waren Augen- und Ohrenzeugen. Sie besiegelten ihr Zeugnis mit ihrem Blut.

 

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03

 
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Wie heißt der dritte Satz des Apostolischen Glaubensbekenntnisses ?

"Empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria."

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Was ist der Kern des dritten Glaubenssatzes ?

Im dritten Glaubenssatz bekennen wir, dass unser Erlöser wahrer Mensch ist. Der Sohn Gottes ist Mensch geworden. Er hat zu seiner Gottheit noch eine zweite Natur angenommen, die Menschheit. Nur so konnte er leidend und sterbend die Welt erlösen.

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Wozu ist der Sohn Gottes Mensch geworden ?

Der Sohn Gottes ist Mensch geworden, um uns zu erlösen.

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Was heißt das: Der Sohn Gottes ist Mensch geworden ?

Der Sohn Gottes ist Mensch geworden heißt: Er hat wie wir Menschen einen Leib und eine Seele angenommen.

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Wer ist also Jesus Christus ?

Jesus Christus ist also der Gott-Mensch, wahrer Gott und wahrer Mensch. Wahrer Gott ist er von Ewigkeit her, wahrer Mensch seit der Menschwerdung. Jesus Christus hat also zwei Naturen: die göttliche, weil er Gott ist, die menschliche, weil er Mensch ist.

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Wer ist die Mutter Jesu ?

Die Mutter Jesu ist die reinste Jungfrau Maria. Sie wird Mutter Gottes genannt, weil ihr Sohn wahrer Gott ist.

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Warum ist Maria auch unsere Mutter ?

Maria ist auch unsere Mutter, weil wir als Kinder Gottes Brüder und Schwestern Christi sind und weil Jesus selbst sie uns zur Mutter gab. Er sprach am Kreuz zu Maria: "Frau, siehe, dein Sohn !" Und zu Johannes sprach er: "Siehe, deiner Mutter !"

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Wer ist der heilige Josef ?

Der heilige Josef ist der Nähr- und Pflegevater Jesu. Er ist also nicht der eigentliche Vater Jesu. Das ist der himmlische Vater. Als der zwölfjährige Jesus von Maria und Josef im Tempel wieder gefunden wurde, sagte er zu ihnen: "Wußtet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meinem Vater gehört ?"

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Woher wissen wir, dass Jesus unser Erlöser ist ?  

Dass Jesus unser Erlöser ist, wissen wir erstens, weil Gott es durch den Engel dem heiligen Josef verkündet hat; zweitens, weil Christus es selbst gesagt hat; drittens, weil sich nur an ihm die Weissagungen und Vorbilder über die Erlösung erfüllt haben. Zum heiligen Josef sprach der Engel: "Du sollst ihm den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen." (Mt 1,21). Von sich selbst sagte Christus: "Der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist." (Lk 19,10). Die Propheten haben die Geburt des Erlösers, seine Wunder, sein Leiden und Sterben und seine Auferstehung geweissagt (vgl. Jes 7,14; Mich 5,2; Gen 49,10; Jes 35,5f.; Jes 11,10)

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Kann die geschichtliche Existenz Jesu Christi sicher bezeugt werden ?  

Die geschichtliche Existenz Jesu Christi wird nicht bloß durch christliche, sondern auch durch nichtchristliche Schriftsteller, bei denen der Verdacht der Fälschung von vornherein ausgeschlossen ist, sicher bezeugt. So berichtet z.B. Tacitus (53-120) von "Christus, der unter Pontius Pilatus hingerichtet wurde." Auch Sueton erwähnt um 120, dass es unter den Juden wegen Christus zu heftigen Auseinandersetzungen kam. Plinius der Jüngere schreibt um 112, dass die Christen "an einem festgesetzten Tag vor Tagesanbruch zusammenkommen und Christus wie einem Gott ein Loblied singen." Aber nicht nur heidnische, sondern auch jüdische Schriftsteller wie Flavius Josephus belegen eindeutig die geschichtliche Existenz Jesu Christi.

 

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04

 
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Wie heißt der vierte Satz des Apostolischen Glaubensbekenntnisses ?

"gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben"

 

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Was ist der Kern des vierten Glaubenssatzes?

 

Der vierte Glaubenssatz erklärt uns, wie der Heiland uns erlöst hat. Er hat uns erlöst durch sein bitteres Leiden und seinen Kreuzestod. Krippe und Kreuz, Bethlehem und Golgotha sind die ergreifenden Denkmäler der Gottesliebe.

 

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Was geschah durch den Tod Jesu am Kreuz?

Durch den Tod am Kreuz hat Jesus erstens die Welt erlöst, zweitens dem himmlischen Vater ein vollkommenes Opfer dargebracht und drittens die Kirche des Neuen Bundes gestiftet.

 

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Wovon hat uns Jesus erlöst?

Jesus hat uns erlöst von Sünde und Strafe.

 

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Was heißt: Jesus hat uns erlöst von Sünde ?

 

Jesus Christus hat für unsere Sünde die unendliche Schuld bezahlt, die uns nachgelassen werden kann durch die Sakramente und durch die Reue.

 

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Was heißt: Jesus hat uns erlöst von Strafe ?

 

Keiner kommt in die Hölle, der Christus treu bleibt (vgl. Röm 8,1).

 

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Was hat uns Jesus am Kreuz verdient ?

 

Jesus hat uns am Kreuz überreiche Gnaden verdient, durch die wir auf Erden heilig und im Himmel selig werden können. Alle Menschen sind erlöst. Für alle Menschen ist Jesus gestorben. Der Himmel, der seit Adams Sünde verschlossen war, ist durch das Kreuz wieder geöffnet worden. Jeder kann in den Himmel kommen, wenn er tut, was der Heiland befohlen hat. "Jetzt, da ihr aus der Macht der Sünde befreit und zu Sklaven Gottes geworden seid, habt ihr einen Gewinn, der zu eurer Heiligung führt und das ewige Leben bringt." (Röm 6,22)

 

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Was zeigt uns das durchbohrte Herz Jesu ?

 

Das durchbohrte Herz Jesu zeigt uns, dass der Heiland wirklich tot war und aus Liebe zu uns alles gab. In der Präfation vom Hochfest des Heiligsten Herzen Jesu heißt es: "Aus seiner geöffneten Seite strömen Blut und Wasser, aus seinem durchbohrten Herzen entspringen die Sakramente der Kirche. Das Herz des Erlösers steht offen für alle, damit sie freudig schöpfen aus den Quellen des Heiles"

 

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Woran erinnert uns jeder Freitag ?

 

Jeder Freitag erinnert uns an den bitteren Kreuzestod Jesu und ruft uns auf zu einem Opfer. Der Verzicht auf Fleisch- und Wurstspeisen ist zwar nicht zwingend (es kann auch ein anderes Opfer sein), aber entsprechend der Tradition der Kirche sehr sinnvoll und empfehlenswert.

 

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Woran erinnert uns der Herz-Jesu-Freitag ?

 

Der Herz-Jesu-Freitag erinnert uns an die unergründliche Liebe Jesu zu uns Menschen und ruft uns auf, diese Liebe zu erwidern, indem wir das Doppelgebot der Liebe befolgen, d.h. Gott und den Nächsten mit allen Kräften zu lieben versuchen.

 

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Wie können wir das Leiden Jesu andächtig betrachten ?

 

Wir können das Leiden Jesu andächtig betrachten, indem wir sein heiliges Kreuz in unseren Wohnungen aufhängen und verehren, den schmerzhaften Rosenkranz, den Kreuzweg, die Herz-Jesu-Andacht oder die heiligen Fünf Wunden beten.

 

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Wie können wir das Leiden Jesu in unserem Leben verwirklichen ?

 

Wir können das Leiden Jesu in unserem Leben verwirklichen, indem wir unsere Leiden mit seinen Leiden verbinden, d.h. sie in der Nachfolge Christi als unser Kreuz annehmen, tragen und aus Liebe zu ihm aufopfern.  

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05

 

 
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Wie heißt der fünfte Satz des Apostolischen Glaubensbekenntnisses?

"hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten"

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Was ist der Kern des fünften Glaubenssatzes?

Jesus Christus hat die Seelen der Gerechten aus der Vorhölle befreit und ist an Ostern glorreich aus dem Grabe auferstanden, wie er es vorausgesagt hat. Er ist der Sieger über Tod und Sünde, und das Kreuz wurde zum Zeichen des Sieges für alle Erlösten.

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Wohin ist nach dem Tode Jesu seine Seele gegangen?

Nach dem Tode Jesu ist seine Seele in die Vorhölle ("Reich des Todes") gegangen zu den Seelen der Gerechten. Die Vorhölle ist nicht etwa der Ort der Verdammten und auch nicht das Fegefeuer. Sie ist jener Ort, wo die Seelen der verstorbenen Gerechten des Alten Bundes auf die Erlösung warteten. Sie konnten nicht zur Anschauung Gottes gelangen, bis der Himmel geöffnet war.

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Was hat Jesus am dritten Tage getan?

Am dritten Tage ist Jesus glorreich von den Toten auferstanden. Der Leib wurde mit der Seele wieder vereinigt. So wurde er wieder lebendig. Jesus stand aus dem verschlossene Grabe auf. Ein Engel wälzte nachher den Stein weg zum Zeichen: Das Grab ist leer, der Herr ist auferstanden.

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Was heißt "glorreich"?

Glorreich heißt "verklärt". Der Leib des Auferstandenen war strahlend wie die Sonne, fein und alles durchdringend, schnell wie der Gedanke, unfähig zu leiden und zu sterben. An diesem Leib behielt Jesus seine Wundmale bei. Sie sollen zeigen: Es ist der gleiche Leib, der am Kreuze hing und im Grabe lag.

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Wer bezeugt uns, dass Jesus von den Toten auferstanden ist?

Dass Jesus von den Toten auferstanden ist, bezeugen uns erstens seine Apostel und die Jünger und zweitens seine Feinde. Augen- und Ohrenzeugen gelten immer als die besten Zeugen. Solche waren die Apostel. Sie haben den Auferstandenen oft gesehen, gehört, ihn berührt, mit ihm gegessen. Die Apostel und viele Jünger sind auch Blutzeugen. Sie verkündeten überall die Auferstehung Christi und gaben dafür ihr Leben hin.

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Was zeigt uns Jesus Christus durch seine Auferstehung?

Jesus Christus zeigt uns durch seine Auferstehung erstens, dass er wahrhaft Gott ist und zweitens dass auch wir einst von den Toten auferstehen. Jesus ist aus eigener Kraft auferstanden, wie er aus eigener Kraft Tote erweckt hat. Jesus ist das Haupt, wir sind die Glieder. Ist das Haupt auferstanden, so werden auch die Glieder auferstehen. "Wenn aber verkündigt wird, dass Christus von den Toten auferweckt worden ist, wie können dann einige von euch sagen: Eine Auferstehung der Toten gibt es nicht ?" (1 Kor 15,12)

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Wie lange blieb Jesus nach der Auferstehung noch auf Erden?

Nach der Auferstehung blieb Jesus noch vierzig Tage auf Erden. In dieser Zeit ist er oft den Aposteln und Jüngern erschienen. Der heilige Paulus berichtet, dass er einmal mehr als 500 Menschen erschienen ist. Er belehrte sie über die Kirche, setzte das Sakrament der Buße ein, machte Petrus zum obersten Hirten und gab ihnen Verständnis für die Heilige Schrift.

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Wann feiern wir die Auferstehung Jesu Christi?

Wir feiern die Auferstehung Jesu Christi am Ostersonntag, das Osterfest ist das größte aller Feste. Jeder Sonntag ist ein kleines Osterfest. Der Sonntag, der Auferstehungstag des Herrn, ist der erste Tag der Woche, also nicht Wochenende, sondern Wochenanfang. Jesus Christus hat seinen Aposteln aufgetragen, jeden Sonntag zusammenzukommen, um die Eucharistie zu feiern. Die Kirche hat dies von Anfang an getan und wird es auch selbstverständlich bis zum Tag der Wiederkunft des Herrn weiterhin tun.  

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06

 
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Wie heißt der sechste Satz des Apostolischen Glaubensbekenntnisses ?

"aufgefahren in den Himmel, er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters"

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Was ist der Kern des sechsten Glaubenssatzes ?

Im sechsten Glaubenssatz bekennen wir unseren Glauben an die wunderbare Himmelfahrt und die ewige Verherrlichung unseres Heilandes zur Rechten des Vaters. Herrlichkeit und Ehre hat ihm der Vater bereitet, Recht und Gerechtigkeit haben gesiegt. Mit großer Sehnsucht hat Jesus in der Nacht vor seinem Tod um diese Verherrlichung gefleht: "Vater, verherrliche du mich jetzt bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, bevor die Welt war." (Joh 17,5)

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Was hat Jesus vierzig Tage nach seiner Auferstehung getan ?

Vierzig Tage nach seiner Auferstehung ist Jesus aus eigener Kraft mit Leib und Seele in den Himmel aufgefahren. "Und während er sie segnete, verließ er sie und wurde zum Himmel emporgehoben" (Lk 24,51).

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Wer ist mit Jesus in den Himmel eingegangen ?

Mit Jesus sind auch die Gerechten aus der Vorhölle in den Himmel eingegangen. Ein gewaltiger Chor von befreiten Seelen zog mit dem Auferstandenen in den Himmel ein. Was für ein Jubel erfüllte sie, als sie Gottes Herrlichkeit schauen durften und den Sieger über Sünde und Tod zum himmlischen Thron begleiteten. Jesus ist in den Himmel aufgefahren vom Ölberg aus, wo sein Leiden angefangen hat.

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Wozu ist Jesus in den Himmel aufgefahren ?

Jesus ist in den Himmel aufgefahren erstens um auch als Mensch verherrlicht zu werden, zweitens um uns eine Wohnung zu bereiten und drittens um im Himmel unser Fürsprecher und Richter zu sein.

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Was heißt "um auch als Mensch verherrlicht zu werden" ?

Wenn wir beten "er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters", dann heißt das: Jesus nimmt auch als Mensch teil an der göttlichen Macht und Herrlichkeit. Bis jetzt hatte er diese Verherrlichung als Mensch noch nicht. Er war erniedrigt durch Mühsal und Leiden, Anfeindung und Verhöhnung.

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Was heißt "um uns eine Wohnung zu bereiten" ?

In seiner Abschiedsrede tröstete Jesus die betrübten Apostel mit den Worten: "Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten ?" (Joh 14,2) Die himmlischen Wohnungen sind unvorstellbar schöner als die schönsten Wohnungen, die wir uns auf dieser Erde einrichten können. "Wir verkündigen, wie es in der Schrift heißt, was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott denen bereitet hat, die ihn lieben." (1 Kor 2,9)

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Was heißt "um im Himmel unser Fürsprecher und Richter zu sein" ?

Im ersten Johannesbrief heißt es: "Meine Kinder, ich schreibe euch dies, damit ihr nicht sündigt. Wenn aber einer sündigt, haben wir einen Beistand beim Vater: Jesus Christus, den Gerechten. (1 Joh 2,1) Weil Jesus die Menschen von den Sünden erlöst hat, wird er auch über ihre Sünden richten. "Der Vater richtet niemand, sondern er hat das Gericht ganz dem Sohn übertragen." (Joh 5,22) "Das Gericht ist erbarmungslos gegen den, der kein Erbarmen gezeigt hat. Barmherzigkeit aber triumphiert über das Gericht." (Jak 2,13)

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Inwiefern mahnt uns die Himmelfahrt Jesu Christi ?

Die Himmelfahrt Jesu Christi mahnt uns, unsere Herzen zum Himmel zu erheben. Der Himmel ist unser eigentliches Lebensziel, wir dürfen ihn nicht verlieren. Kein Mühe, kein Kampf, kein Opfer sei deshalb zu schwer. Jesus hat uns durch das Kreuz erlöst und deshalb dürfen wir das Kreuz nicht scheuen, es will uns nämlich zum ewigen Heil führen. "Ihr seid mit Christus auferweckt; darum strebt nach dem, was im Himmel ist, wo Christus zur Rechten Gottes sitzt." (Kol 3,1)

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07  
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Wie heißt der siebente Satz des Apostolischen Glaubensbekenntnisses ?

"Von dort wird er kommen zu richten die Lebenden und die Toten."

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Worin besteht der Kern dieser Glaubenswahrheit ?

Jesus Christus wird am Ende der Zeiten wieder kommen als Weltenrichter. "Denn wir alle müssen vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden, damit jeder seinen Lohn empfängt für das Gute oder Böse, das er im irdischen Leben getan hat." (2 Kor 5,10)

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Wann wird Jesus wieder sichtbar auf die Erde kommen ?

Jesus wird am Ende der Welt wieder sichtbar auf die Erde kommen. Als die Apostel am Tage der Himmelfahrt ihren geliebten Heiland und Meister zum Himmel auffahren sahen, wurden sie von zwei Engeln getröstet mit dem Versprechen: "Dieser Jesus, der von euch ging und in den Himmel aufge-nommen wurde, wird ebenso wiederkommen, wie ihr ihn habt zum Himmel hingehen sehen. (Apg 1,11)

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Wozu wird Jesus wiederkommen ?

Jesus wird wiederkommen, um die Menschen zu richten, die Lebenden und die Toten, die Guten und die Bösen.

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Wie wird Jesus wiederkommen ?

Jesus wird wiederkommen mit großer Macht und Herrlichkeit. Er wird kommen auf den Wolken des Himmels, mit strahlenden Wundmalen, umgeben von seinen Engeln, als majestätischer König.

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Wie heißt dieses Gericht ?

Dieses Gericht heißt das Jüngste Gericht, das allgemeine Gericht oder das Weltgericht. Jüngstes Gericht heißt es, weil es am jüngsten, d.h. am letzten Tag stattfinden wird. Weil an diesem Tag der Richter in heiligem Zorn die Bösen verurteilt, heißt er "Tag des Zornes, dies irae". Allgemeines und Welt-Gericht wird es genannt, weil alle Menschen zusammen gerichtet werden, die ganze Welt.

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Wann wird das Ende der Welt sein ?

Wann das Ende der Welt sein wird, wissen wir nicht. "Jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der Vater. ... Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt." (Mt 24,36.42)

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Warum wird das allgemeine Gericht gehalten ?

Das allgemeine Gericht wird gehalten, damit Jesus vor aller Welt verherrlicht wird und damit vor aller Welt die Guten ihren Lohn und die Bösen ihre Strafe erhalten. An diesem Tag werden alle Menschen, auch die Gottlosen und Christusfeinde, dem Sohne Gottes huldigen und ihn anerkennen. Alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde werden dann ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu und jeder Mund wird bekennen: "Jesus Christus ist der Herr" - zur Ehre Gottes, des Vaters." (Phil 2,10-11) Die Gerechten stehen dann den Ungerechten gegenüber, die sie verfolgt und verspottet haben.  "Dann wird der Gerechte voll Zuversicht dastehen vor denen, die ihn bedrängt und seine Mühen verachtet haben. Wenn sie ihn sehen, packt sie entsetzliche Furcht, und sie geraten außer sich über seine unerwartete Rettung. Jetzt denken sie anders; seufzend und voll Angst sagen sie zueinander: Dieser war es, den wir einst verlachten, verspotteten und verhöhnten, wir Toren. Sein Leben hielten wir für Wahnsinn und sein Ende für ehrlos. Jetzt zählt er zu den Söhnen Gottes, bei den Heiligen hat er sein Erbteil. Also sind wir vom Weg der Wahrheit abgeirrt; das Licht der Gerechtigkeit strahlte uns nicht, und die Sonne ging nicht für uns auf. Bis zum Überdruss gingen wir die Pfade des Unrechts und des Verderbens und wanderten durch weglose Wüsten, aber den Weg des Herrn erkannten wir nicht. Was nützte uns der Übermut, was brachten uns Reichtum und Prahlerei?" (Weish 5,1-9)

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Was wird der Richter zu den Guten und zu den Bösen sagen ?

Zu den Guten wird der Richter sagen: "Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist." (Mt 25, 34) Zu den Bösen aber wird der Richter sagen: "Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist !" (Mt 25, 41)

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Was wird nach dem Weltgericht geschehen ?

  Nach dem Weltgericht werden die Bösen mit Leib und Seele in die Hölle geworfen, die Guten aber mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen.  

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08

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Wie heißt der achte Satz des Apostolischen Glaubensbekenntnisses ?

  "Ich glaube an den Heiligen Geist."

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Worin besteht der Kern dieser Glaubenswahrheit ?

Im achten Glaubenssatz  bekennen wir unseren Glauben an die dritte Person in Gott, an Gott den Heiligen Geist. Gott hat uns zur Heiligung berufen durch die Gnade, Christus hat uns die Gnade verdient, der Heilige Geist teilt sie uns aus. Er reinigt und heiligt uns. Wir nennen ihn darum auch Heiligmacher und Gnadenspender.

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Wer ist der Heilige Geist ?

Der Heilige Geist ist die dritte Person in Gott, also wahrer Gott wie der Vater und der Sohn. Dargestellt wird der Heilige Geist gewöhnlich in der Gestalt einer Taube, weil er so bei der Taufe Jesu erschien.

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Wann ist der Heilige Geist der Kirche gesandt worden ?

Der Heilige Geist ist der Kirche am Pfingstfest gesandt worden. Am Pfingstfest, fünfzig Tage nach Ostern, trat die Kirche zum erstenmal sichtbar an die Öffentlichkeit. Der Heilige Geist kam im Sturmwind: Er ist gewaltig. Er kam in Gestalt von Zungen: Er macht die Apostel zu Predigern und Verkündern des Gottesreiches. Er kam wie ein loderndes Feuer: Er erleuchtet und entzündet die Herzen mit der Glut der Liebe.

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Was hat der Heilige Geist in den Aposteln gewirkt ?

Der Heilige Geist hat die Apostel erleuchtet, gestärkt und ihnen besondere Gnaden gegeben. Die ungelehrten Fischer konnten jetzt predigen, die Heilige Schrift richtig erklären und Gottes Wort niederschreiben. Die Apostel bekamen die Sprachen- und Wundergabe. Die einst ängstlichen Apostel wurden mit Mut erfüllt. Sie traten vor das feindselige, widersprechende Volk, verkündeten ihm unerschrocken die Wahrheit und ertrugen deshalb Geißeln, Kerker und den Martertod.

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Wie wirkt der Heilige Geist in der Kirche ?

Der Heilige Geist lehrt die Kirche alle Wahrheit bis ans Ende der Welt. Jesus hat der jungen Kirche versprochen: "Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit führen." (Joh 16,13). Deshalb ist die Kirche unfehlbar in der Verkündigung des Glaubens und der Gebote. Auf den Heiligen Geist kann sich jedoch nicht jedes Glied der Kirche gleichermaßen berufen. Denn in erster Linie ist der Heilige Geist dem Apostelkollegium und an erster Stelle dem Petrus anvertraut. "Die Heilige Überlieferung aber gibt das Wort Gottes, das von Christus dem Herrn und vom Heiligen Geist den Aposteln anvertraut wurde, unversehrt an deren Nachfolger weiter, damit sie es unter der erleuchtenden Führung des Geistes der Wahrheit in ihrer Verkündigung treu bewahren, erklären und ausbreiten." (Zweites Vatikanisches Konzil, DV 10) Weiter versprach Jesus: "Und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll. Es ist der Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt. Ihr aber kennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch sein wird." (Joh 14,16-17) Deshalb ist der Heilige Geist Beistand und Tröster der Kirche, und er verlässt sie nie.

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Wie wirkt der Heilige Geist in uns ?

Der Heilige Geist heiligt uns und hilft uns durch die Gnade. Uns ist erstmals der Heilige Geist gesandt worden in der heiligen Taufe, später in besonderer Weise in der heiligen Firmung. Er wohnt in uns durch die heiligmachende Gnade. "Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt ?" (1 Kor 3, 16)

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Was vertreibt den Heiligen Geist aus der Seele ?

Die Todsünde vertreibt den Heiligen Geist aus der Seele. Sie Seele des Todsünders ist wie ein aufgebrochener Tabernakel, aus dem das Allerheiligste geraubt ist. Paulus warnt uns: "Löscht den Geist nicht aus!" (1 Thess 5,19) und "Beleidigt nicht den Heiligen Geist Gottes, dessen Siegel ihr tragt für den Tag der Erlösung." (Eph 4,30) Wenn wir auf den Heiligen Geist nicht hören oder ihn zunehmend verlieren, ist unsere Seele in größter Gefahr, seine Gnade zu verlieren und zur Wohnung des bösen Geistes zu werden. Beichten wir deshalb regelmäßig und bitten den Heiligen Geist, in unserer Seele zu wohnen.

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09

 
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Wie heißt der neunte Satz des Apostolischen Glaubensbekenntnisses ?

..."die heilige katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen"

Worin besteht der Kern dieser Glaubenswahrheit ?

Zum einen ist die katholische Kirche unsere Mutter und Erzieherin. Zum anderen ist sie die Gemeinschaft der Heiligen. In ihr finden wir Christus: Seine Lehre, seine Gnaden, seine Gewalten, sein Opfer und sein Fleisch und Blut. In der Kirche lebt Christus unter uns weiter. Die Glieder der Kirche gehören als große Familie zusammen: die pilgernde Kirche auf Erden, die leidende Kirche im Fegefeuer und die triumphierende Kirche im Himmel.

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Wie hat Jesus Christus die Kirche gegründet ?

Jesus Christus hat die Apostel berufen und eine große Schar von Jüngern um sich gesammelt.

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Was ist die Kirche ?

Die Kirche ist "das von der Einheit des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes her geeinte Volk" (Zweites Vatikanisches Konzil, LG 4). Sie ist das sichtbare Reich Christi auf Erden mit Papst, Bischöfen, Priestern und Laien.

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Wozu hat Christus die Kirche gegründet ?

Christus hat die Kirche gegründet, damit sie alle Menschen lehre, heilige und in den Himmel führe.

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Welche Ämter hat also Christus der Kirche übertragen ?

Christus hat der Kirche das Lehramt, das Priesteramt und das Hirtenamt übertragen.

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Mit welchen Worten hat Christus diese Ämter übertragen ?

Christus sagte zu den Aposteln: "Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch." (Joh 20,21)

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Wen hat Christus zum Fundament und Oberhaupt seiner Kirche gemacht ?

Christus hat den heiligen Petrus zum Fundament und Oberhaupt der Kirche gemacht, zu ihrem obersten Gesetzgeber und Hirten.

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Wer ist der Nachfolger des heiligen Petrus ?

Der Nachfolger des heiligen Petrus ist der Bischof von Rom, der Papst.

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Was ist also der Papst ?

Der Papst ist also das Fundament und Oberhaupt der Kirche, ihr oberster Gesetzgeber und Hirte.

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Auf wen haben die Apostel ihr Amt übertragen ?

Die Apostel haben ihr Amt auf die Bischöfe übertragen. Sie sind also die Nachfolger der Apostel.

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Welches sind die besonderen Gewalten der Bischöfe ?

Die Bischöfe leiten ihre Bistümer und können alle sieben Sakramente spenden. Ihre Helfer sind die Priester.

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Wer leitet die Kirche ?

Christus leitet die Kirche durch den Heiligen Geist und er sagte: "Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt." (Mt 28,20)

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Wie wirkt der Heilige Geist in der Kirche ?

Der Heilige Geist macht die Kirche unfehlbar, d.h. sie kann in Sachen des Glaubens und der Sitten nichts Falsches lehren.

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Durch wen gibt die Kirche ihre unfehlbaren Lehren ?

Die Kirche gibt ihre unfehlbaren Lehren entweder durch den Papst und die Bischöfe gemeinsam auf einem Konzil oder durch den Papst allein.

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Wann ist der Papst unfehlbar ?

Der Papst ist unfehlbar, wenn er als oberster Hirte und Lehrer in Sachen des Glaubens und der Sitten etwas lehrt, das alle Gläubigen halten müssen.

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Warum ist der Papst unfehlbar ?

Der Papst ist unfehlbar, weil Christus ihn zum Fundament und zum obersten Lehrer seiner Kirche gemacht hat.

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Welche Kennzeichen gehören zur wahren Kirche Christi ?

Die wahre Kirche Christi erkennt man an vier Kennzeichen: Sie muss einig und heilig, katholisch und apostolisch sein. Diese vier Kennzeichen hat nur die römisch-katholische Kirche.

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Was bedeutet "Einheit" ?

"Einheit" bedeutet: Die Kirche hat überall die gleiche Lehre, die gleichen Sakramente und das gleiche Oberhaupt.

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  Was bedeutet "Heiligkeit" ?

"Heiligkeit" bedeutet: Die Kirche hat eine heilige Lehre, denn diese beinhaltet die von Gott geoffen-barten Wahrheiten. Sie hat alle Mittel, um die Menschen zu heiligen und sie hat viele Heilige.

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Was bedeutet "Katholizität" ?

"Katholizität" bedeutet: Die Kirche ist allumfassend, denn sie ist für alle Zeiten und für alle Völker bestimmt.

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Was bedeutet "Apostolizität" ?

"Apostolizität" bedeutet: Die Lehre der Kirche ist die Lehre der Apostel und ihre Vorsteher sind die Nachfolger der Apostel.

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Welches ist die wahre, von Christus gestiftete Kirche ?

Die einzig wahre von Christus gestiftete Kirche ist allein die römisch-katholische Kirche, die vom Papst und den ihm gehorsamen Bischöfen geleitet wird (vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, LG 8). In der katholischen Kirche ist die Fülle der Wahrheit und der Heilsmittel zu finden. (vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, UR 3).

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Wer gehört zur katholischen Kirche ?

Zur katholischen Kirche gehört, wer durch Taufe, Firmung und Eucharistie voll in sie eingegliedert ist und sich nicht durch einen formellen Akt von ihr getrennt hat.

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Was heißt: Die katholische Kirche ist alleinseligmachend ?

"Die katholische Kirche ist alleinseligmachend" heißt: Sie allein ist von Christus gestiftet, um alle Menschen zum Heil zu führen, weshalb sie mit der Fülle der Heilsmittel ausgestattet ist.

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Ist es gleichgültig, welcher Kirche man angehört ?

Wenn Christus nur eine Kirche gestiftet und sie mit der Fülle der Heilsmittel ausgestattet hat, kann es niemals gleichgültig sein, welcher Kirche man angehört!

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Gibt es überhaupt andere Kirchen ?

  Es gibt nicht mehrere Kirchen, denn Christus ist der Bräutigam und er hat nur eine Braut, nicht aber mehrere. Aber das hält Menschen leider nicht davon ab, sich anzumaßen, ihren von der katholischen Kirche abgetrennten Gemeinschaften den Namen "Kirchen" zu geben. Dies ist bedauerlich und sollte durch eine bewusste Sprachregelung vermieden werden. Man sollte besser von der "östlichen Christenheit" oder "den protestantischen Gemeinschaften" sprechen. Diese Gemeinschaften beinhalten mehr oder weniger Elemente der Wahrheit, wobei die Ostchristen wesentlich mehr Elemente der Wahrheit haben als die Protestanten. "Orthodox" heißt wörtlich "rechtgläubig". Hier kann man erkennen, dass dieser Begriff problematisch ist. Denn wie kann man rechtgläubig sein, wenn man den Papst nicht als den obersten sichtbaren Hirten und Lehrer der Kirche anerkennt ? "Evangelisch" heißt "dem Evangelium gemäß". Auch dieser Ausdruck ist problematisch, denn vieles, was im Evangelium steht, wird von der sogenannten "evangelischen" Christenheit nicht für wahr gehalten bzw. eigenmächtig ausgelegt. Das Zweite Vatikanische Konzil lehrt aber eindeutig:  "Es zeigt sich also, dass die Heilige Überlieferung, die Heilige Schrift und das Lehramt der Kirche gemäß dem weisen Ratschluss Gottes so miteinander verknüpft und einander zugesellt sind, dass keines ohne die anderen besteht." (DV 10)

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  Wer gehört zur Gemeinschaft der Heiligen ?

  Zur Gemeinschaft der Heiligen gehören die Glieder der Kirche auf Erden, im Fegefeuer und im Himmel. Man sagt "Gemeinschaft der Heiligen", weil alle in dieser Gemeinschaft die heiligmachende Gnade haben sollen und mit Christus verbunden sind. Den Armen Seelen im Fegefeuer können wir durch das heilige Messopfer, durch Gebet, Ablässe und gute Werke helfen. Die Heiligen im Himmel helfen uns und den Armen Seelen durch ihre Fürbitte bei Gott.  

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Wie heißt der zehnte Satz des Apostolischen Glaubensbekenntnisses ?

" Ich glaube an die Vergebung der Sünden."

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Worin besteht der Kern dieser Glaubenswahrheit ?

Im zehnten Glaubenssatz bekennen wir, dass Gott seiner Kirche die Gewalt verliehen hat, Sünden nachzulassen. In seiner unermesslichen Barmherzigkeit streckt Gott dem reumütigen Sünder seine Hand entgegen, verzeiht ihm und richtet ihn auf. "Ich habe kein Gefallen am Tod des Schuldigen, sondern daran, dass er auf seinem Weg umkehrt und am Leben bleibt." (Ez 33,11)

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Was heißt "Vergebung der Sünden" ?

"Vergebung der Sünden" heißt: In der katholischen Kirche können uns im Namen Gottes alle Sünden und Sündenstrafen nachgelassen werden. Der Prophet Jesaja versprach dem Volk Gottes Verzeihung und Erbarmen: "Wären eure Sünden auch rot wie Scharlach, sie sollen weiß werden wie Schnee. Wären sie rot wie Purpur, sie sollen weiß werden wie Wolle." (Jes 1,18) Dieses trostreiche Versprechen ist im Neuen Bund volle Wahrheit geworden in der Kirche Jesu Christi.

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Warum können in der katholischen Kirche alle Sünden u. Sündenstrafen nachgelassen werden ?

In der katholischen Kirche können alle Sünden und Sündenstrafen nachgelassen werden, weil Jesus Christus ihr die Vollmacht gegeben hat. Die Apostel bekamen die Gewalt zu binden und zu lösen. Jesus Christus sprach: "Amen, ich sage euch: Alles, was ihr auf Erden binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden sein, und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch im Himmel gelöst sein." (Mt 18,18) Am Osterabend gab er ihnen ausdrücklich die Gewalt der Sündenvergebung mit den Worten: "Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert." (Joh 20,23)

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Wodurch werden die Sünden nachgelassen ?

Die Sünden werden nachgelassen besonders durch die Sakramente der Taufe und der Buße. Auch bei der Krankensalbung werden Sünden nachgelassen, besonders, wenn der Kranke nicht mehr beichten kann. Er muss aber seine Sünden bereuen.

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Was ist die Reue ?

Die Reue ist jenes Missfallen an den begangenen Sünden und jene Abscheu vor ihnen, die bewirken, dass wir uns vornehmen, nicht mehr zu sündigen. Es gibt zwei Arten von Reue: die vollkommene Reue oder Liebesreue und die unvollkommene oder Furchtreue.

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Welcher Zusammenhang besteht zwischen der vollkommenen Reue und dem Bußsakrament ?

Die vollkommene Reue verleiht dem Todsünder die Rechtfertigungsgnade schon vor dem aktuellen Empfang des Bußsakramentes. Die vollkommene Reue bewirkt die außersakramentale Rechtfertigung jedoch nur, wenn sie mit dem Verlangen nach dem Sakrament verbunden ist.

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Genügt die unvollkommene Reue zur Sündenvergebung im Bußsakrament ?

Die aus dem Furchtmotiv hervorgehende Reue ist ein sittlich guter und übernatürlicher Akt. Die unvollkommene Reue genügt zur Sündenvergebung im Bußsakrament.

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Kann das Bußsakrament abgeschafft werden ?

Das Bußsakrament ist ein von Jesus Christus eingesetztes Sakrament und kann von niemandem abgeschafft werden. Das sakramentale Sündenbekenntnis ist kraft göttlichen Rechtes angeordnet und bei schweren Sünden zum Heile notwendig, bei leichten Sünden nützlich.

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Welche Sünden unterliegen kraft göttlicher Anordnung in jedem Fall der Beichtpflicht ?

Der Beichtpflicht unterliegen alle schweren Sünden nach Art, Zahl und Umständen.

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Werden mit der Sündenschuld auch alle Sündenstrafen nachgelassen ?

Mit der Sündenschuld und der ewigen Sündenstrafe werden von Gott nicht immer alle zeitlichen Sündenstrafen nachgelassen. Der Priester hat das Recht und die Pflicht, je nach Beschaffenheit der Sünden und der Fähigkeit des Pönitenten, heilsame und entsprechenden Genugtuungswerke aufzuerlegen. Auch freiwillige Bußübungen und das geduldige Ertragen göttlicher Heimsuchungen besitzen genugtuenden Wert.

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Welches ist die Hauptwirkung des Bußsakramentes ?

Die priesterliche Absolution in Verbindung mit den Akten des Pönitenten bewirkt die Sündenvergebung und versöhnt somit den Sünder wieder mit Gott. Die durch schwere Sünde ertöteten, d.h. unwirksam gemachten, guten Werke leben wieder auf.  

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Wie heißt der elfte Satz des Apostolischen Glaubensbekenntnisses ?

"Ich glaube an die Auferstehung der Toten."

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Worin besteht der Kern dieser Glaubenswahrheit ?

Im elften Glaubenssatz bekennen wir unseren Glauben an die Auferstehung des Leibes nach dem Tod.

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Warum müssen wir sterben ?

Wir müssen sterben wegen der Sünde, denn durch die Sünde ist der Tod in die Welt gekommen (vgl. Röm 5,12).  "Gott hat den Tod nicht gemacht und hat keine Freude am Untergang der Lebenden" (Weish 1,13). Nach dem Plane Gottes sollten die Stammeltern nicht sterben. Sie haben aber gesündigt und so ist der Tod der Lohn der Sünde geworden.

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Was geschieht beim Tod des Menschen ?

Beim Tod des Menschen trennt sich die Seele vom Leib. "Der Staub fällt auf die Erde zurück als das, was er war, und der Atem kehrt zu Gott zurück, der ihn gegeben hat." (Koh 12,7)

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Was wissen wir vom Tod ?

Wir wissen vom Tod, dass er sicher kommt, aber nicht wann, wo und wie. "Seid also wachsam! Denn ihr wißt weder den Tag noch die Stunde." (Mt 25,13)

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Welche Bestattung schreibt die katholische Kirche vor ?

Die katholische Kirche schreibt ein christliches Begräbnis vor. Dabei segnet der Priester den Leichnam und das Grab. Unser Glaube sagt uns: Der Leib ist wie ein Samenkorn, das in die Erde gesenkt wird und zu neuem Leben ersteht. Die Leichenverbrennung ist eine heidnische Sitte, die Feinde der Kirche versuchen sie wieder einzuführen, weil sie nicht an die Auferstehung des Leibes glauben. Wir wollen begraben werden wie Christus, unser Vorbild, begraben wurde.

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Was lehrt Christus von den Toten ?

Christus lehrt: Die Toten werden auferstehen, die einen zur Seligkeit, die anderen zur ewigen Verdammnis. "Wundert euch nicht darüber! Die Stunde kommt, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören und herauskommen werden: Die das Gute getan haben, werden zum Leben auferstehen, die das Böse getan haben, zum Gericht. Von mir selbst aus kann ich nichts tun; ich richte, wie ich es vom Vater höre, und mein Gericht ist gerecht, weil es mir nicht um meinen Willen geht, sondern um den Willen dessen, der mich gesandt hat." (Joh 5,28-30)

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Warum wird der Leib vom Tod auferweckt ?

Der Leib wird vom Tod auferweckt, damit auch er beseligt oder verdammt werde, weil er der Seele zum Guten oder zum Bösen geholfen hat.

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Wie werden die Leiber der Auferstandenen sein ?

Die Leiber der Bösen werden hässlich sein, die Leiber der Guten aber herrlich, ähnlich dem verklärten Leib Christi. "Wir erwarten Jesus Christus, den Herrn, als Retter, der unseren armseligen Leib verwandeln wird in die Gestalt seines verherrlichten Leibes, in der Kraft, mit der er sich alles unterwerfen kann." (Phil 3,20-21)  "So ist es auch mit der Auferstehung der Toten. Was gesät wird, ist verweslich, was auferweckt wird, unverweslich. Was gesät wird, ist armselig, was auferweckt wird, herrlich. Was gesät wird, ist schwach, was auferweckt wird, ist stark. Gesät wird ein irdischer Leib, auferweckt ein überirdischer Leib. Wenn es einen irdischen Leib gibt, gibt es auch einen überirdischen. (1 Kor 15,42-44) Die Kirche weiht die Friedhöfe und ehrt die Überreste der Heilige aus Erfurcht vor dem Leib; denn dieser soll zum ewigen Leben auferweckt werden.

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Werden die Toten mit demselben Leib auferstehen, den sie auf Erden getragen haben ?

Die Toten werden mit demselben Leib auferstehen, den sie auf Erden getragen haben. Der Leib wird aber umgestaltet, verklärt und so geartet sein, dass er unvergänglich ist und dem Bild entspricht, wie Gott der Schöpfer sich den jeweiligen Menschen gedacht hat.  

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Wie heißt der zwölfte Satz des Apostolischen Glaubensbekenntnisses ?

"Ich glaube an das ewige Leben."

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Worin besteht der Kern dieser Glaubenswahrheit ?

Freudig bekennen wir im letzten Glaubenssatz: Es gibt ein ewiges Leben. Mit dem Tod ist nicht alles aus. Der Tod hat nicht das letzte Wort. Wir werden nicht bloß auferstehen, sondern wir werden ewig leben. Großer Trost, unermessliche Hoffnung und siegreiche Kraft liegen in diesem Glauben.

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Wohin kommt die Seele nach dem Tod ?

Nach dem Tod kommt die Seele sogleich vor Gottes Gericht. "Es ist dem Menschen bestimmt, ein einziges Mal zu sterben, worauf dann das Gericht folgt." (Hebr 9,27)

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Wie heißt dieses Gericht ?

Dieses Gericht heißt das besondere Gericht, weil jeder Mensch besonders gerichtet wird. Das besondere Gericht ist zu unterscheiden vom allgemeinen oder Weltgericht am Jüngsten Tag. Dann werden alle Menschen miteinander gerichtet (vgl. 7. Glaubenssatz).

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Über was werden wir gerichtet ?

Wir müssen Rechenschaft ablegen über alles was wir im Leben gedacht, gesagt und getan bzw. was wir in Gedanken, Worten und Werken unterlassen haben.

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Wohin kommt die Seele nach dem besonderen Gericht ?

Nach dem besonderen Gericht entscheidet Gott, ob die Seele in den Himmel, in das Fegefeuer oder in die Hölle kommt. Im besonderen Gericht wird das ewige Schicksal der Seele offenbar. Gott "wird jedem vergelten, wie es seine Taten verdienen." (Röm 2,6)

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Welche Seelen kommen in das Fegefeuer ?

In das Fegefeuer kommen die Seelen jener, die in der Gnade Gottes sterben, aber noch nicht frei sind von allen lässlichen Sünden und zeitlichen Sündenstrafen. "Aber nichts Unreines wird hineinkommen, keiner, der Greuel verübt und lügt. Nur die, die im Lebensbuch des Lammes eingetragen sind, werden eingelassen." (Offb 21,27) "Amen, das sage ich dir: Du kommst von dort nicht heraus, bis du den letzten Pfennig bezahlt hast." (Mt 5,26)

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Was leiden die Seelen im Fegefeuer ?

Die Seelen im Fegefeuer sehnen sich nach der Herrlichkeit Gottes und leiden große Schmerzen. Dass sie Gott nicht schauen dürfen, das ist die eigentliche Strafe der Seelen im Fegefeuer. Der heilige Augustinus sagt, dass die Leiden des Fegefeuers schwerer sind als alle Leiden in diesem Leben. Die Strafe ist gerecht, und ihre Größe richtet sich nach der Zahl und Schwere der Sünden, die noch nicht abgebüßt sind.

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Woher wissen wir, dass es ein Fegefeuer gibt ?

Dass es eine Fegefeuer gibt, wissen wir aus dem beständigen Glauben der Kirche und der Heiligen Schrift. "Hätte er nicht erwartet, dass die Gefallenen auferstehen werden, wäre es nämlich überflüssig und sinnlos gewesen, für die Toten zu beten. Auch hielt er sich den herrlichen Lohn vor Augen, der für die hinterlegt ist, die in Frömmigkeit sterben. Ein heiliger und frommer Gedanke! Darum ließ er die Toten entsühnen, damit sie von der Sünde befreit werden." (2 Makk 12,44-45)

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Wer kommt in die Hölle ?

In die Hölle kommen alle, die in einer Todsünde sterben. Die Verdammten in der Hölle sind für immer von der Herrlichkeit Gottes ausgeschlossen und leiden entsetzliche Qualen im ewigen Feuer (vgl. Mt 25,41; Lk 16,26).

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Wer kommt in den Himmel ?

In den Himmel kommen alle, die in der heiligmachenden Gnade sterben und frei sind von allen Sünden und Sündenstrafen. Die Seligen im Himmel schauen Gottes Herrlichkeit, sind frei von allen Übeln und genießen ewige Freude (vgl. 1 Kor 2,9; 1 Kor 13,12; Offb 21,4).  

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Über die Sakramente im Allgemeinen

 
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Was sind die Sakramente ?

Sakramente sind von Jesus Christus eingesetzte heilige Zeichen der Gnade, die bewirken, was sie bezeichnen. Zu einem Sakrament gehört also erstens die Einsetzung durch Jesus Christus, zweitens  das äußere Zeichen und drittens die innere Gnadenwirkung.

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Wie hat Jesus Christus die Sakramente eingesetzt ?

Alle Sakramente des Neuen Bundes wurden gemäß seinem freien Willen und dem göttlichen Ratschluss von Jesus Christus unmittelbar und persönlich eingesetzt.

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Wie viele Sakramente gibt es ?

Es gibt 7 Sakramente, sie heißen: 

Taufe, Firmung, Eucharistie, Beichte, Krankensalbung, Priesterweihe, Ehe.

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Welche Gnade teilen die Sakramente mit ?

Die Sakramente teilen die heiligmachende und die helfende Gnade mit.

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Was ist Gnade ?

Gnade ist jede innere, übernatürliche Gabe, die uns Gott schenkt, damit wir die ewige Seligkeit erlangen. Um sie zu erhalten, müssen wir darum beten und die Sakramente empfangen.

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Was ist die heiligmachende Gnade ?

Die heiligmachende Gnade wird uns in der Taufe geschenkt. Sie ist heiliges, übernatürliches göttliches Leben. Sie macht uns zu Kindern Gottes und Erben des Himmels. Sie befähigt uns, heilig zu werden. Ohne sie kann man nicht in den Himmel kommen. Die heiligmachende Gnade wird durch die lässliche Sünde geschwächt, sie geht ganz verloren durch die Todsünde, wir erhalten sie wieder durch eine gute heilige Beichte.

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Was ist die helfende Gnade ?

Die helfende Gnade ist nicht zum Heil notwendig, aber sie hilft uns vor allem durch den Empfang der übrigen Sakramente, das göttliche Leben in uns zu bewahren und wachsen zu lassen. Sie bewegt außerdem unseren Willen, dass wir das Gute tun und das Böse meiden.

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Was ist zur Spendung eines Sakramentes erforderlich ?

Zur Spendung eines Sakramentes sind drei Dinge erforderlich: erstens die Materie (z.B. das Wasser bei der Taufe), zweitens die Form (z.B. bei der Taufe die Worte: "Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.") und der Spender, der die Absicht haben muss, das zu tun, was die Kirche tut.

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Wer ist der Spender der Sakramente ?

Der eigentliche Spender ist Jesus Christus, in dessen Sendung und mit der von ihm übertragenen Weihevollmacht nur die Bischöfe, Priester und Diakone sakramentale Handlungen vornehmen können. Im Notfall kann jeder Mensch, der die rechte Absicht hat, die Taufe spenden. Das Sakrament der Ehe spenden sich die Eheleute gegenseitig.

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Wann werden die Sakramente gültig gespendet ?

Zur gültigen Spendung ist erforderlich, dass der Spender das Sakrament in der rechten Weise vollzieht und dass er die Absicht hat, das zu tun, was die Kirche tut. Wichtig: Die Gültigkeit und Wirksamkeit der Sakramente ist  nicht abhängig von der Rechtgläubigkeit und vom Gnadenstand des Spenders.

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Welche Voraussetzungen muss der Empfänger eines Sakramentes erfüllen ?

Sakramente können nur von lebenden Menschen empfangen werden bzw. im Sterben, so lange die Seele noch mit dem Körper verbunden ist. Zum gültigen Empfang des Sakramentes ist die richtige Absicht des Empfängers erforderlich; zum würdigen und fruchtbaren Empfang darüber hinaus die sittliche Verfassung: bei Taufe und Beichte sind dies Glaube und Reue, bei den übrigen Sakramenten muss die heiligmachende Gnade vorhanden sein, der "Stand der Gnade", der in der Regel durch vorherige Beichte erreicht wird.

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Die Taufe

 
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Was ist die heilige Taufe ?

Die heilige Taufe ist ein wahres, von Jesus Christus eingesetztes Sakrament.

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Zu welchen Zeitpunkt hat Jesus Christus die heilige Taufe als Sakrament eingesetzt ?

Der heilige Bischof und Kirchenlehrer Bonaventura geht davon aus, dass die Materie der Taufe eingesetzt wurde, als Jesus Christus im Jordan mit Wasser getauft wurde. Die Form legte er nach seiner Auferstehung fest, als er den Aposteln den Sendungsauftrag gab, zu allen Völkern zu gehen und die Menschen zu taufen im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

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War die heilige Taufe schon im Alten Testament vorgebildet ?

Nach der Lehre der Apostel und der Kirchenväter gibt es im Alten Testament Vorbilder und Hinweise für die Taufe: Das Schweben des Geistes Gottes über den Urwassern (Gen 1,2), die Sintflut (Gen 6-9), die Beschneidung (Gen 17, 1-14), der Durchzug durch das Rote Meer (Ex 13,17 - 14,31) und durch den Jordan (Jos 3, 1-17) oder das siebenmalige Bad Naamans des Syrers im Jordan (2 Kön 5, 1-27). Einen Hinweis findet man auch beim Propheten Ezechiel: "Ich gieße reines Wasser über euch aus, dann werdet ihr rein. Ich reinige euch von aller Unreinheit (...). Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch (...)" (Ez 36, 25-26).

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Was sagt das Neue Testament über die heilige Taufe ?

Die Evangelien berichten von  der Taufe  Jesu  durch  Johannes  den  Täufer  im  Jordan  (Mt 3, 13-17; Mk 1, 9-11; Lk 3, 21-22). Im Gespräch mit Nikodemus sagt Jesus: "Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes kommen" (Joh 3, 5). Die Apostel tauften schon zu Lebzeiten Jesu viele Menschen (vgl. Joh 4, 1-2), nach seiner Auferstehung erhielten sie den Auftrag: "Geht zu allen Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes (...)" (Mt 28, 19). Am Pfingsttag trat Petrus auf und sagte: "Kehrt um, und jeder lasse sich auf den Namen Jesu Christi taufen zur Vergebung seiner Sünden, dann werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen" (Apg 2,38).

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Was geschieht in der heiligen Taufe ?

In der Taufe wird uns die heiligmachende Gnade geschenkt, die uns befähigt, heilig zu werden. Ferner werden wir zu Kindern Gottes, zu Brüdern und Schwestern Jesus Christi und zu Gliedern der einen und einzigen wahren Kirche Jesu Christi, die in der katholischen Kirche verwirklicht ist. Mit der Taufe werden wir von der Erbschuld Adams, die im Kern ein Zustand der Gottferne ist, befreit. Wird jemand erst in späteren Jahren getauft wird, werden ihm auch mögliche Sünden und Sündenstrafen vergeben.

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Ist die Taufe heilsnotwendig ?

Die Taufe ist seit Inkraftsetzung des Evangeliums für alle Menschen zum ewigen Heil notwendig.

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Kann die Wassertaufe im Notfall ersetzt werden ?

Die Wassertaufe kann nach der Lehre der Kirchenväter im Notfall durch die Begierdetaufe und die Bluttaufe ersetzt werden. Die Begierdetaufe ist das mit vollkommener Reue verbundene ausdrückliche oder eingeschlossene Verlangen nach der sakramentalen Taufe. Die Bluttaufe ist das Martyrium eines Ungetauften um des Bekenntnisses des christlichen Glaubens oder um der Übung der christlichen Tugend willen.

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Was geschieht mit Menschen, die nicht getauft sind ?

Das 2. allgemeine Konzil von Lyon (1274) und das Konzil von Florenz (1438-1445) erklärten: "Die Seelen, die im Stande der Erbsünde aus dem Leben scheiden, sind von der beseligenden Anschauung Gottes ausgeschlossen." Dieses Dogma stützt sich auf das Wort des Herrn: "Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes kommen" (Joh 3,5). Das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) bekräftigt diese Glaubenswahrheit (vgl. AG 7) und ergänzt: "wer das Evangelium Christi und seine Kirche ohne Schuld nicht kennt, Gott aber aus ehrlichem Herzen sucht, seinen im Anruf des Gewissens erkannten Willen unter dem Einfluss der Gnade in der Tat zu erfüllen trachtet, kann das ewige Heil erlangen" (LG 16). Bei diesem "ewigen Heil" handelt es sich allerdings - wie der hl. Thomas von Aquin lehrt - um einen Zustand natürlicher Glückseligkeit, nicht jedoch um die beseligende Anschauung Gottes.  

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Die Firmung

 

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Was ist die heilige Firmung ?

Die heilige Firmung ist ein wahres von Jesus Christus eingesetztes Sakrament.

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Wie hat Jesus Christus das Firmsakrament eingesetzt ?

Nach der Lehre der Kirche, wie sie sich aus der Heiligen Überlieferung und der Heiligen Schrift ergibt, hat Jesus Christus das Firmsakrament, wie alle anderen Sakramente, unmittelbar und persönlich eingesetzt. Er trug den Aposteln auf,  zu den Getauften zu gehen, für sie zu beten und ihnen die Hände aufzulegen, damit sie den Heiligen Geist empfingen.

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War die heilige Firmung schon im Alten Testament vorgebildet ?

Die Propheten des Alten Bundes haben die Ausgießung des Heiligen Geistes als Kennzeichen der messianischen Zeit vorausgesagt. Beim Propheten Ezechiel heißt es: "Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch (...) und bewirke, dass ihr meinen Gesetzten folgt und auf meine Gebote achtet und sie erfüllt" (Ez 36, 26-27).

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Was sagt das Neue Testament über die heilige Firmung ?

An zahlreichen Stellen im Neuen Testament ist vom Heiligen Geist die Rede. Jesus Christus hat den Aposteln den Heiligen Geist versprochen, indem er sagte: "Wenn aber der Beistand kommt, den ich euch vom Vater aus senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, dann wird er Zeugnis für mich ablegen" (Joh 15, 26). Am Pfingsttag sandte er ihnen den verheißenen Beistand, und alle "wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt" (Apg 2, 4). Ein Hinweis auf die Firmung findet sich unter anderem in der Apostelgeschichte, dort heißt es: "Paulus legte ihnen die Hände auf, und der Heilige Geist kam auf sie herab" (Apg 19, 6).

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Was geschieht in der heiligen Firmung ?

In der Firmung (lateinisch: "Stärkung") stärkt uns Jesus Christus mit den Gaben des Heiligen Geistes zum mutigen Glaubenszeugnis. Die Firmung ist einer der drei Schritte (Taufe, Firmung, Eucharistie) auf dem Weg zur vollen Eingliederung in die Kirche. Die Firmung prägt wie die Taufe und das Weihesakrament ein unauslöschliches Merkmal ein und kann nur einmal im Leben empfangen werden. Solche Prägemale sind Zeichen besonderer Christusverbindung und Christusähnlichkeit.

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Wie heißen die Gaben des Heiligen Geistes ?

Weisheit, Verstand, Rat, Stärke, Erkenntnis, Frömmigkeit und Gottesfurcht.

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Ist die Firmung heilsnotwendig ?

Sie ist nicht heilsnotwendig, aber sehr nützlich und hilfreich auf unserem Weg zum ewigen Heil.

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Warum ist die Firmung sehr nützlich ?

Die Stärkung mit den Gaben des Heiligen Geistes hilft uns, dem Urheber und den Verlockungen der Sünde besser widerstehen zu können. Dadurch können wir Gott und unserem heiligen Glauben treu bleiben und ihn gegebenenfalls standhaft bekennen.

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Welches ist das äußere Zeichen der Firmung ?

Das äußere Zeichen besteht in: Gebet, Handauflegung, Salbung mit Chrisam, Besiegelung mit dem Kreuz und den Worten: "Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist."

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Wer ist der Spender der Firmung ?

Ordentlicher Spender des Firmsakramentes ist der Bischof, außerordentlicher Spender ist der vom Bischof bevollmächtigte Priester. Im Notfall (Lebensgefahr) darf jeder Priester die Firmung spenden.

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Welche Voraussetzung ist für den würdigen Empfang des Firmsakramentes erforderlich ?

Um die hl. Firmung würdig zu empfangen, muss man im Stande der Gnade sein, die Grundlehren unseres heiligen Glaubens kennen und sich dem Sakrament mit Andacht und Ehrfurcht nähern.

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Welche Voraussetzungen muss der Firmpate haben ?

Damit der Firmpate mit Wort und Beispiel dem Firmling den Weg zum ewigen Heil zeigen und ihn im geistigen Kampf unterstützen kann, muss er wenigstens 16 Jahre alt, katholisch, gefirmt sein und ein Leben führen, das dem Glauben und dem zu übernehmenden Dienst entspricht.

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Das Allerheiligste Altarsakrament

 

 
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Was bedeutet der Ausdruck "Eucharistie" ?

Der  Ausdruck  "Eucharistie"   kommt  aus  der  griechischen  Sprache   und   hat   zwei  Bedeutungen: erstens   "gute Gabe"  ("eu charis"),   damit   wird  auf   den  Leib  und  das  Blut  Christi  hingewiesen; zweitens "Dank sagen" ("eucharistein"), damit wird auf das Opfer Jesu Christi hingewiesen, für das der Priester und die Gläubigen dem himmlischen Vater danken.

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Was ist die heilige Eucharistie ?

Die heilige Eucharistie ist das Sakrament, das unter den Gestalten von Brot und Wein wahrhaft den Leib und das Blut, die Seele und die Gottheit Jesu Christi zur Nahrung der Seelen enthält.

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Wann und wie hat Jesus Christus die heilige Eucharistie eingesetzt ?

Jesus Christus hat die heilige Eucharistie als Sakrament eingesetzt, nachdem er mit den 12 Aposteln das Letzte Abendmahl gehalten hat. Mit den Worten "Tut dies zu meinem Gedächtnis" trug er den Aposteln auf, in Zukunft regelmäßig die Eucharistie zu feiern (vgl. 1 Kor 11, 23ff.).

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Was geschieht in jeder Eucharistiefeier?

In jeder Eucharistiefeier wird das Kreuzesopfer Jesu Christi auf unblutige Weise gegenwärtig. Wenn der Priester die Wandlungsworte über Brot und Wein spricht, wird das Brot in den Leib Christi und der Wein in das Blut Christi verwandelt.

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Welcher Unterschied besteht zwischen dem Kreuzesopfer und dem heiligen Messopfer ?

Das Kreuzesopfer Jesu Christi war blutig. Das heilige Messopfer ist unblutig, Jesus Christus opfert sich auf geheimnisvolle Weise durch den Dienst des Priesters, wendet uns aber die Verdienste des Kreuzesopfers zu.

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Warum wird das heilige Messopfer Gott dargebracht ?

Das heilige Messopfer wird Gott dargebracht, um ihm die höchste Anbetung zu erweisen, ihm für seine Wohltaten zu danken, ihm Sühne zu leisten für unsere Sünden und um Gnaden zu erlangen zum Wohl der Lebenden und Verstorbenen. Die heilige Messe beinhaltet somit ein Lob-, Dank-, Sühn- und Bittopfer.

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Was bewirkt die heilige Kommunion in dem Menschen, der sie würdig empfängt ?

In dem Menschen, der die heilige Kommunion würdig empfängt, geschieht die innigste Vereinigung mit Jesus Christus. Die Eucharistie erhält und vermehrt die Gnade, die das Leben der Seele ist, wie es die Speise für das Leben des Leibes tut. Sie vertieft in uns die Liebe zu Gott und zum Nächsten. Sie schwächt unsere Leidenschaften und löscht in uns besonders die Flamme der Begierlichkeit. Sie gibt geistigen Trost und ist uns ein Unterpfand (= Beweis, Garantie, Sicherheit) der himmlischen Seligkeit und der künftigen Auferstehung des Leibes.

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Was ist notwendig, um würdig zu kommunizieren ?

Um die heilige Kommunion würdig zu empfangen sind drei Dinge erforderlich: erstens der Stand der heiligmachenden Gnade (durch regelmäßige bzw. vorherige Beichte), zweitens das lebendige Bewusstsein dessen, was man empfangen möchte und drittens die Nüchternheit (wenigstens eine Stunde vor Kommunionempfang nichts mehr essen und trinken, mit Ausnahme von Wasser oder notwendiger Arznei).

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Wer empfängt die heilige Kommunion unwürdig ?

Wer in der Todsünde lebt und trotzdem die heilige Kommunion empfängt, macht sich des Gottesraubes schuldig und zieht sich das Gericht zu. "Wer also unwürdig von dem Brot isst und aus dem Kelch des Herrn trinkt, macht sich schuldig am Leib und am Blut des Herrn. Jeder soll sich selbst prüfen; erst dann soll er von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken." (1 Kor 11, 27-28)

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Worin besteht die Danksagung nach dem Kommunionempfang ?

Die Danksagung nach dem Kommunionempfang besteht darin, dass wir gesammelt den Herrn in unserem Innern verehren, indem wir den Glauben, die Hoffnung, die Liebe, die Anbetung, unseren Dank und unsere Aufopferung erneuern. Weiterhin können wir um jene Gnaden bitten, die für uns und jene, für die wir zu beten verpflichtet sind, am notwendigsten sind.

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Die Beichte

 
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Was ist die Beichte ?

Die Beichte ist das von Jesus Christus eingesetzte Sakrament, um die nach der Taufe begangenen Sünden nachzulassen.

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Wann wurde das Sakrament der Beichte von Jesus Christus eingesetzt ?

Das Sakrament der Beichte wurde von Jesus Christus eingesetzt, als er den Aposteln (und in ihnen ihren Nachfolgern) sagte: "Empfangt den Heiligen Geist ! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert." (Joh 20, 22-23)

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Wer ist der Spender der Beichte ?

Spender der Beichte ist der vom Bischof ermächtigte Priester.

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Wie viele und welche Dinge sind erfordert, um eine gute Beichte abzulegen ?

Um eine gute Beichte abzulegen, sind fünf Dinge erforderlich:

1. Gewissenserforschung; 2. Reue über die Sünden; 3. Guter Vorsatz; 4. Sündenbekenntnis; 5. Buße

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Wie macht man die Gewissenserforschung ?

Die Gewissenserforschung geschieht dadurch, dass man sich nach vorherigem andächtigem Gebet (besonders zum Heiligen Geist) die Sünden seit der letzten gültig abgelegten Beichte in Erinnerung ruft, die man in Gedanken, Worten und Werken, durch Unterlassung gegen die Gebote Gottes, gegen die Vorschriften der Kirche und gegen die Pflichten des eigenen Standes begangen hat.

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Was ist die Reue ?

Die Reue ist jenes Missfallen an den begangenen Sünden und jene Abscheu vor ihnen, die bewirken, dass wir uns vornehmen, nicht mehr zu sündigen. Es gibt zwei Arten von Reue: die vollkommene Reue oder Liebesreue und die unvollkommene oder Furchtreue.

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Was ist der gute Vorsatz ?

Der gute Vorsatz ist der entschlossene Wille, niemals mehr zu sündigen und die Gelegenheit dazu zu meiden.

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Was ist das Sündenbekenntnis ?

Das Sündenbekenntnis ist die dem Priester gegenüber gemachte Offenbarung der Sünden, um von ihnen losgesprochen zu werden. Wir sind verpflichtet, uns aller noch nicht oder schlecht gebeichteten Todsünden anzuklagen. Es empfiehlt sich jedoch, auch die lässlichen Sünden zu beichten.

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Was ist die Genugtuung oder die sakramentale Buße ?

Die Genugtuung oder die sakramentale Buße ist das vom Beichtvater zur Strafe, zur Zurechtweisung und zur Sühnung der durch die Sünde verdienten zeitlichen Strafe den Sündern auferlegte gute Werk.

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Wie lautet die Lossprechungsformel des Priesters bei der Beichte ?

"Gott, der barmherzige Vater hat durch den Tod und die Auferstehung seines Sohnes die Welt mit sich versöhnt und den Heiligen Geist gesandt zur Vergebung der Sünden. Durch den Dienst der Kirche schenke er dir Verzeihung und Frieden. So spreche ich dich los von deinen Sünden im Namen des   Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen."

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Welchen Sinn haben die Bußandachten ?

Die Bußandachten sollen den Gläubigen helfen, ihr Gewissen besser zu erforschen und haben den Sinn, auf das Beichtsakrament vorzubereiten. Wenn sie, wie mancherorts der Fall, dazu führen, dass die Menschen nicht mehr beichten, haben sie ihren eigentlichen Sinn verfehlt.

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Papst Johannes Paul II. am 17. November 1980 in Fulda:

"Zusammen mit mir werdet ihr jedoch mit schmerzlicher Sorge feststellen, dass der persönliche Empfang des Bußsakramentes in euren Gemeinden während der letzten Jahre sehr stark zurückgegangen ist. (...)  Ich bin überzeugt, dass ein Aufschwung des sittlichen Bewusstseins und christlichen Lebens eng, ja unlöslich an eine Bedingung gebunden ist: an die Belebung der persönlichen Beichte."

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Die Krankensalbung

 

 

 
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Was ist die Krankensalbung ?

Die Krankensalbung ist ein wahres und eigentliches, von Christus eingesetztes Sakrament.

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Was steht im Neuen Testament über die Krankensalbung ?

"Ist einer von euch krank ? Dann rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich; sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben. Das gläubige Gebet wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten; wenn er Sünden begangen hat, werden sie ihm vergeben." (Jak 5, 14-15)

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Wer darf das Sakrament der Krankensalbung spenden ?

Das Sakrament der Krankensalbung kann nur von Bischöfen und Priestern gültig gespendet werden.

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Welches ist die Materie der Krankensalbung ?

Die Materie der Krankensalbung ist das vom Bischof in der Chrisammesse am Gründonnerstag geweihte Krankenöl. Im Notfall darf jeder Priester das Öl weihen.

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Welches ist die Form der Krankensalbung ?

Die Worte bei der Spendung dieses Sakramentes lauten: "Durch diese heilige Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen, er stehe dir bei mit der Kraft des Heiligen Geistes. Der Herr, der dich von Sünden befreit, rette dich. In seiner Gnade  richte er dich auf."

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Was bewirkt die Krankensalbung ?

Die Krankensalbung bewirkt eine Stärkung, Beruhigung und Ermutigung im Leiden bzw. eine Heilung, wenn diese im Willen Gottes liegt. Sollte jemand nicht mehr in der Lage sein zu beichten, werden ihm durch die Krankensalbung die Sünden vergeben. Des weiteren bewirkt die Krankensalbung die Vereinigung mit dem Leiden Christi und ist Teilhabe an seinem Kreuzweg und damit an seinem Erlösungswerk. Die Krankensalbung bereitet den Sterbenden auf die letzte Reise vor und macht den Menschen endgültig dem Tod und schließlich der Auferstehung Christi gleichförmig.

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Wer ist der Empfänger der Krankensalbung ?

Grundsätzlich kann jeder ernsthaft erkrankte, verletzte oder vor einer schweren Operation stehende Katholik die Krankensalbung empfangen. Orthodoxe Christen sind ebenfalls berechtigt, die Krankensalbung zu empfangen, wenn sie keinen orthodoxen Bischof oder Priester erreichen können. Ausschließlich in Lebensgefahr dürfte auch ein evangelischer Christ die Krankensalbung empfangen, sofern er von sich aus darum bittet und den katholischen Glauben bezüglich dieses Sakramentes bekundet.

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Kann ein Toter die Krankensalbung empfangen ?

Grundsätzlich können Tote keine Sakramente empfangen, auch nicht die Krankensalbung. Da aber oft der genaue Zeitpunkt des Todes (vollkommene Trennung von Leib und Seele) nicht feststellbar ist, ist im Zweifelsfall dieses Sakrament zu spenden. Man spricht dann von einer bedingungsweisen Spendung der Krankensalbung. Es ist davon auszugehen, dass sich nach Eintritt des Herz- oder Gehirntodes die Seele nicht schlagartig, sondern langsam vom Körper trennt. So lange der Körper noch warm ist, kann davon ausgegangen werden, dass die Seele noch nicht völlig getrennt ist. In diesem Zeitraum kann auch die Krankensalbung gespendet werden.

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Ist es ratsam, in Todesgefahr oder nach Eintritt des Todes einen Priester anzufordern ?

Ja, es ist in jedem Fall sinnvoll dies zu tun. Denn der Priester kann neben der Spendung der Krankensalbung, oder wenigstens der bedingungsweisen Spendung, den vollkommenen Ablass in der Sterbestunde erteilen. Dieser lautet folgendermaßen: "Auf Grund der mir vom Apostolischen Stuhl verliehenen Vollmacht gewähre ich dir vollkommenen Ablass und Vergebung aller Sünden im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen."

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Die Priesterweihe

 

 
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Was ist die Priesterweihe ?

Die Priesterweihe ist das Sakrament, das die Vollmacht verleiht, die heiligen Handlungen des allerheiligsten Altarsakramentes und die für das Heil der Seelen vorzunehmen. Die Priesterweihe prägt das unauslöschliche Merkmal eines Dieners Gottes ein.

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Wer ist der Spender der Priesterweihe ?

Spender der Priesterweihe ist der Bischof, der durch Handauflegung, Gebet und das Überreichen der der Priesterweihe eigenen heiligen Gegenstände den Heiligen Geist und die heilige Gewalt gibt, indem er die Worte der vorgeschriebenen Form spricht.

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Warum heißt das Sakrament der Priesterweihe, das zu Dienern Gottes macht, auch Ordo ?

Das Sakrament, das zu Dienern Gottes macht, heißt auch Ordo, weil es verschiedene Grade von Dienern umfasst, von denen der eine dem anderen unterstellt ist, woraus die heilige Hierarchie folgt.

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Welches sind die Stufen der heiligen Hierarchie ?

Die Stufen der heiligen Hierarchie sind das Diakonenamt, das Priesteramt und das Bischofsamt.

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Ist die Würde des Priestertums groß ?

Die Würde des Priestertums ist äußerst groß, weil es die Gewalt über den eigentlichen Leib Jesu Christi besitzt, den es im allerheiligsten Sakrament des Altares gegenwärtig setzt, und die Gewalt über den mystischen Leib Jesu Christi (die Kirche) mit seiner erhabenen Mission, die Menschen zur Heiligkeit und zum ewigen Leben im Himmel zu führen.

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Welche Absicht muss derjenige haben, der in den Priesterstand eintritt ?

Wer in den Priesterstand eintritt, darf einzig auf die größere Ehre Gottes und das Heil der Seelen abzielen.

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Darf jemand nach seinem Willen in den Priesterstand eintreten ?

Nein, niemand darf nach seinem Willen in den Priesterstand eintreten, sondern er muss von Gott durch den eigenen Bischof berufen sein, das heißt, er muss zusammen mit der Berufung auch die Tugenden  und die Haltungen für den heiligen Dienst haben, die der Priesterstand erfordert.

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Welche ist die dem Priester angemessene Lebensform ?

Die dem Priester angemessene Lebensform ist die des Zölibates (Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen), weil Jesus Christus selber ehelos war und weil er den Aposteln diese Lebensform empfohlen hat: "Wer das erfassen kann, der erfasse es." (Mt 19,12)

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Wie wird der Priesterstand in der Welt sichtbar gemacht ?

Der Priester soll als solcher erkenntlich sein, das heißt, er soll die Priesterkleidung tragen und ein beispielhaftes christliches Zeugnis geben.

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Können auch Frauen zu Priestern geweiht werden ?

Nein, Frauen können nicht zu Priestern geweiht werden. Papst Johannes Paul II. hat 1994 in dem Apostolischen Schreiben "Ordinatio Sacerdotalis" in aller Deutlichkeit erklärt: "Damit also jeder Zweifel bezüglich der bedeutenden Angelegenheit, die die göttliche Verfassung der Kirche selbst betrifft, beseitigt wird, erkläre ich kraft meines Amtes, die Brüder zu stärken (vgl. Lk 22,32), dass die Kirche keinerlei Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe zu spenden, und dass sich alle Gläubigen der Kirche endgültig an diese Entscheidung zu halten haben."

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Welche Pflichten haben die Gläubigen gegenüber denen, die zum Priestertum berufen sind ?

Die Gläubigen haben die Pflicht, den Kindern und Untergebenen volle Freiheit zu lassen, ihrer göttlichen Berufung zu folgen. Sie sollen Gott um gute Hirten und Diener bitten und in diesem Anliegen Opfer bringen. Schließlich haben die Gläubigen die Pflicht, die Priester als gottgeweihte Personen hochzuachten und ihnen zu gehorchen, insofern sie übereinstimmen mit Lehre, Recht und Ordnung der Kirche und von ihnen nichts Gegenteiliges bzw. Sündhaftes verlangen.

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Die Ehe

 

 
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Was ist die Ehe ?

Die Ehe ist das Sakrament, das Mann und Frau bis zum Tode eines Partners unauflöslich vereint, wie Jesus Christus und die Kirche, seine Braut, vereint sind, und das ihnen die Gnade gibt, miteinander heilig zu leben und die Kinder christlich zu erziehen.

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Wer ist Spender des Ehesakramentes ?

Spender des Ehesakramentes sind die Brautleute selbst, die die Ehe eingehen.

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Müssen die Brautleute im Stande der heiligmachenden Gnade sein, wenn sie die Ehe eingehen ?

Die Brautleute müssen im Stande der heiligmachenden Gnade sein, wenn sie den Ehebund schließen, sonst begehen sie ein Sakrileg (Gotteslästerung).

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Wie geht man den Ehebund ein ?

Den Ehebund schließt man durch das gegenseitige Ja-Wort vor dem Diakon, Priester oder Bischof und vor zwei Zeugen.

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Ist die zivile Eheschließung eine rechtmäßige Verbindung zwischen Mann und Frau ?

Nein, die nur zivilrechtlich geschlossene Ehe ist keine Ehe, sondern bloße Formalität vor einem staatlichen Standesbeamten. Wer sich daher nicht kirchlich trauen lässt, ist vor Gott nicht verheiratet und lebt in einer sündhaften Beziehung.

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Welche Pflichten haben die Eheleute ?

Die Eheleute haben die Pflicht, heilig zusammen zu leben, einander mit immerwährender Zuneigung in den geistigen und zeitlichen Bedürfnissen zu helfen und die Kinder gut zu erziehen, indem sie für ihre Seele nicht weniger sorgen als für ihren Leib und sie vor allem mit dem Wort und dem guten Beispiel zur Frömmigkeit und zur Tugend erziehen.

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Welche Spiritualität gehört in die Ehe ?

Die christlichen Eheleute mit ihren Kindern bilden eine Hauskirche. Sie sind gerufen, am liturgischen Leben der Kirche in der Feier der Eucharistie und der übrigen Sakramente teilzunehmen. Zum gemeinsamen Vollzug des christlichen Lebens wird ihnen das Stundengebet, Morgen- und Abendgebet, Tischgebet, Schriftlesung, Sakramentenempfang, Herz-Jesu-Verehrung und Muttergottesverehrung und besonders das Rosenkranzgebet empfohlen. Das Gebet ist daher keineswegs ein Ausweichen vor den täglichen Anforderungen, sondern stärkster Antrieb für die Verwirklichung der familiären Aufgaben.

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Welche Voraussetzungen müssen bei einer konfessionsverschiedenen Ehe gegeben sein ?

Die Trauung eines konfessionsverschiedenen Paares kann nur erlaubt werden, wenn der katholische Partner bereit ist, Gefahren des eigenen Glaubensabfalls zu beseitigen und nach Kräften alles zu tun, dass die Kinder in der katholischen Kirche getauft und erzogen werden.

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Wie steht die Kirche zu "wiederverheirateten" Geschiedenen ?

Der Ausdruck "wiederverheiratet geschieden" ist irreführend und täuscht über die Tatsache hinweg, dass kirchlich gültig geschlossene Ehen, die vom Staat "geschieden" werden, vor Gott bestehen bleiben. Mann und Frau dürfen demnach nicht in einer neuen Verbindung wie Eheleute zusammenleben. Tun sie das dennoch, so leben sie im Ehebruch und laden daher dauernd schwere Schuld auf sich. Wenn sie nicht bereit sind, diese Lebensweise aufzugeben, können sie auch nicht zur Beichte gehen, denn die Beichte setzt den Vorsatz zur Besserung voraus. Deshalb können sie, da sie  im Zustand einer schweren Sünde sind, nicht die heilige Kommunion empfangen. Aber sie sind nicht von der Kirche getrennt, sie können als Getaufte an ihrem Leben teilnehmen, ja sie sind sogar dazu verpflichtet; z.B. was den sonntäglichen Besuch der hl. Messe betrifft. Da der Kommunionempfang nicht möglich ist (man würde sich selbst schaden, vgl. 1 Kor 11, 27-29), besteht doch die Möglichkeit, Jesus Christus geistig zu "empfangen" (sog. "Geistige Kommunion"). Wenn jemand seine Lebenssituation ehrlich betrachtet, und die Schlussfolgerung daraus zieht, nicht zur Kommunion zu gehen, zeigt er damit seine hohe Achtung vor diesem Sakrament. Sicherlich ist zu beachten, dass manche Menschen schuldlos in eine Situation gekommen sind, so dass sie sich von ihrem Ehepartner trennen mussten. In diesem Zusammenhang ist es oft besonders schwer, aber eine christliche Aufgabe, erlittenes Unrecht als Kreuz in der Nachfolge Christi anzunehmen.

 

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